MISSING PEOPLE (Ralph Ueltzhoeffer)
Grundlange dieser raumübergreifenden Installation, die sich an mehreren Orten in New York City fast gleichzeitig und in ähnlicher Konstellation dem Betrachter darbot, war das “Multiple Portrait” MISSING. Ralph Ueltzhoeffer bediente sich des aktuellen “People Missing Report”, dieser bot ihm die Grundlage, aus mehreren Einzelportraits vermisster Personen ein anonymes, multiples Portrait zu erstellen. Gemeinsam mit der Künstlerin Laura Maria May konnten Anfang 2008 an Orten wie dem Ground Zero, dem Cafe Europe und in der Chelsea Art Gallery - Tomwell, die Textportraits ausgestellt bzw. installiert werden. [...] Mehr bei Art Opsent - Blum Roberts Gallery, Daniel Marks.

*Installation: Textportrait “Missing” - Ground Zero, New York 2008 - Ralph Ueltzhoeffer und Laura Maria May. (Digitalprint auf Netzplane) Ausstellung Ralph Ueltzhoeffer
*Titel: “11. März 2011″, Digitalprints, Blattgold auf Leinwand.
*Installation: “Web 2.0 Identity”, C-Prints/Textportraits.
Ralph Ueltzhoeffer. Fragile Identität.
Jäger und Sammler in den Weiten des World Wide Web, getrieben von den unergründlichen Tiefen eines täglich wachsenden Mediums unserer Zeit. Die virtuelle Welt eines Künstlers, der wie kein anderer Fragmente des Internets in seiner Kunst widerspiegelt. Es ist sicherlich der kurze Moment, in dem durch die räumliche Dimension der lesbare Text sich zu einem erkennbaren Bild formt, ein kurzer Moment der unverwechselbaren Identität. Der Künstler vereint biographische Schriften, Wortfetzen, Zeitscalen mit fotografischen Elementen zu einer neuen visuellen Einheit, dem lesbaren Porträt. Vielschichtig und nahe an netzspezifischen Vorgängen entlarvt seine Kunst die Unfehlbarkeit des geschriebenen Wortes zu einer Halbwahrheit, die unweigerlich als Lüge endet.
Der vierteilige Frame “MISSING” beschreibt unmissverständlich und unverblümt den tatsächlichen Vorgang des Vermissens mehrfach durch die vermisste Person und die plakative Schrift, die sich als Textportrait innerhalb des Frames einer Reduktion aussetzt. Am Ende steht nur noch das lesbare Wort und lässt somit den gedanklichen Ablauf revuepassieren. Schnellebig präsentiert sich die Medienvielfalt im Internet, selbst die Kunst die geschichtlich betrachtet als gewachsene Größe ihr Terrain bis Ende des letzten Jahrhunderts gut verteidigen konnte, weicht zunehmend einer rasanten Medienentwicklung. Die nur schwer zu durchschauenden Vorgänge im Web repräsentieren sich in seiner künstleischen Arbeit auf ganz subtile Weise. Internetprojekte, die sich auf tausende von Webseiten verteilen um spamartige Erscheinungsformen anzunehmen, begleiten den Künstler seit Jahren. Mit dem Schritt einer parallelen Präsentation seiner Arbeit innerhalb und außerhalb des Webs, bringt er augenscheinig Ruhe und Beständigkeit und bietet weitere außergewöhnliche visuelle Reize, die das Netz in dieser Form nicht hervorbringen könnte. [...]

[...] Schrift und Porträt begleitet den Deutschen Konzept-Lichtkünstler Ralph Ueltzhoeffer. Installationen an historischen Orten wie z.B am „Ground Zero“ in New York oder wie kürzlich in der Bibliothek des Deutschen Bundestages, Berlin (Deutscher Bundestag – Ralph Ueltzhoeffer). Ob mit den Worten „MISSING“ – als Textporträt vermisster Personen oder als offene und geschlossene Augen „Open/Closed“ der Mannheimer Künstler erweitert die jeweiligen Worte zu Begriffe im direkten Zusammenhang historischer Orte und Begebenheiten. Eine digitale Kunst die sich dem Internet bedient und aus biographischen Texten vornehmlich der freien Enzyklopädie Wikipedia und frei verfügbaren Porträtfotographien eine neue grafische Einheit schafft. Nun mehr zehn Jahre liegt der Gedanke einer visuellen Einheit aus Textinformation und Porträtfotografien zurück. Porträts (Textportraits) prominenter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Das erste Textportrait das Ralph Ueltzhoeffer erstellte war von der Englischen Fußballikone David Beckham (2002) …”).
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| Installation: Deutscher Bundestag, Berlin. |
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Ralph Ueltzhoeffer: "Open/Closed". |
[...] Die Portraitkunst von Ralph Ueltzhoeffer erschließt eine bis dato gänzlich unbekannte Weise des Portraitierens von Personen. Der Biografietext und das Portraitfoto gehen eine Symbiose ein und verschmelzen zu einem untrennbaren Ganzen. (Lumas Editionen)