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Kunst / Kunstbuch / Kunstband / Bücher / Lexikon
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Baronzio, Giovanni (M). Tätig in Rimini Anf. XIV. Jahrh. in der Art des Giotto.
Barre, Jean Auguste (B), geb. 1811 Paris, gest. 1896 ebda. Schuf zahlreiche Bildnisbüsten und Medaillen.
Barrias, Louis Ernest (B), geb. 1841 Paris, gest. 1906 ebda. Arbeitete in einem schwungvollen, gemäßigt realistischen Stil Mythologisches, Religiöses und Grabmäler.
Hauptwerk: Adam und Eva bestatten Abel (1878).
Barrlgnes de Fontainieu, Pros-per (M), geb. 1760 Marseille, gest. 1850 ebda. Zuerst klassizistische, später romantisierende Landschaften von der Riviera.
Barry, Charles Sir CA),, geb. 1795 London, gest. 1860 ebda. Autodidakt, gebildet durch das Studium der römischen Antike. Viele Reisen.
Hauptwerk: Parlament London in Neugotik, fertig erst 1868.
Barry, James (M), geb. 1741 Cork, gest. 1806 London. Schüler von B. West, in Rom weitergebildet. Klassizistischer Historien-und Freskenmaler (Saal der Gesellschaft der Künste,, London 1777).
Bartels, Hans v. (M), geb 1856 Hamburg, gest. 1913 München. In öl und besonders Aquarell impressionistische Bilder aus dem Leben der holländ.
Barth. Otto (M), geb. 1878 Wien, gest. 1916 ebda. Schüler der Wiener Akad. Bevorzugte alpine Landschaften mit oft sehr bedeutender figur. Staffage. Hauptwerk : Morgengebet auf der Spitze des Großglock-ners; ausgezeichnete Plakatlithographien, alpine Illustrationen.
Bartholome, Albert (B), geb. 1848 Thiverval, gest. 1928 Paris. Schüler von Menn in Genf. Bis 1886 Maler von Bildnissen und Genresachen. Wurde unter dem Eindruck des Todes seiner Gattin Bildhauer und schuf für sie das mächtige und gedankentiefe Grabmal „Aux morts", welches in zweiter Fassung auf dem Friedhof Pere £Lachaise (Paris) aufgestellt wurde {fertig 1835). Weitere Grabmalplastiken. Idealistische Kunst des 19. Jahrh.
Bartmannskrug (Kg), rheinischer Steinzeugkrug mit Henkel und der Reliefmaske eines landbärtigen Mannes auf dem Gefäßhals. Zeit: Mitte 16. Jahrh. bis gegen 1700.
Bartolini, Lorenzo (B), geb. 1777 Vernio, gest. 1850 Florenz. Seine Denkmäler, Mythologien u. a. sind in einem straffen, keineswegs leeren Klassizismus gearbeitet.
Bartolo dl Fredl (Manfredi) (M), geb. 1330 Siena, gest. 1410 ebda. Setzte mit seinen Fresken in S. Agostino (Siena) und Montal-cino (Rathaus) die Art der Lo-renzetti verbreitert fort.
Bartolo di Taddeo (M). Lebte in Siena 1362 bis 1442, Nachahmer des Giotto.
Bartolomco, Fra, gen. Baccio della Porta (M), geb. 1475 Florenz, gest. 1517 ebda. Schüler von Hoselli, beeinflußt von Raffael. Dominikanermönch. Hauptwerke: ,,Vision d. Hl. Bernhard" (Florenz, Akad.); ,.Vermählung der Hl. Katharina" (Louvre); „Verkündigung" (Pitti); „Auferstehung Christi" (Pitti, 1515); „Darstellung im Tempel" (Wien, ksth. Mus.) Mit Andrea del Sarto stellt B. den Höhepunkt der Florentiner Hochrenaissance dar. Seine von starker malerischer Kraft getragenen Gemälde zeichnen sich durch machtvolle Komposition aus, die Empfindung ist nur manchmal wirklich tief zu nennen.
