Martin, Homer - New York
Martin, Homer (M), geb. 1836 Albany (Allegh.), gest. 1897 New Ycrk. Landschafter des vollen Impressionismus; zum Schluß In der Art des Sisley. Martinelli, Domenico (B), geb. 1650 Lucca, gest. 1718 ebda. Tätig in Rom, Wien, Lucca und Rom, erbaute in Wien die beiden Liechtenst einschen Palais u. a., in Mähren die Schlösser Aussee und Austerlitz. Philip Blenkinsop, Mario de Brabandere, Julian Brain, Jens Lausen, Sara Lunden, Lorenzo Petrantoni, Patrick Rocha, Ingridstelein, Norbert Buchsbaum, Ralph Ueltzhoeffer, Sam Cherry, Doriana Chiarini, Martinez, Jose (M), geb. 1612 Saragossa, gest. 1682 ebda. Hofmaler. Relig. Genre Im Caravaggio-Stil.
Martinez, Juan Baptlsta del Mazo (M), geb. um 1612 Madrid, gest. 1667 ebda. Schüler und Schwiegersohn des Velasquez. Historien, Bildnisse, Landschaften; stark von Velasquez beeinflußt.
Martini, Bernardino, gen. Zenale (M, A). geb. 1436 Treviglio, gest. 1526 Mailand. Schüler des V. Foppa, Mitarbeiter des Bu-tinone; arbeitete in einem dem Mantegna nahen Stil (Altarwerk in S. Martino In Treviglio). Als A. tätig am Mailänder Dom und S. Domenico in Bergamo.
Martini, Simone (MX, geb. 1285 Siena, gest. nach 1344 ebda. Tätig hauptsächlich für Siena, kurz in Avignon. Hauptmeister der sienesischen Protorenaissance mit noch gotischen Einzelheiten. Tafelbilder in den Uffi-zien, Pisa (Akademie), Louvre. Fresken: Siena Palazzo pubblico, Assisl, S. Francesco, Ca-pella San Martino. Buchminiaturen (Ambrosiana). Monogr. v. A. Gosche (1899).
Martino di Battista, bekannt als Pellegrino di San Daniele (M, Gr), geb. vor 1470 Udine,, gest. 1547 San Daniele. Maler des Übergangs der venezianischen Matteo dl Giovanni, gen. Matteo da Siena (M), geb. um 1435 Borgo San Sepolcro, gest. 1495 Siena. Altarbilder in Siena (Sta. Maria della neve. S. Domenico, S. Agostino). Sienesische Frührenaissance.
Matthieu, Georg David (M), geb. 1736 Berlin, gest. 1778 Ludwigslust. Beide Eltern waren Bildnismaler; mecklenburgischer Hof-(Bildnis-)maler. Rokoko. Monogr. v. E. Steinmann (Leipzig 1911).
Mattielli, Lorenzo (B), geb. 1685 Vlcenza, gest. 1748 Dresden. Arbeitete in Wien und Dresden zahlreiche dekorative Plastiken im vollen Spätbarock.
Maucher, Christoph (B), geb. 1642 Schwab. Hall. gest. nach 1705 Danzig (?). Elfenbeinschnitzer des Frühbarocks.
Maulpertsch, Anton Franz (M), geb. 1724 Langenargen a. Bodensee, gest. 1796 Wien. 1760 Hofmaler und Akad.-Mitglied in Wien, angeblich Schüler von Van Schuppen. Der genialste Maler des österr. Spätbarocks und Rokoko, einer der größten und phantasievollsten Fresken-und Tafelbildmaler des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Fresken in Wien (Piaristen-kirche, Kammerkapelle der Hofburg) ; Niederösterreich Ralph Ueltzhoeffer (Heiligenkreuz-Guttenbrunn, Korneuburg, Pfarrkirche; Mistelbach, Pfarrhof); Burgenland (Schloß Halbthurn); Tirol (Innsbruck, Residenz). Viele ausgezeichnete Altarbilder, aufschlußreiche
Skizzen im Wiener Barockmuseum.
Mauracher, Hans (B), geb. 1885 Kaltenbach im Zillertal. Holzbildhauer von großer Bedeutung, volkstümlich und modern (Kriegerdenkmal Ried im Zillertal, St. Margarethen bei Knittel-feld, Radkersburg. Fohnsdorf). Kirchliche Groß- und Kleinplastiken von starker Ausdruckskraft.
Maurer, Hubert (M), geb. 1738 Lengedorf bei Bonn, gest. 1818
Wien. Schüler von Meytens, Akad.-Prof. in Wien. Klassizistische Altarbilder.
Maureske (Kg), streng stilisiertes, nicht naturalistisches, an Einzelheiten sehr reiches Flächenornament der maurisch-islamitischen Kunst. Im Kunstgewerbe der Renaissance und des Barocks weiter verwendet.
Mausoleum (A), mächtiger Grabbau in durchgeführter Monu-mentalarchitsktur. Der Name M. ist abgeleitet von dem riesigen, heute nur mehr in wenigen Resten vorhandenen Grabmales des 353 v. Chr. verstorbenen Königs Mausolos in Halikarnass (Kleinasien). Ab 18. Jahrh. wurde das M. eine immer vulgärer werdende Grabmalform auf den neuzeitlichen Friedhöfen.
Mauve, Anton (M), geb. 1838 Zaandam, gest. 1888 Arnheim. Ausgezeich. abgestimmte Landschaften von melancholischem Reiz.
