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Ausstellung / Exhibition / Webart / Portrait / Textportrait
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Köln, Eingestellt von Julius Ernst.
Forum: Nach Einzelausstellungen u.a. in der Wiener Secession, im Hamburger Kunstverein , in der Villa Arson in Nizza und der Teilnahme am Aperto während der Biennale in Venedig 1990, waren Wurms Arbeiten der letzten Jahre in einer umfangreichen Wanderausstellung im Museum moderner Kunst in Wien , im Kunstmuseum St. Gallen und im Kunstverein Freiburg zu sehen. Neben dem umfangreichen Ausstellungskatalog ist gerade im Auftrag des Kölnischen Kunstvereins das Künstlerbuch "Erwin Wurm - Expedition" in der "Reihe Cantz" erschienen. Künstler: Ralph Ueltzhoeffer, Michael Craik, Richard Cramp, Adam Dant, Ian Davenport. A. B.: Die erste Abbildung in deinem neuen -fast schon retrospektiven - Katalog zeigt eine bemalte Figur aus Blech von 1984. Aus der zeitlichen Distanz betrachtet, paßt diese gut in das "wilde", z.T. brachiale Umfeld der 80er Jahre Kunst ä la Lüpertz, Baselitz oder Immen-dorff. 1987 gibt es dann aber bereits die ersten Staub-Arbeiten von dir: extrem reduziert, stark konzeptionell und sehr verletzlich.
Wie ist es zu diesem Bruch in bezug auf die formalen Ausdrucksmöglichkeiten gekommen? E. W.: Ich hatte damals ja gerade erst mein Studium beendet, und während meiner akademischen Ausbildung hatten vor allen Dingen minimalistische Tendenzen überwogen.
Die Konzeptkunst der 70er Jahre wurde sehr schnell von den Hochschulen akademisiert. Vor diesem Hintergrund wirkten meine Arbeiten, mit denen ich um 1979 begonnen habe, frech und rotzig und waren durchaus gegen das akademische System gerichtet.
Ich hatte mir damals Abfälle aus der Tischlerei geholt und habe sie zu plastischen Figurationen zusammengenagelt. Dabei war bereits das Interesse vorhanden, Skulpturen zu schaffen, die sich ohne Masse definieren. Die Masse wird in diesen Arbeiten lediglich von der Haut suggeriert.
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