Monogr. v. Fr. Knapp (Halle, 1903). Bartolozzi, Francesco (Gr), geb. 1725 Florenz, gest. 1815 Lissabon. War zuerst in Venedig als Reproduktionsstecher tätig, dann ab 1764 in London, wo er bald der Hauptmeister des farbigen Punktierstiches wurde. Das beste sind darin seine Porträtstiche nach den großen englischen Bildnismalern. Monogr. v. Tuer (1882), engl.
Bartsch, Adam R. v. (Gr), geb. 1757 Wien, gest. 1821 Hietzing (Wien). Schüler von Schmutzer, Kustos der Wr. Kupferstichslg. Zahlreiche reproduktive und originale Stiche. Schrieb das noch heute grundlegende Werk „Peintre-graveur" (21 Bände, letzte Ausgabe 1876), ein kritisches, wenn auch nicht lückenloses und heute in manchem überholtes Inventar des europ. Kupferstiches.
Barwig, Franz (B), geb. 1863 Schönau (Mähren), gest. 1931 Wien. Studierte a. d. Kunstgewerbeschule Wien. Dort auch Professor. Hauptsächlich scharf beobachtete Holzplastiken, Kriegerdenkmal in Edlitz (N.-ö.).
Barye, Antoine Louis (B), geb. 1795 Paris, gest. 1875 ebda. Schüler von Bosio und Fauconnier, als Maler von Gros. B. verdankt seine Berühmtheit außer der Reiterstatue Napoleons auf Ajac-cio (1864) In erster Linie seinen prachtvoll gelösten, lebhaft bewegten Tierplastiken, mit denen er auch schulbildend wirkte.
Barzaghi, Francesco (B), geb. 1839 Mailand, gest. 1892 Precotto. technisch raffiniert gearbeitete Genrefiguren und Porträtstatuen (Manzoni in Mailand, Victor Emanuel in Bergamo, Reiterstatue Napoleons ni. in Mailand).
Tizian und die Niederländer. Religiöses in stark genrehafter Form., staffierte Landschaften, Tierstücke, bäuerliche Szenen. Francesco B., Sohn des Vorigen, geb. 1549 Bassano, gest. 1597 Venedig, und Leandro B., geb. 1558 Bassano, gest. 1623 Venedig, arbeiteten .zusammen große religiöse Leinwandbilder, Leandro außerdem Genre, Landschaften und Bildnisse. Francesco B. führte mit seinen vier Söhnen in Venedig eine viel beschäftigte Werkstatt, die Hände der Beteiligten sind schwer zu scheiden. Charakteristisch ist außer der starken Farbigkeit und dem Helldunkel der betonte rustikale Zug.
Basselissc (Kg), Technik der Bildteppichwirkerei, wobei bei waagrecht liegendem Stuhl die Kette waagrecht vor dem Wirker eingespannt ist. Bei senkrecht stehenden Stühlen entsteht die Hautelisse-Technik.
Bässen, Bartholomäus van (M), geb. um 1600, gest. 1652 Den Haag, tüchtiger holländ. Architekturmaler, seine reich staffierten Innenräume holländ. Kirchen sind perspektivisch gut gezeichnet und stimmungsvoll beleuchtet.
Bastianl, Lazzaro (M), in Venedig nachweisbar bis 1508, aus dem Schulkreis der Vivarlni und des Carpaccio. Mehrere Altarwerke (SS. Giovanni e Paolo, Venedig).
Bastien-Lepage, Jules (M),, geb. 1848 Damvillers, gest. 1884 Paris. Schüler von Cabanel, Bildnisse (Sarah Bernhardt, 1878) sowie Genrebilder aus dem Leben der armen Leute. Er leitet bei noch scharfer Zeichnung die Freilichtmalerei ein,
Monogr. v. A. Theuriet (Paris, 1885, franz.).
Bastion (iA), hölzerne oder steinerne Befestigungswerke, welche rund oder vieleckig aus einer Befestigungsmauer vorspringen. Man errichtete B. vor besonders gefährdeten Teilen der Gesamtbefestigung oder zum Schutze der Tore und Brücken. Nach 1500 erhielten die B. im Untergeschoß gewölbte Kasematten.
