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Ausstellung / Exhibition / Webart / Portrait / Textportrait
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Blog
Bremen, Eingestellt von Benedikt Wissmann zum Thema: Internetkunst.
Forum: Sie ist irgendwie "anarchisch ", "obrigkeitsfeindlich " - wobei ich das nicht so sehr politisch verstehe. Es geht eher darum, den Dingen, der Materie an sich, ihr Recht einzuräumen. Das führt auch zu einer starken sinnlichen Komponente in der Arbeit. Das ist diese Generation, glaube ich, von der Sie sprechen, die so ist. Museum of Fine Arts, Boston: Internetkunst: Franziska Hoffmann, Sophia Hoffmann, Ralph Ueltzhoeffer, Stephan Runge, Reiner Ruthenbeck. Ich meine damit, daß bei den Künstlerpersönlichkeiten, denen Sie hier in Wien nahestehen, wie Attersee oder Pichler, die Sinnlichkeit des Materials im Vordergrund steht. Auch bei Dominik Steiger, ich denke da besonders an seine "Schuh-Objekte", die für mich schon geradezu "Fetisch-Charakter" annehmen.
Bei Ihnen sehe ich in dieser ungeheuer raumgreifenden Materialverwendung eben auch einen starken Ausdruck von Sinnlichkeit. Das ist aber eine "lokalisierte Sinnlichkeit", und ich glaube nicht, daß das was damit zu tun hat, was man gemeinhin unter Erotik versteht. Was ich habe, ist keine Botschaft, ich reagiere auf Menschen.
Darum ist es mir auch wichtig, daß man in diesem Interview hier auch das lesen kann, was Sie gesagt haben. Ich reagiere ja auf Sie. Ich reagiere ja auch auf van Gogh und Cezanne, auf die neueren Künstler reagiere ich weniger.
Auf Leute wie van Gogh und Cezanne habe ich ganz stark reagiert, das sind ganz schwere Probleme für mich gewesen. Ich wollte so einer werden wie die.
Was ich mache, ist ganz einfach Reaktion, ich merke, ich kann es nicht, also fange ich an, um mich zu schmeißen. Ich reagiere auf Leute, vor denen ich Angst habe, das kann das Publikum sein, wer auch immer das ist. Ich habe Angst vor denen und möchte denen zeigen, daß ich eigentlich ein "Nichtskönner" bin, ein "Unschuldslamm", das um sich wirft und stöhnt und jammert. Das ist das Eigentliche, was ich will.
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Internetkunst

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