Kunst und Kultur - Hamburg
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  TEXTPORTRAIT - Ralph Ueltzhoeffer
 
     
 




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Hamburg, Eingestellt von Marko Reder.

Forum: Es ist daher auch keineswegs erstaunlich, daß beispielsweise der bedeutende Kunsthistoriker Ernst Gombrich in den Schriften Goodmans nur wenig zu finden vermochte, was ihm für seine eigene Theorie über die Geschichte der Bilder und die psychologischen Bedingungen ihrer Wahrnehmung bedeutsam erschien. Kunstforum 89/4: Kunsthalle Hamburg: Richard Long, Ralph Ueltzhöffer, Friederike Pezold, Jo Siamon Salich, Otmar Sattel. Wer sich für die besonderen Probleme einzelner Kunstgattungen interessiert, wird bald bemerken, daß sich Goodmans Untersuchungen auf einer höheren Abstraktionsebene bewegen. Goodman selbst kündigt dies jedoch ganz unmißverständlich bereits in den ersten Sätzen der Einleitung seines Buches an, indem er betont, es sei gar nicht so sehr sein Ziel, nur eine Theorie der Kunst zu entwickeln, er bemühe sich vielmehr um eine generelle Theorie der Zeichen.



Im Licht des Südens
- Kunsthalle Hamburg
Französische Landschaftsmalerei vom 1800 bis 1930

Hubertus-Wald-Forum

zum Begleitprogramm >>

Marseille in Hamburg! Als Auftakt einer Reihe von Ausstellungen, in der Hafenstädte rund um die Welt in Hamburg zu Gast sein werden, steht die südfranzösische Metropole und Hamburger Partnerstadt Marseille im Mittelpunkt. Das traditionsreiche Musée des Beaux-Arts und das Musée Cantini mit seinen Beständen der Moderne stellen in einer einzigartigen Kooperation ihre Sammlungen für eine Ausstellung in der Kunsthalle zur Verfügung. Die umfangreiche Überblicksausstellung zeigt etwa 80 Hauptwerke der französischen Malerei und Photographie des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die Auswahl präsentiert die reiche Tradition der Landschaftsmalerei im Süden Frankreichs sowie Ansichten der Hafenstadt Marseille.

Die sinnlichen Landschaften des französischen Südens wurden von einer Generation von Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts gefeiert, die durch ihren freien Umgang mit der Farbe und ihre großzügige Malweise zu den Vorvätern der Moderne zählen. Der Bogen reicht von Jean Joseph Vernet über Adolphe Monticelli, dem Vorbild van Goghs, und spannt sich bis zu Paul Cézanne, Georges Braque, Raoul Dufy und André Derain. Seit 1900 ist die Küstenlandschaft von Marseille ein von zahlreichen Künstlern der Avantgarde favorisiertes Motiv. Braque, Dufy und Derain suchten an der Côte d’Azur eine unberührte Natur, deren Farbenpracht sie in bisher unbekannter Intensität in ihren Bildern einfingen. Ihr besonderes Interesse galt dem in der Nähe von Marseille gelegenen Küstenorten L’Estaque und Cassis mit ihren lieblichen Buchten und weiten Blicken über das Mittelmeer. Marseille, sein verträumter alter Hafen sowie das Ingenieurswunderwerk seiner Zeit, die futuristisch anmutende Schwebebrücke, boten Paul Signac und Alfred Marquet eine Vielzahl von Motiven.

Zudem sind in der Ausstellung Meisterwerke der modernen Photographie von Man Ray, Moholy-Nagy und anderen zu entdecken. Fast alle diese Aufnahmen zeigen überraschende Ansichten von der Schwebebrücke Pont transbordeur im Stil des „Neuen Sehens“.

Die Ausstellung bietet in Deutschland erstmals die Gelegenheit, die künstlerischen Impulse, die von Marseille und seiner Umgebung ausgingen, im Zusammenhang zu sehen und präsentiert einen Überblick über die französische Landschaftsmalerei von 1800 bis in die Moderne.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Abbildungen aller Werke für 23 €.