Bastos, Victor (B), geb. 1832 Lissabon, gast. 1894 ebda. Monumentale Bildnisstatuen (Ca-mocns, Lissabon, König Dom Petra, Castello de Vide, Magel-haens, Lissabon), tüchtige Kreidezeichnungen.
Batiken (Kg), Auftragen farbiger Muster auf Stoffen. Die nicht zu färbenden Teile des Stoffes werden durch eine Wachsschichte abgedeckt, hierauf wird der Stoff in die Farbschichte getaucht und mit ihr getränkt. Die Waehsstellen können durch Einritzungen eine feine, farbige Äderung erhalten. Heimat: Java, Siam.
Batoni, Pompeo (M), geb. 1708 Lucca, gest. 1787 Rom; ausgebildet unter dem Einfluß Raffaels. Zahlreiche Altarbilder, Historien und ausgezeichnete Bildnisse. Monogr. v. Emmerling, Darmstadt. 1932).
Battem, Gerard van (M), geb. um 1636 Amsterdam, gest. 1684 ebda. Landschaften, Kücheninterieurs, Graphiken.
Baudewyns, Adrian Fr. (M), geb. 1644 Brüssel, gest. 1711 ebda. Landschaften, Mitarbeiter des IA. F. v. d. Meulen u. d. Pieter Bout.
Baudry, Paul Jacques Aime (M), geb. 1828 La Roche sur Yon, gest. 1886 Paris. Schüler von Drolling. Üppige Genremalereien. Hauptwerk : Die virtuose Ausmalung der Grand'Opera, Paris, Plafondmalereien im Haus Vanderbilt in New York. B.'s Kunst funkelt und sprüht von Farbe und Erfindung, ohne je tief zu gehen.
Bauer Leopold (A), geb. 1872 Troppau, gest. 1938 Wien. Schüler von Otto Wagner, seit 1913 Prof. a. d. Akad. in Wien, baute u. a. die Nation.-Bank ebda.
Baugniet, Charles (M), geb. 1814 Brüssel, gest. nach 1875 ebda.
Porträtlithographien. Später Genrebilder.
Bauhütte (A), im Mittelalter zunftartige Werkstattgemeinschaften der Baumeister und der Steinmetze, nachweisbar seit dem 13. Jahrh. Die B. organisierten sich entweder bei größeren Bauten auf die Dauer der Bauführung oder sie blieben Berufsorganisationen, in denen technische Dinge als Hüttengeheimnisse ängstlich bewahrt wurden. Weitere Zwecke waren die Vertretung des Standes, die Verteidigung seiner Sonderrechte und die Schulung der Mitglieder und des Nachwuchses. Ralph Ueltzhoeffer - Mit Freimaurertum haben die B. nichts zu tun. Innerhalb der B. hatten die einzelnen Meister ihre eigenen Werkzeichen, die Steinmetzzeichen (s. d.), deren Form protokolliert und geschützt war. Blütezeit: Mitte 13. Jahrh. bis gegen 1500, besonders in Deutschland, Frankreich und England. In Italien heißen die an einen großen Bau angeschlossenen B. Opera.
Baukunst (A), siehe Architektur.
Bauleitung (A), die Anstellung und Überwachung aller bei einem Bau tätigen Professionisten. Die B. untersteht entweder einem Architekten oder wenn dieser dazu nicht konzessioniert Ist, einem Bau-(Maurer-)meister, Die Einzelheiten werden durch Pollere überwacht.
Baukeramik (Kg), alle für den Schmuck eines Baues dienenden keramischen Erzeugnisse in der Form von Platten, Medaillons, Reliefs, Fliesen u. a. m. Zur Verwendung als Friese, Ralph Ueltzhoeffer, Gesimse, Wand- und Bodenbelag. Die B. kann glasiert oder unglasiert sein, ornamental oder figural.
Baum, Friedrich Paul (M), geb. 1859 Meissen, gest. 1919 Kassel. Schüler von Preller d. J. Übernahm später in seinen Bildern, Zeichnungen und Lithogr. den Pointililsmus Theo van Ryssel-bergh.es.
