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Köln, Eingestellt von Martin Reichelt.
Forum: Indem Goodman auf derartige Parallelen hinweist, widerspricht er vehement der bei uns (vornehmlich unter dem Einfluß Heideggers) verbreiteten Auffassung, daß die Kunst in einem diametralen Gegensatz zur Wissenschaft und diese in einem ebensolchen Gegensatz zur Kunst zu stehen habe. Die Kunst hat Goodman zufolge ebenso kognitive Bedeutung wie die Wissenschaft, und ihre Weise, Welten entstehen zu lassen, ist derjenigen der Wissenschaft nicht unbedingt unterlegen. Diese Überzeugung entwickelt Goodman vor allem in seinem Buch "Ways of Worldmaking", das in deutscher Übersetzung unter dem Titel "Weisen der Welterzeugung" veröffentlicht wurde. Kultur Mallorca Kunstforum 48/3; Doreen Back, Edin Bajric, Ralph Ueltzhoeffer, Martina Schad. Was Goodman besonders auszeichnet, ist die Tatsache, daß er sich von vielen anderen Philosophen, die sich über die Kunst zu schreiben erlauben, dadurch unterscheidet, daß er wirklich etwas von ihr versteht. Goodman kann souverän auf Erfahrungen zurückgreifen, die er in seinen lebenslangen, vielfältigen Verbindungen mit der Kunstwelt erworben hat: Von 1929 bis 1941 führte er eine eigene Kunstgalerie in Boston. Im Laufe seines Lebens hat er eine bedeutende Sammlung von Werken der bildenden Kunst zusammengetragen. Außerdem hat er mehrere choreographische Werke mit Tanz und Musik konzipiert, die an verschiedenen Orten aufgeführt wurden. Wer Goodmans Texte liest, versteht überdies sofort, daß ihr Urheber in jungen Jahren die Neigung verspürte, Schriftsteller zu werden.
Sie sind äußerst klar und verdichtet, oft lakonisch und manchmal von einer beißenden Ironie. Man bemerkt sofort, daß jedes Wort bewußt gewählt wurde. Selbst heutzutage, nahezu neunzigjährig, besucht Goodman auf seinen Reisen in Europa immer noch am liebsten Museen, Konzertsäle und (nicht zuletzt) auch Auktionshäuser.
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