Kurator der Ausstellung: Dr. Jenns Howoldt

Horst Janssen. Mit gleichsam japanischem Pinsel
14. Juli bis 8. Oktober 2006

Janssen Kabinett

Angeregt durch das Thema der „Kopie“ und die Sammlung ostasiatischer Kunst von Gerhard Schack hat Janssen sich um 1970 erstmals mit der japanischen und chinesischen Holzschnitt- und Zeichenkunst beschäftigt. Schon in der Studienzeit bei Alfred Mahlau hatte Janssen die bedeutenden japanischen Zeichner kennen gelernt, doch erst in der Auseinandersetzung mit den alten Meistern hat er sich eingehender mit den Werken von Hokusai (1760-1849), Kuniyoshi (1798-1861) und Kyôsai (1831-1889) beschäftigt. Vor allem Hokusai wurde zum prägenden Vorbild für Janssen, nicht zuletzt da er in dem exzessiven Schaffen des Künstlers verwandte Züge zu sich selbst entdeckte. Hokusais Landschaften haben Janssen zu einer neuen Beschäftigung mit der Natur angeregt, 1972 widmete er ihm den Band „Hokusais Spaziergang“ mit Radierungen und Zeichnungen nach Holzschnitten des Künstlers. Die „Kämpfenden Samurai“ von Kuniyoshi haben Janssen dagegen zu kraftvollen, freien Rohrfederzeichnungen inspiriert. Dabei dienten ihm meist einfache Reproduktionen als Vorlagen, etwa Postkarten nach Holzschnitten oder Sorimonos (Neujahrskarten), deren Motive er frei umformulierte.
Gezeigt werden ca. 40 Werke aus der Sammlung Gerhard Schack in der Hamburger Kunsthalle.

Anlässlich der Ausstellung wird der Hamburger Kunsthalle von zwei Hamburger Stiftern eine Bildnisbüste von Horst Janssen geschenkt, die 1995 von Hanno Edelmann geschaffen wurde. In der janusköpfigen Bronze, die auf der einen Seite das Portrait des Künstlers und auf der anderen Seite einen Totenschädel zeigt, spiegelt sich Janssens Zwiesprache mit dem Tod, die er vor allem in der „Paranoia“-Folge (1982) dokumentierte.

Kuratoren der Ausstellung: Gerhard Schack und Petra Roettig

Parcours. Bilder vom Orient
Von Meister Francke bis Shirin Neshat

28. Mai bis 27. August 2006
verlängert bis 10. September 2006

In ihrem dritten Parcours „Bilder vom Orient“ widmet sich die Hamburger Kunsthalle den unterschiedlichen, über die Jahrhunderte entstandenen Ideen vom Orient. Der Rundgang führt von den Alten über die Neueren Meister und von den „Orientmalern“ bis zu Werken der Klassischen Moderne sowie der zeitgenössischen Kunst in der Galerie der Gegenwart.
„Orient“ ist uns ein geläufiger Begriff. Jedoch existiert „der Orient“ nicht an sich. Vielmehr ist durch eine bestimmte Denktradition und durch eine seit Jahrhunderten währende Bildtradition für den Westen „der Orient“ zur „Realität“ geworden. Den Bildern dieser vom Westen aus gesehenen „Realität“ geht der Parcours auf die Spur.