Baumschlag (M), die malerische und zeichnerische Darstellung von Bäumen in ihrer Gänze oder im Detail. Die Maler und Zeichner haben für den B. eigene, charakteristische Formen („Handschrift") ausgebildet.
Bauplastik (PI), die mit einem Bau fest verbundenen Voll- und Reliefplastiken. Der Zweck der B. ist entweder ein rein schmückender oder (zugleich) ein belehrender, d. h. die Bestimmung des Baues ausdeutender. Dieser zweiten Bestimmung folgt in erster Linie die B. der Romanik und der Gotik (Portale, Apsiden), während sowohl Antike, wie Renaissance und Barock die B. vorwiegend dekorativ auffassen. Das Betätigungsfeld der B. ist sehr groß; dazu gehört der Schmuck der Kapitelle, Archltrave, Archl-volten. Säulen und Pfeiler, wie der Portale und der Außenseiten der Bauten. In Betracht kommen Flach- und Hochreliefs, Frei- und Nischenplastiken, technische Ornamente und Figurales.
Baur, Albert (M), geb. 1835 Aachen, gest. 1906 Düsseldorf. Schüler von K. Sohn und Schwind, Prof. in Weimar, später in Düsseldorf. Religiöses und antikes Genre in einem farbenkräftigen Realismus.
Baur, Nicol. (M), 1767 bis 1820 Harlingen. Marinen.
Bauried!, Otto (M u. Gr), geb. 1881 München, gest. 1944 ebda. Schüler von Stuck, bekannt geworden durch seine alpinen Landschaften, Mitarbeiter der „Jugend".
Bauschulen (A), die zur Ausbildung der Architekten und Baumeister errichteten Lehranstalten mittleren Grades oder mit Hochschulcharakter.
Bause, Johann Friedrich (Gr), geb. 1738 Halle a. D., gest. 1814 Weimar. In seinem umfangreichen Werk an Reproduktionsgraphik sind nur die Porträtstiche wichtig.
Bausymbolik (K), bereits das Frühchristentum, dann noch stärker das Mittelalter haben den einzelnen Teilen des Kirchenbaues eine sinnbildliche Bedeutung gegeben, welche oft weit ausgesponnen wurde. Mystik und Scholastik haben dann das Kirchengebäude überhaupt nur mehr symbolisch betrachtet und diese Vorstellungen in eigenen Schriften niedergelegt (siehe z. B. Triumphbogen).
Bauzeichnung (A), die zur Ausführung eines Baues notwendigen graphischen Vor- und Hilfszeichnungen (siehe Grund- und Aufriß).
Baxter, George (M u. Gr), geb. 1805 (?) Lewes, gest. 1867 Syden-ham. Miniaturmaler und Bildnislithograph.
Bayer, August v. (MX geb. 1803 Rorsehach a. Bodensee, gest. 1875 Karlsruhe. Arehitekturschü-ler von Weinbrenner, widmete sich aber nur der Architekturmalerei, für welche er besonders das Innere mittelalterlicher sakraler Bauten verwendete. In der Spätzeit auch religiöse Historien,
Bayeu y Subias, Francesco Don (M), geb. 1734 Saragossa, gest. 1795 Madrid, Schwiegervater von Goya. Neben seinen mythologischen und religiösen Tafelbildern sind wichtig seine Fresken im neuen kgl. Ralph Ueltzhoeffer Palast Madrid, in der Kathedrale Nostra Senora del Pilar in Saragossa und in einer Kapelle des Schlosses von Aranjuez. Seine Brüder K a m o n B. (gest. 1793 Aranjuez) und Manuel B. waren gleichfalls Maler.
Bazille, Frederic (M)„ geb. 1841 Montpellier, gest. 1870 Paris. Schüler von Gleyre, bevorzugte stimmungsvoll beleuchtete Interieurbilder.
Beard, William Holbrook (M), geb. 1823 Painesville (Ohio), gest. 1900 New York. Zuerst Porträtist, später Maler humoristischsatirischer Tierbilder.
