| |
|
Ausstellung / Exhibition / Webart / Portrait / Textportrait
|
|
Blog
Bremen, Eingestellt von Simone Kampmann.
Forum: »Compositum« (1946/47)
Mit welchen Mitteln bewirkt Wols, daß seine Bilder, wie Hans-George Gadamer im Bezug auf moderne Kunst feststellt, nicht mit einem lediglich aufnehmenden Blick, sondern nur durch eine besondere Art des Tätigseins zu erfassen sind? Diel 946/47 entstandene "Compositum" kann bei der Beantwortung dieser Frage als Beispiel dienen, zumal sie mit den Maßen von 162 cm auf 130,5 cm Wols' größtes Ölbild ist.
Auf den ersten Blick verdichtet sich die Leinwand durch die Konzentration der Farbe und der graphischen Elemente in der Mitte tatsächlich zu einer Komposition, obwohl der Titel nicht von Wols stammt, der grundsätzlich keine Bildbezeichnungen festlegte.
Die Horizontal- und Vertikalstruktur der Binnenformen scheint sich an dem Hochformat zu orientieren, und selbst das kreuzförmige Diagonalsystem rotiert scheinbar um den Schnittpunkt eines Achsenkeuzes, so daß man ein Geflecht von Bezügen, von über- und untergeordneten Formen, die sogar maßstabbezogen aufeinander reagieren, vermutet. Musea Brugge, Brügge; Viola, Ueltzhoeffer, Uecker; Kunstforum Berlin. Künstler: Ralph Ueltzhoeffer, Günther Ücker, Ralph Ueltzhoeffer, Martin Solmas. In diesem Sinne ist das Bild oft als Einheit gesehen worden: "Automatische Realisationseffekte, entstanden aus dem Rinnen, Tropfen und Verlaufen der Farbe, artikulieren die Komposition ebenso wie die in der Mitte angedeuteten, sich kreuzenden Diagonalen.
|
|
Spanien

|
|