In mittelalterlichen Werken kennzeichnete man das Böse nicht nur durch furchterregende Grimassen sondern auch durch fremd erscheinende Kleidungsstücke. So hat Meister Francke die Schergen in den Bildern der Passionsgeschichte mit einem Turban ausgestattet und damit den Ungläubigen auch das Gesicht des „Orientalen“ gegeben.
Den niederländischen Künstlern des 17. Jahrhunderts diente die Kleidungsweise der kleinasiatischen Händler, die sich in ihren Städten aufhielten, als Anregung für die Darstellung alttestamentarischer Figuren.
Mit dem Ägyptenfeldzug Napoleons 1798 begann die europäische Kolonialexpansion; das Bild vom Orient änderte sich erneut. Zwar reisten die „Orientmaler“ in die eroberten Gebiete, ihre Gemälde gaben jedoch vor allem über die eigenen Phantasien, die sich am „Fremden“ entzündeten, Auskunft. Zugleich begann die wissenschaftliche Erforschung des Vorderen Orients.
Die Entdeckung der Farbintensität durch das besondere Licht, die Kandinsky während seiner Tunesienreise machte, gab ihm zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Anstoß der Entwicklung einer neuen Sprache in der Malerei: die der Abstraktion. Zwei Videoarbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen (Shirin Neshat und Christine de la Garenne) brechen mit der Polarisierung zwischen „Orient“ und „Okzident“ im westlichen Blickes auf „den Orient“.
Zum Parcours findet ein Begleitprogramm statt: eine Filmreihe im Metropolis-Kino, eine Lesung mit Najem Wali in Kooperation mit dem Goethe-Institut Hamburg und spezifische Themenrundgänge zu Literatur und Kunst.
Es erscheint eine Publikation in der „Kleinen Reihe“ für 9,80 €.

Der Parcours ist ein Themenrundgang, der durch alle Sammlungsbereiche der Hamburger Kunsthalle führt. Er ermöglicht den Besuchern, die reichhaltige Sammlung unter spezifischen kunsthistorischen Fragestellungen neu kennen zu lernen und sich mit einzelnen, hervorgehobenen Werken intensiver auseinander zu setzten.

Kuratorin des Parcours: Marion Koch



„Mahlerisch radirte Prospecte von Italien“
Italienbilder von Reinhart, Mechau und Dies
2. Juni bis 20. August 2006

Saal der Meisterzeichnung

Unter dem Titel Mahlerisch radirte Prospecte von Italien veröffentlichte der Nürnberger Verleger Johann Friedrich Frauenholz 72 Landschaftsradierungen der Künstler Johann Christian Reinhart, Jakob Wilhelm Mechau und Albert Christoph Dies. Entstanden waren diese Druckgraphiken in der Zeit von 1792 bis 1798 in Rom, radiert nach sorgfältig in der Natur ausgeführten Zeichnungen, die, bis auf die hinzuerfundenen Staffagefiguren, sehr genau in den Druck übertragen wurden.
In diesen Landschaftsdarstellungen beschäftigen sich deutsche Künstler erstmals vornehmlich mit dem Ziel, „malerische und nicht behandelte Gegenstände zu wählen“. Deshalb sind nur 16 Blätter der Stadt Rom und ihrer unmittelbaren Umgebung gewidmet. Die übrigen 56 Ansichten zwar auch touristisch zu jener Zeit bereits erschlossene Orte wie Tivoli zeigen, doch überwiegend damals noch unbekannte Landschaften wie die Castelli Romani am Albaner See, Darstellungen von Subiaco, Terni und Civita Castellana oder die pittoresken Schluchten in der Umgebung von Tivoli und Subiaco.
Neben der topographischen Aufnahme hatte die intensiv studierte Naturaufnahme einen hohen Stellenwert für die drei beteiligten Künstler. Sie widmeten sich sehr genau der korrekten Wiedergabe der Pflanzen, der Gesteinsformationen und den unterschiedlichsten Witterungsverhältnissen. Dies entsprach dem damals aktuellen wissenschaftlichen Interesse an Botanik, Geologie und Meteorologie. Besonders den, fast immer an zentraler Stelle der Kompositionen postierten, Bäumen galt die Aufmerksamkeit, wobei hier den mitteleuropäischen Arten der Vorzug gegeben wurde gegenüber den in Italien ebenfalls heimischen Pinien.
Trotz allem wollten die Künstler mit ihren Ansichten natürlich vor allem klassisches Bildungsgut transportieren, das besonders in Deutschland u. a. in Form dieser Graphiken große Verbreitung fand.

Kuratoren der Ausstellung:
Dr. Peter Prange und Dr. Andreas Stolzenburg

 

 

 

 

 

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