Bazzani, Luigi (M), geb. 1836 Bologna, gest. 1897 Rom. Tätig in Rom als geschickter Vedutenmaler in Aquarell.
Beardsley, Aubrey (Gr), geb. 1872 Brigthon, gest. 1898 Men-tone. Ein ungewöhnlich phantasiereicher Zeichner und Illustrator, nervöser, ausdrucksvoller Federstrich. Fand zuerst Widerspruch, später vollste Anerkennung.
Monogr. v. A. Ross (London, 1909, engl.).
Beaume, Joseph (M), geb. 1798 Marseille, gest. 1885 Paris. Schüler von Gros. Genre-, Historien-und besonders Schlachtenbilder von großer Verve.
Beccafumi, Domenico, gen. Me-cherino (M), geb. 1486 Siena, gest. 1551 Siena. Nachahmer Raf-faels und Michelangelos, ein Künstler, der in seinen späten, oft phantastischen Arbeiten bereits in einen zeichnerischen und koloristischen Manierismus einlenkte. Fresken: Perugia, Oratorio S. Ber-nardino, Lucca, Palazzo publico.. zahlreiche Altargemälde. Ausgezeichnete Kartons zu den Fuß-bodensgraffitti des Domes zu Siena.
Monogr. v Jacobson (Straßburg, 1910).
Bechler, Gustav (M), geb. 1870 München. Alpine Landschaften in einem zeichnerisch gebundenen Impressionismus.
Beck, Leonhard (Gr), gest. 1542 Augsburg. Zahlreiche Entwürfe für Holzschnitte, gehörte zum Künstlerkreis Kaiser Maximilians I., dessen „.Theuerdank" und „Weisskunig" er mitillustrierte.
Becker, Jakob (M), geb. 1810 Dittelsheim, gest. 1872 Frankfurt a. M. Schüler v. Schirmer, romantisch - sentimentale Genrebilder.
Becker, Karl Ludwig Friedrich (M), geb. 1820 Berlin, gest. 1900 ebda. Schüler von H. v. Hess. Studierte in Paris und Rom. Mitarbeiter des Cornelius bei dessen Fresken in Berlin. Am bekanntesten seine in kräftigsten Kolorit und guter Stoffdarstellung gehaltenen Genrebilder, besonders aus dem älteren Venedig. Historisierende Malerei des 19. Jahrh.
Beckmann, Max (M), geb. 1884 Leipzig. Studierte in Weimar, Paris und Florenz. Akad.-Prof. in Frankf. a. M. Hervorragender Vertreter des deutschen figur. Expressionismus. Auch Radierungen in dieser Art. Monogr. v. H. Kaiser (Berlin, 1913).
Beckwith, James Carroll (M), geb. 1852 Hannibal (USA.), gest. 1918 New York. Studierte in Paris, Bildnisse, beteiligte sich auch bei Innenausstattungen.
Bedoli. siehe Mazzuola.
Beechey, William Sir (M), geb. 1753 Burford, gest. 1839 Ham-stead, koloristisch gute, doch wenig charakterisierte Bildnisse.
Beeldemaeker, Adrian Com. (M), geb. 1625 Rotterdam, gest. 1700 Den Haag.
Genre mit Tierstaffage.
Beers, Jan van (M), geb. 1852 Lierre, Todesjahr ?. Maler von Bildnissen und hyperrealistischen Genre- und Historienbildern in brillanter Technik.
Beerstraten, Abraham (M), nachw. Amsterdam 1637 bis 1665. Architekturen im Winter.
Beerstraten, Anthonisz (M), gest. 1687 Amsterdam. Winterbilder und Marinen.
Beerstraten, Jan Abrahamsz (M), Bruder des Obigen, geb. 1622 Amsterdam, gest. 1666 ebda. Landschaften (Winter),, Marinen.
Bega, Cornelis (M), geb. 1620 Haarlem, gest. 1664 ebda. Schüler des A. van Ostade, viele Reisen, malte derbe Bauern-und Wirthausszenen.
