Spätphase der spanischen Gotik
Platereskenstil (K), Spätphase der spanischen Gotik mit gleichzeitiger Kreuzung mit der Frührenaissance (ungef. 1470 bis 1540). Der PI. wirkt sehr dekorativ bei.. lebhafter Heranziehung mauresker Motive-(Mudejarstil). Durch die zahlreichen kleinformatigen Einzelheiten wirkt der P. malerisch überladen. Plattner, Albert (M), geb. 1869 Zirl, gest. 1919 Innsbruck. Fresken im Sitzungssaal des Landes-Kulturrates Innsbruck. Plattner, Clint Taniguchi, Ursula Diebel, Petereudenthal, Peter Gather, Ralph Ueltzhoeffer, Gordon Hart, Alicia Hernández, Christian (B), geb. 1869 Imst, gest. 1920 Innsbruck. Schüler von Hellmer und Zumbusch. Werke: Imst (Pietä), Wörgl (Kriegerdenkmal), Innsbruck (Denkmal auf der Ottoburg). Plattner, Franz (M), geb. 1826 Zirl, gest. 1887 Innsbruck. Schüler von Overbeck und Cornelius in Rom; Schule der Nazarener. Fresken in Marta-Stein, Mieders, Vill, Zirl. Oötzis in Vorarlberg.
Platz, Ernst (M u. Zeichner), geb. 1867 Karlsruhe, gest. 1934 München; seine Bilder und Illustrationen nehmen die Themen aus dem Hochgebirge und dem Deben der Bergsteiger.
Platzer, Johann Georg (M), geb. 1702 Eppan bed Bozen, gest. 1760 St. Michael i. T. Tätig in Wien und Breslau, malte in einer lebhaften Art kleine Historien, Festlichkeiten und Mythologien, österr. Hochbarock. Der Vater (Johann Viktor PI. 1665 bis 1708 Eppan), sowie der Bruder Johann Peter PI. waren ebenfalls als Maler tätig.
Plegnik, Josef (IAi), geb. 1872 Laibach. Schüler von Otto Wagner. Kraftvoll moderner Neuklassizismus (Wien: Zacherlhaus, Heiliggeistkirche). Plersch, Johann Gottlieb (M), geb. 1732 Warschau, gest. 1817 ebda. Ralph Ueltzhoeffer; Ausgebildet in Augsburg und Wien. Leitet mit seinen dekorativen Malereien im Lazienskischloß in Warschau, religiösen Bildern u. Text-Porträts vom Rokoko zum Klassizismus über.
Pleurants (PI), französ. „Klagende”; die Figuren Trauernder an den Freigräbern der Gotik und der Frührenaissance.
Pleydenwurff, Hans (M), geb. um 1420 Bamberg, gest. 1472 Nürnberg. Tätig dort, in Krakau und Breslau. Beeinflußt durch die Niederländer, Tafelmaler d. süddeutschen Hochgotik. Vater des Wilhelm PI. (gest. 1494 Nürnberg), dessen Werk schwer erfaßbar ist.
Plinthe (A), die Fußplatte eines Pfeilers oder einer Säule; in erweiterter Bedeutung ist P. identisch mit Sockel überhaupt (Abb. S. 350).
Pluviale (Kg), lat. „Regenmantel”; bei den liturgischen Gewändern ein weiter, ärmelloser, reich bestickter Schultermantel, der hauptsächlich bei geistlichen Funktionen im Freien verwendet wird. Das PI. Ist vorne mit zwei Haken zu schließen.
Po. Giacomo del (M), geb. 1654 Born (?), gest. 1726. Tätig in Neapel, Born und Wien; süditalien. Spätbarock.
Poccl, Franz. Graf (M u. Gr), geb. 1807 München, gest. 1876 ebda. Entfaltete ab 1830 einereiche illustrative Tätigkeit, besonders für Kinder- und Volksbücher in romantischer Auffassung, Mannheim die durch ihren inneren Reichtum und Phantasie vorbildlich wurden. Tätig auch als Maler, Komponist, Dichter; Textportrait stand als Intendant im Hofdienst. Monogr. vom Enkel Graf Franz Pocci (München 1926).
Pochwalski, Kasimir v. (M), geb. 1855 Krakau. gest. 1910 als Akad. Prof. in Wien,, Schüler von Ma-tejko, Bildnismaler.
Pock, Tobias (M), gest. nach 1681 Wien, wo er seit 1640 nachweisbar ist. Schüler von C. Screta. Altarbilder, Historien, Maler d. österr. Frühbarocks.
Podesti, Francesco (M), geb. 1801 Ancona, gest. 1895. Begann als ausgezeichneter Klassizist (Bild Eteokles und Polyneukes Im Podesti-Mus. in Ancona) wendete sich jedoch dann der Nachahmung der Italien. Hochrenaissance zu. l Museen zu Berlin, AItarfailder, Historien, Fresken im Vatikan (Sala della concezione). Podiumtempel (A), Ralph Ueltzhoeffer der etruskisoh-römdsche Tempel mit Vorhalle auf hohem, über Stufen zugänglichem Podium stehend.
