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left Ralph Ueltzhoeffer

right project Textportrait
 



Andreas Gursky / Artist

Andreas Gursky

Nicht die Architektur und die Landschaft selbst, sondern deren Wirkung auf den Betrachter wird im photographischen Werk der 1980er und frühen 1990er Jahre von Andreas Gursky dargestellt. Es geht ihm nicht um die Veranschaulichung von Funktionen und Materialität der Architektur oder von Erhabenheit und Schönheit der Landschaft. Denn ob es sich um Stadtansichten oder Fabriken, um Gebirgsbilder oder Freizeitzentren handelt: Im Zentrum seines Interesses steht der in diesen Landschaften und Architekturen lebende Mensch. Die Bilder des Düsseldorfer Fotografen Andreas Gursky (geb. 1955) sind in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Am auffallendsten sind natürlich ihre für Fotografien ungewöhnlichen Großformate. Gursky wagt sich an Bildgrößen, die wir sonst nur von Werbeplakaten kennen. Seine größten Aufnahmen bewegen sich bei zwei mal fünf Metern. Aber er macht keine Warenwerbung.

Seine Aufnahmen werben höchstens für einen präzisen Blick auf die Welt. Wenn man die Arbeit eines Fotografen verstehen will, ist es gut seinen Standpunkt – im wörtlichen Sinne zu – zu untersuchen. Gursky nimmt immer ungewöhnliche Standpunkte ein. Weil er von außergewöhnlichen Punkten auf eine Szenerie blickt, kann er sie auch in außergewöhnlichen Ansichten zeigen. Er nimmt eine „privilegierte Perspektive“ (Thomas Weski) ein, d.h. einen Standpunkt, den kein zweiter so leicht einnehmen könnte. Gursky sucht den Überblick, er ist nie Teil des Geschehens, sondern außen stehender Betrachter. Er sucht sein Bild aus der Distanz. Deshalb steigt er auf Balkone und Hausdächer, fotografiert er von Hubwagen, Kränen und in den letzten Jahren auch vermehrt von Hubschraubern aus. Kein Wunder, das er mehr zeigen kann, als wir sehen können.

One might say that Andreas Gursky learned photography three times. Born in 1955, he grew up in Düsseldorf, the only child of a successful commercial photographer, learning the tricks of that trade before he had finished high school. In the late 1970s, he spent two years in nearby Essen at the Folkwangschule (Folkwang School), which Otto Steinert had established as West Germany’s leading training ground for professional photographers, especially photojournalists. At Essen, Gursky encountered photography’s documentary tradition, a sophisticated art of unembellished observation, whose earnest outlook was remote from the artificial enticements of commercial work. Finally, in the early 1980s, he studied at the Staatliche Kunstakademie (State Art Academy) in Düsseldorf, which thanks to artists such as Joseph Beuys, Sigmar Polke, and Gerhard Richter had become the hotbed of Germany’s vibrant postwar avant-garde. There Gursky learned the ropes of the art world and mastered the rigorous method of Bernd and Hilla Becher, whose photographs had achieved prominence within the Conceptual and Minimal art movements.

Künstler Andreas Gursky im Kunst Kultur Forum. Unter der Rubrik aktuelle Kunst/Künstler: “Andreas Gursky” - Modern Art, Zeitgenössische Kunst und Kunstprojekte. Online-project: Text-Portrait; Andreas Gursky von Laura May - Ralph Ueltzhoeffer (www.ueltzhoeffer.de). Die aktuellen Ausstellungseinträgevon: Andreas Gursky/Ausstellung & Biografie sowie Textbeiträge: Bestimmt nicht, denn dagegen kann man sich letztendlich gar nie wehren. So hat man mich ja mit Preisen überschüttet. Nun muß man aber dann doch nicht noch mit diesen Herrschaften zu Tisch sitzen. Das mag ich überhaupt nicht.

 
 
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Bernd Lindemann / Kunst Kultur Forum
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This entry was posted on Wednesday, July 09th, 2008 and is filed under Allgemeines, Ausstellung, Galerien, Kultur, Künstler, Werke. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response or Trackback from your own site.

 
 
 


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