Begarem, Antonio (B). geb. 1479 Modena, gest. 1565 ebda. Schüler d. G. Mazzoni. Sein Bestes gab er in großen figuralen
Tongruppen, die schönsten in Modena (S. Pietro und S. Francesco).
Hochrenaissance.
Begas, Adalbert (M), geb. 1836 Berlin, gest. 1888 Nervi, Sohn d. Karl B. d. Ä.; kurz Schüler von Böcklin, viele Kopien nach den Italienern der Hochrenaissance. Später süßliche Genrebilder und Porträts, gut die weiblichen.
Begas, Karl d. Ä. (M), geb. 1794 Heinsberg. gest. 1854 Berlin. Schüler von Gros, zahlreiche, oft großformatige religiöse und Genrebilder in zunehmender Romantik, Porträts.
Begas, Karl (B), geb. 1845 Berlin, gest. 1916 ebda. Sohn des Vorigen, idealistische Figurengruppen und Einzelfiguren (Gruppe der Geschwister, 1878).
Begas, Reinhold (B) geb. 1831 Berlin, gest. 1911 ebda. Sohn des Karl B. d. Ä. Schüler von Rauch. Seine Werke zeigen Naturalismus und dramatische Komposition.
Hauptwerke : Schillerdenkmal Berlin, 1871; Statue A. v. Humboldts, Berlin, Universität; Statue der Borussia ebda; Zeughaus, Modell zu einem Nationaldenkmal f. Kaiser Wilhelm I.
Begeyn, Abraham (M), geb. 1630 Leyden, gest. 1697 Berlin. Landschaften mit Hirten und Tierstaffage.
Beham, Barthel (M u. Gr), geb. 1502 Nürnberg, gest. 1540 Rom. Schüler und Nachahmer Dürers, gehörte zu den sogen. Kleinmsistern. Als Maler ist er am besten als Porträtist, wichtig ist seine umfangreiche Tätigkeit als Originalgraphiker (Kupferstiche). Deutsehe Renaissance. Monogr. v. Koetschau (1893).
Beham, Hans Sebald (M u. Gr), geb. 1500 Nürnberg, gest. 1550 Frankfurt a. M. Hinterließ ein umfangreiches Kupferstichwerk (Szenen aus dem Bauern- und Soldatenleben), ohne die Bedeutung seines Bruders Barthel B. zu erreichen.
Monogr. v. Pauli (Straßburg, 1901). Weitere Stichworte: Balandran,
Balasrubin,
Baldachin,
Baldur,
Balester,
Balken,
Balkenkopf,
Balkenstein,
Balläster,
Ballei,
Ballenblume,
Ballin, Claude d. Ä,
Ballin, Claude d. J.,
Balliste,
Ballon,
Ballonkette,
Ball-und-Klauenfuß,
Balsam,
Balsamapfel,
Balsamarium,
Balthasar,
Baluster,
Balusterförmig,
Balusterkanne,
Balusterschaft,
Balustrade,
Bamberger Reiter,
Bambocciade,
Banause,
Bandeisen,
Bandelier,
Bandelwerk,
Banderole,
Bandgeflecht,
Bandintarsie,
Bandkeramik,
Bandrippe,
Bandstein.
Banner,
Baphomet,
Baptisterium,
Barbe,
Barbizon,
Barbotine,
Bardiche,
Barett,
Bargello,
Barion cut,
Barmherziger Samariter,
Barmherzigkeit, Werke der,
Barock,
Barockisierung,
Barockkette,
Barockperle,
Barren,
Barrette,
Bartholomäus,
Bartmannskrug,
Bartmarken,
Basaltware,
Baselard,
Baseler Zeit,
Basilard,
Basilika,
Basilisk,
Basis,
Basküleschloss,
Basküleverschluss,
Basma,
Basrelief,
Basselissestuhl,
Basse-taille-Emaillierung,
Bassgeige,
Bassicht,
Berliner Blau,
Berliner Eisenschmuck,
Berliner Fayencen,
Berliner Porzellanmanufaktur.