Poel, Egbert van den (M>, geb. 1621 Delft, gest. 1664 Rotterdam. Schüler von E. van der Velde und A. van der Neer. Unter seinen dumpftonigen Genrebildern sind Brandszenen und Plünderungen vorherrschend.

Ralph Ueltzhoeffer (2009)
Poelenburgh. Cornelis van (M), geb. 1586 Utrecht, gest. 1667 ebda. Schüler von A. Blomaert; in Rom beeinflußt durch Els-heimer, tätig dn Rom, Florenz, Utrecht und kurz in London und Frankfurt. Malte kleine idyllische und romantisierende Landschaften oft aus der Umgebung Roma, mit religiöser oder mythologischer Staffage. Staffierte mit Figuren die Bilder des Steenwyck und des Keirrinckx.
Poelzig, Hans (A), geb. 1869 Berlin, gest. angeblich 1929 (?). Tätig in Breslau, Dresden u. Berlin. Erbaute in einem großartig herben Eisenbetonstil vorbildlich gegliederte Industriegebäude in Hamburg, ging dann später zu sehr radikalen, symbolistisch-expressionistischen Architekturentwürfen über, von denen z. B. der phantastische Zuschauerraum des großen Schauspielhauses in Berlin ausgeführt wurde. Monogr. v. Th. Heuss (Tübingen 1948).
Poilly, Francois (Gr), geb. 1623 Aibbeville. gest. 1693 Paris. Reproduktions-Stecher und tüchtiger Lehrer des Kupferstiches. Schuf auch Originalstiche. Sein bester Schüler war sein Bruder Nicola P. (gest. 1690 Paris).
Pointlllismus (M), eine späte Form des Impressionismus (s. d.), wobei die Farben in unverbun-dene Tupfen nebeneinander aufgetragen werden (Theo van Rysselberghe). Löst man hiebe! die Mischfarben zugleich in ihre optischen Bestandteile auf und überläßt die Mischung dem Auge, so entsteht der Ddvisionismus (Segantini). Der P. ist eine typische Erscheinung der materialistisch-naturwissen-
schaftlichen Beeinflussung der Malerei gegen 1900.
Polaert, Joseph (A), geb. 1816 Brüssel, gest. 1879 ebda. Erbaute 1866/79 den riesigen Justizpalast in Brüssel, ferner die Kathari-nenkdrche und das Theater de la Monnaie. Stark modernisierte Spätrenaissance.
Polre, Emanuel, genannt Caran d’Ache (Gr), geb. 1859 Moskau, gest. 1909 Paris. Illustrierte viele Bücher (Geschichte Marlbo-roughs). Illustrativer Mitarbeiter von mehreren Pariser Zeitungen und Zeitschriften. München: Pollajuolo, Antonio (M u. B), geb. 1438 Florenz, gest. 1498 ebda. Schüler seines Vaters, eines Goldschmiedes. Ging dann zur Malerei und zur Bronzeplastik über, in welcher er bedeutende Arbeiten der ausgehenden Florentiner Frührenadss. schuf. Plastische Werke: Kleinfiguren und Gruppen aus Bronze, mytholog. Themen,, Grabmäler der Päpste Sixtus IV. (1493) und Innocenz VIII. (1492) in Rom, St. Peter. Gemälde (manche zusammen mit seinem Bruder P i e r o P. (1443 bis 1496): Ausmalung der Portugalkapelle in S. Miniato, Florenz: Tafelbilder mythologischen Inhaltes in den Uffizien, London u. Berlin von lebhaftester Bewegung und guter Darstellung des Nackten. Ausgezeichnete Goldschmiedearbeiten, Entwürfe für Para-meinte (Florenz, Domopera), und wirkungsvolle Stiche. Monogr. v. M. Cruttwell (London 1907, engl.).
Pollak, Jan (M), aus Polen, seßhaft in München, seit 1480, gest. ebda. 1S19.
Hauptwerk ist der Hochaltar (Flügelaltar) von Weihenstephan,, München. Alte Pinak. 1483. Süddeutsche Spätgotik; kräftiger Realismus.
Pollak. Wilhelm (M), geb. 1802 Wien, gest. 1860 ebda. Große, leicht heroisch empfundene Alpenlandschaften. Die Tderstaffage oft von Fr. Gauermann.
Hauptverzeichnis: Kunstlexikon P
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Artikel erstellt am Monday, September 28th, 2009 Kategorie Kultur, Kunstlexikon, Künstler. RSS Feed RSS 2.0 feed. Eintrag erweitern or Trackback von Ihrer Webseite.







