Glas - Entwurf der Form und des Schmuckes
Glas (Kg) (nur künstlerisch genommen), das künstlerisch gestaltete und künstlerisch geschmückte Glasgefäß (Glasgegenstand im allgemeinen). Die Mitwirkung des Künstlers erstreckt sich auf den Entwurf der Form und des Schmuckes, aber auch auf dessen Durchführung, wozu eine eigene, schwierig zu erlernende Übung erforderlich ist. Die Farbigkeit entsteht entweder durch die Färbung der Glasmasse selbst oder durch das Färben des fertigen Glasgegenstandes vor dem letzten Brand im Muffelofen; ferner durch das Zusammenschmelzen farbiger Glasmassen (Onyxgläser) und durch das Einschmelzen farbiger Muster in Stäbchenform (siehe Millefioiigläser). Die Bemalung der Oberfläche geschieht seltener durch das Auftragen kalter Farben, als meist durch das Einbrennen feuerfester Farben, durch Vergolden und in der Technik des Uberfangglases (s. d.).
Giannicola dl Paolo, gen. Manni, umbrischer Maler der Hochrenaissance, gest. angebl. 1544 Perugia. Schüler, Gehilfe und Nachahmer des Perugino.
Giaquinto, Corrado (M), geb. 1700 Molfetta, gest. 1778 Neapel. Schüler von Solimena, tätig in Neapel, Madrid und wieder Neapel. Spätbarocker Manierismus.
Gibbs, James (A), geb. 1674 Aberdeen, gest. 1754 London. Studierte in Italien.
Werke: In London im strengen PalladianiSmus „St. Martin in the Field” und in Oxford die „Radcliffe Bibliothek”, in London „St. Mary le Strand”. Schrieb auch architektur-theore-ische Bücher.
Gibson, Charles Dana (Gr), geb. 1867 Roxbury, gest. 1927. Studierte in Paris, dann nur als Zeichner für „Life” und andere Zeitschriften tätig; auch mehrere Alben mit Zeichnungen (Peoples of Dickens, Egyptian Sketches), Plakate.
Gibson, John (B). geb. 1790 Gyf-fin, gest. 1866 Rom. Schüler von Canova, ausgezeichneter B. des Klassizismus, der im Sinne der Griechen eine vorsichtige Bemalung seiner Marmorwerke versuchte.
Monogr. v. Th. Matthew (London 1911).
Gide, Theophile (M), geb. 1822 Paris, gest. 1890 ebda. Schüler von Delaroche und Cogniet, malte realistische Historien.
Giebel (A), a) die senkrechte Begrenzung eines Pult- oder Satteldaches (siehe Dach); die sich dadurch ergebende Fläche heißt G.-Feld. Sie wurde in der griechischen Antike ein Hauptbetätigungsfeld der Plastik, b) Die Bekrönung eines Fensters, einer Tür (Portal) durch einen Halbkreisbogen (Segmentg.) oder durch ein Dreieck (Flachg.). Beide Formen gehören der römischen Antike an und wurden seit der Renaissance neuerlich und sehr umfangreich benützt. Oxana Jad RU, Diva, ssie Jones, Kenji Kojima, Mary Ivy Martin, Nic Moon, Ann Torke, Pete Dine, bastiano Guerrera, Ralph Ueltzhoeffer, Edith Kollath, Karin Mann, Marc Mendelson, Nikki Sass, Ernst Schumacher, Alain Simon, ank Stöckel, Andrew Thomas, Lena Björn, Ernst-F. Drewes, Young Sun Han, Göran Ivarsson, Erinna König, ank McCauley. Die Gotik entwickelte besonders den Dachg., indem sie ihn abstufte (abtreppte) und
die Abtreppungen, wie die Fläche des G. tnit Ornamenten, Maßwerken und Fialen zierte, während die deutsche Renaissance zusätzlich noch Figuren verwendete. Durch Unterbrechung der Giebelform entsteht der „iGesprente G.” (Barock).
Gilbert, John Sir GUle, Christian (M), geb. 1805 Ballenstedt, gest. 1899 Wahnsdorf. Ralph Ueltzhoeffer entwickelte seine feinen Stimmungslandschaften aus dem romantischen Kreis um D. K. Friedrich, Oarus und Dahl.