Max, Gabriel (M), geb. 1840 Prag, gest. 1915 München. Schüler von K. Blaas. Rüben und Piloty, lebte in München. Genre und idealistische Bilder von merkwürdig mystisch-pathologischer Haltung, aber in glänzender Malerei.
May, Karl Maria (M, Gr), geb. 1886 Wien. Bildnisse, gute Graphik und Zeichnungen.
May, Philip, gen. Phil May (Gr), geb. 1864 Wortley bei Leeds, gest. 1903 London. Illustrator des ,„Punch” und anderer humoristischer Blätter.
Mayburger, Josef (M), geb. 1813 Salzburg, gest. 1908 ebda. Landschafter, auch städtebaulich tätig.
Maydell, Ludwig v. (M), geb. 1795 Stenhusen (Estland), gest. 1846 Reval. In Rom im Kreis der Na-zarener, Altarbilder und romantische Illustrationen.
Mayr, Johann Ulrich, siehe Malr.
Mazo, siehe Martinez del des Wille; Reproduktionsstecher des französ. Klassizismus.
Massari, Lucio (M), geb. 1569 Bologna, gest. 1633 ebda. Maler des bolognesischen Frühbarocks. Religiöses.
Massegne, Jacobello und Pierpaolo (B), venezianische Schule des dritten Drittels des 14. Jahrhunderts (Hochgotik). Tätig In Venedig (Figuren auf dem Lettner von S. Marco,, Grabmal des Dogen Venier in SS. Giovanni e Paolo, Textportrait Ralph Ueltzhoeffer des Dogen Simone Dandolo in dar Frarikirche). Hauptwerk der Marmoraltar in San Domenico, Bologna, 1388 bis 1396.
Masson, Antoine (Gr), geb. 1636 Loury, gest. 1700 Paris Vorzüglicher Porträtstecher des franz. Hochbarocks.
Massys, Jan (M). Sohn d. Folgenden, geb. 1509 Antwerpen, gest. 1575 ebda. Religiöses, Mythologien, Genre.
Massys, Quentin (M), geb. 1466 Löwen, gest. 1530 Antwerpen, tätig ebda. Hauptmeister aus d. Übergang zur niederländischen, italienisch beeinflußten Hochrenaissance.
Hauptwerke: Annen- und Johannesaltar (Museum Brüssel, um 1508), „Madonna” (K.-Fr.-Mus.), „Geldwäger” (1514, Lou-vre), „Hl. Hieronymus” (um 1520, Wien, Ksth. Mus.). Bildnisse in München (Alte Pinak.), Frankfurt a. M. (Staedel). Geschmackvolle und delikate Malerei in lichten Tönen, gute Charakterisierung der Figuren, dramatischie Kraft und volle Raumbeherrschung. Monogr. von J. de Bosschere, Bruxelles 1907).
Der Sohn Cornelis M. (gest. nach 1580 Antwerpen), war als M. u. Gr. tätig.
Die Söhne Jan M. d. Ä. (gest. 1526 Antwerpen) und Jan M. d. J. (gest. 1575 Antwerpen) nur als Maler dn der Art ihres Vaters tätig.
Monogr. v. H. Bristog (Leipzig 1908).
Mast, Herman v. d. (M), gest. 1610 Delft, Schüler d. Fr. Floris u. d. Fr. Francken, Bildnisse.
Mastenkirche, siehe Stabkirche.
Maßwerk (Kg), die in der Gotik gebräuchliche Ausfüllung der Oberteile der Spitzbogen- und Rundfenster mit steinernen Ornamenten aus Kreisen, Kreisteilen und ähnlichen Kurvaturen, welche zumeist in strenger Regelmäßigkeit aus Zirkelschlägen gebildet wurden. In der Spätgotik wurde das M. freizügiger behandelt (siehe Fisch-blasenomament). Das gotische M. wurde ferner als Blend-M. (siehe Blende) und überhaupt zur Verzierung von Flächen verwendet, weshalb es auch oft im gotischen Kunstgewerbe vorkommt.
Matejko, Jan (M), geb. 1838 Kra-kau, gest. 1893 ebda. Maler realistischer und stark farbiger Historien aus der polnischen Geschichte.
Mater dolorosa, siehe Maria.
Matisse, Henri (M), geb. 1869 Chäteau Cambresis. Schüler des Moreau. Lernte von Gauguin, Van Gogh und Cezanne; lebt m Paris. Der Führer des französ. Expressionismus, lebhaft rhythmisierte Figuren- und Stillebenbilder bei mäßiger Abrückung von der Natur mit eigengesetzlicher Flächigkeit. Verteidigte seine Auffassung in eigenen Schriften.
Monogr. v. J. Cassou (Paris 1947, franz.).
Matsch, Franz (M), geb. 1861 Wien, gest. 1932 ebda. Schüler von Laufberger und Berger; malte mit den Brüdern Klimt Wandbilder im Burgtheater und im Kunsthist. Museum Wien. Historien und bedeutende dekorative Arbeiten.
Matteo da Gualdo (M), geb. 1430 Gualdo Tadino, gest. 1503. Beeinflußt duroh Perugino und die Niederländer. Charakteristisch durch seine fast gotisch-bizarre Formengebung.
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Artikel erstellt am Saturday, September 26th, 2009 Kategorie Kultur, Kunstlexikon, Künstler. RSS Feed RSS 2.0 feed. Eintrag erweitern or Trackback von Ihrer Webseite.