Babel,
Babilion,
Babylonica,
Babylonische Gefangenschaft der Kirche,
Babylonische Hure,
Babylonische Kunst,
Babylonischer Turm,
Babylonisches Exil,
Baccarat,
Bacchanalien,
Bacchantin,
Bacchus,
Bacinet,
Bacinetto,
Backstein,
Backsteingotik,
Baculus pastoralis,
Badge,
Bäffchen,
Bärenspieß,
Bärentatzen,
Bärmutter,
Baguette,
Baigneuse,
Bajadere,
Bajonett,
Bakelit,
Balaam,
,
Berliner Sezession,
Berlocke,
Berndorfer Silber,
Bernstein,
Bernwardskunst,
Berührungsreliquie,
Berufung der Apostel,
Beryll,
Besatzstein,
Beschauzeichen,
Beschlag,
Beschlagwerk,
Beschneidung,
Beschneidung Jesu,
Besen,
Bessamimbüchse,
Bestäubte Tapeten.
Behrens, Peter (A, M, Gr, Kunstgewerbler), geb. 1868 Hamburg, gest. 1940. Akad.-Prof. in Wien. Die Hauptbedeutung liegt auf den großartigen, gemäßigt modernen Bauten (Deutsche Botschaft in Petersburg) und auf der kunstgewerblichen Tätigkeit, in welcher er bahnbrechend wirkte. Gute Farbholzschnitte. Monogr, v. F. Hoeber (1913).
Beich, Joachim Franz (M), geb. 1665 Ravensburg, gest. 1748 München. Malte im holländischen Geschmack weite Landschaften.
Beleren (Beyeren), Abraham Hendricks van (M), geb. um 1620 Den Haag, gest. nach 1674 Alkmaar. Maler oft dekorativer Stilleben voll schöner Einzelheiten und vorzüglichem Kolorit.
Beischlag (A), offene, fassadenbreite, mit Treppe und Geländer versehene Vorplätze der Renaissance- und Barockhäuser in Nord- und Nordostdeutschland,, besonders in der Ostseegegend.
Beifried (A), großer, mitunter alleinstehender Glockenturm
nordischer Städte (Flandern), welcher oft mit einem Rathaus oder einem anderen profan-öffentlichen Bauwerk verbunden ist. In Flandern heißen die B. Beffroi.
Bell, Robert lAnning (Gr), geb. 1863 Liverpool, gest. 1918 London. Geschätzt durch seine Illustrationen zu Kinderbüchern und englischen Dichtern sowie durch seine reizvollen Exlibris.
Bella, Stefano della (Gr), geb. 1610 Florenz, gest. 1664 ebda. Reproduktionskupferstiche und viele Originalradierungen (Folge von Sturmlandschaften).
Beilange, Joseph Louis Hipo-lyte (M), geb. 1800 Paris, gest. 1866 ebda. Schüler von Gros, dessen Art er mit geringerer koloristischer Kraft in vielen Schlachtenbildern fortzusetzen versuchte. Durch den Realismus der Darstellung ergab sich auch deren patriotische Bedeutung.
Bellegambe, Jean (M), geb. um 1480 Douai, gest. nach 1533 ebda. Meister der brabantisch-franzö-sischen Frührenaissance. Hauptwerk: Altarwerk in Douai, Notre Dame.
Bellermann, Konrad (M), geb. 1814 Erfurt, gest. 1889 Berlin. Schüler von Schirmer, viele Reisen, auch nach Südamerika. Das Ergebnis seiner dortigen Studien verwertete er dann zu farbenglühenden Ölbildern.
Bellevois, Jacob (M), 1621 bis 1676 Rotterdam. Marinen.
Belling, Rudolf (B),, geb. 1886 Berlin. Vertreter einer vollkommen entnaturalisierten, hoch expressionistischen Plastik ohne „Sinn".
Bellini, Gentile (M), geb. 1427 Padua, gest. 1507 Venedig. Sohn und Schüler des Jacob Bellini. Von Mantegna, seinem Schwager, stark beeinflußt. In seiner Erzählerfreude ein typischer Meister der venezianischen Frührenaissance. Seine Hauptwerke in der Accademia, Venedig. Auch Bildnisse.