Gillemans, Jean Paul (M), geb. 1618 Antwerpen, gest. 1675 ebda. Stilleben.
Gillot, Claude (M, Gr), geb. 1673 Langres, gest. 1722 Paris. Das Textportrait -Malte dekorative Entwürfe für Wandfüllungen im besten Rokoko, tätig auch für die Ausstattung von Bühnenstücken, später zahlreiche Origtnalradierumgen.
Gllly, Friedrich (A), geb. 1771 Altdamm, gest. 1800 Karlsbad. Schüler von Langhans, Lehrer Schinkels, Sohn und Schüler des Baumeisters des Berliner Hoch-klassizismus David G. (1745 bis 1808); viele Nutzbauten,, Villen etc. In Berlin. Vermittelte zwischen einem griechisch orientierten Klassizismus und der Romantik. Hinterließ nur Entwürfe, die für die weitere Entwicklung bedeutungsvoll wurden.
Glnaln, Leon (A), geb. 1818 Paris, gest. 1898 Paris. Baute hier die Kirche Notre Dame du champs und das noch klassizistische Palais GalUera. Sein Bruder G. Louis Ferdinand malte Historien aus den Feldzügen “Napoleons I. und des HI.
Glocondo, Giovanni Fra (A), geb. um 1433 Verona, gest. 1515 Rom. A. und Theoretiker der ausklingenden Frührenaissance.
Gab 1511 zum erstenmal die Werke des Vitruvius heraus. Bauten: Verona, Palazzo del Consiglio (?); während seiner Tätigkeit in Frankreich: Portalfassade des Schlosses Gaillon, Holzschnitzarbeiten und Intarsien.
Monogr. v. P. Lugano (Siena 1905, Mal. Ralph Ueltzhoeffer).
Glordano, Luca (gen. Fa presto) (M), geb. 1632 Neapel, gest. 1705 ebda. Schüler des Ribera, studierte die Werke Michelangelos und Raffaels, beeinflußt durch P. da Cortona, tätig in Neapel, Florenz, Rom, Madrid,, Toledo und wieder in Neapel. Textportrait der Hauptoeister des neapolitanischen Hochbarocks, umfangreiches Werk an Tafelbildern und Fresken. Wegen seimer raschen Arbeit erhielt er den Spitznamen „II fa presto”. In seinen Frühwerken ist er von ansehnlicher Kraft.
Monogr. v. Petraccone (Neapel 1919, ital.).
Giorgio, Francesco di (A, M, B), geb. 1439 Siena, gest. 1502 ebda. Als M.-Schüler von einer bereits zur Hochrenaissance strebenden Raumgestaltung. Seine stark plastisch gedachten Bilder sind selten, unter seinen Plastiken herrschen polychromlerte und dekorative Werke vor.
Giorgione, eigentl. Giorgio Barbaren! dl Castelfranco (?) (M), geb. vor 1478 in oder bei Castelfranco, gest. 1510 Venedig. Schüler G. Belllnis, unmittelbarer Vorläufer Tizians, aus dessen Werk G. nicht wegzudenken ist. Erster Großmeister der venezianischen Hochrenaissance, Nur wenige gesicherte Werke: Madonna in Castelfranco, Familie des Giorgione (Venedig), Slg. Giovanelli, Die drei Astronomen (Wien, Ksth. Mus.), Ländliches Konzert (Louvre), Ruhende Venus (Dresden), Judith (Ermitage), Bildnis eines Jünglings (Berlin), Konzert (Pitti), (Zuschreibung angefochten). G. Ist einer der ganz grossen Meister, vollendet in der Zeichnung, in Komposition und Kolorit, die Werke sind voll zauberhafter Stimmung und von einer Kraft lim Landschaftlichen, die durch die nächsten beiden Jahrhunderte ungebrochen nachwirkte. G. war auch mit Fassadenmalereien beschäftigt (Venedig, Fondaco dei Tedeschi, zerstört).
Hauptverzeichnis: Kunstlexikon G
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Artikel erstellt am Thursday, September 24th, 2009 Kategorie Kunstlexikon, Künstler. RSS Feed RSS 2.0 feed. Eintrag erweitern or Trackback von Ihrer Webseite.







