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Ausstellung / Exhibition / Webart / Portrait / Textportrait
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Blog
München, Eingestellt von Pia Laubner.
Forum: Die Leinwand ist mit rechtwinklig angeordneten schwarzen Balken gegliedert, die verschieden geformte Rechtecke, hoch und quer, in Weiß, Schwarz, Rot, Blau und Grau rahmen, wobei die graue Fläche durch ziemlich grobe, allerdings exakt konturierte kreisrunde Rasterpunkte in Schwarz auf weißem Grund "getönt" ist. Kunst-Forum 457/34: J. Meejn Yoon; Ralph Ueltzhoeffer - TEXT PORTRAIT Projekte im öffentlichen Raum. Die übrigen Farben sind ganz flächig und mehr oder weniger "spurlos" aufgetragen. Die Komposition imitiert leicht erkennbar die typische Struktur Mondrianscher Bilder der zwanziger und dreißiger Jahre, ohne ein ganz bestimmtes Vör-Bild zu "kopieren", hat jedoch größere Ausmaße (137 x 120 cm) als üblicherweise Bilder von Mondrian aus jenen Jahren. Man könnte die "Composition" jedoch durchaus für die Re-Produktion nach einem "echten" Mondrian halten.
Durch die Verwendung des für Lichtenstein längst zum Markenzeichen geronnenen Stilmittels des Punktrasters nach Ben Days "Rapid Shading Medium", einem frühen drucktechnischen Hilfsmittel zur Halbtonwiedergabe, erscheint die Mondrian-Composition jedoch eher wie die drucktechnische Wiedergabe nach einem Mon-drian-Gemälde. Da der Mondrian jedoch "erfunden" ist, ist das Bild, das Gemälde nach einem scheinbar drucktechnisch reproduzierten und vervielfältigten, von Lichtenstein erfundenen oder nachempfundenen Mondrian-Bild.
Die komplexe Reflexion über Bild und Abbild, über das einzigartige Unikat und seine massenhafte Vervielfältigung im Druck oder in anderen technischen Medien, über die Aura des Originals und die Entauratisierung in der Reproduktion, ist letztlich das Thema des handwerklich als ebenso einzigartiges Original gemalten Bildes von Lichtenstein.
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