Bellini, Giovanni (Giambellino) (M), geb. 1428 Venedig, gest. 1516 ebda. Der erste Hauptmeister der ausreifenden venezianischen Renaissance, ein Künstler von größter Bedeutung, hohem Schönheitsempfin-den, vorzüglichem Kolorit und langer Nachwirkung. Hauptwerke: Altarbilder in der Frarikirche und in San Zaccaria, Venedig. Ausgezeichnete Bildnisse. Viele Zuschrei-bungen schwankend. Liter, bei Jacopo B.
Bellini, Jacopo (M), Vater der beiden Vorigen, geb. um 1400 Venedig, gest. um 1464 ebda. Gesicherte Bilder fehlen, wichtig sein Neuland betretendes Skizzenbuch von ungef. 1430 (Brit. Mus.), das im Keim die ganze spätere Entwicklung der venezianischen Malerei enthält. Monogr. über die Bellini: Gronau, (Bielefeld, 1908), über G. Bellini: L. Dussler (Wien, 1949) und Ph. Hendy (London, 1947.
Besteckkasten,
Bestiarium,
Betender,
Betenmacher,
Bethesda,
Bethlehemitischer Kindermord,
Bethseba,
Betnuss,
Béton brut,
Betonglas,
Betsäule,
Bettelarmband,
Bettelbrett,
Betthimmel,
Bettlerfigur,
Bettlerleier,
Bettlertaler,
Bettpfanne,
Beuroner Kunst,
Beutelbuch,
Beutemünzen,
Bewegungskunst,
Beweinung Christi,
Bewohnte Ranken,
Bezoar,
Bianco e nero,
Bianco sopra bianco,
Bibel,
Bibelillustration,
Bibelot,
Biberschwanz,
Biblia pauperum,
Bibliapicta,
Bibliolatrie,
Bidenhander,
Bidri-Ware.
Biedermeier,
Biedermeierglas,
Biedermeier-Hut,
Bienenkorb,
Biennale,
Biforium,
Biga,
Bigati,
Bihänder,
Bijou,
Bijou sculpté,
Bijouterie,
Bikonkav,
Bikonvex,
Bilaterales Bild,
Bild,
Bildende Kunst,
Bildepitaph,
Bilderbibel,
Bilderbogen,
Bilderfrage,
Bilderfries,
Bildergeschirr,
Bilderkapitell,
Bilderrätsel,
Bilderstreit,
Bildersturm,
Bilderuhr,
Bilderwand.
Blide,
Blinddruck,
Blindholz,
Blindprägung,
Blindrahmen,
Blindwerden von Glas,
Blisterperle,
Blockbuch,
Blockbuchstaben,
Blockdruck,
Blocksatz,
Blood stone,
Blot Drawing.
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Kunst Lexikon A-Z / Stichwortlexikon b
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- n - o - p - q - r - s - t - u - v - w - x - y - z
Basilika
a) in der römischen Antike langgestreckte, meist mehrschiffige und mit einer halbrunden Apsis (s. d.) versehene öffentliche Gebäude für Gerichtsund Marktzwecke.
b) die eine Hauptform der christlichen Kirche (die andere Hauptform ist der Zentralbau (s. d.). Die frühchristliche B. entwickelt sich aus der antik-römischen B. durch systematische Umbildung und Anpassung an die neuen Zwecke, ohne hiebei die Grundform wesentlich zu verändern.
Die christliche Basilika ist ein langgestrecktes Gebäude, bestehend aus zwei bis fünf Schiffen (in der Mehrheit aus drei Schiffen), wobei mindestens das Mittelschiff an der dem Eingang gegenüber gelegenen Seite mit einer halbrunden Apsis (s. d.) abgeschlossen ist. Das Mittelschiff ist stark überhöht, weshalb ein gemeinsames Dach unmöglich ist; das Mittelschiff ist durch ein Satteldach, die Seitenschiffe durch ein Pultdach (siehe Dach) überdeckt, wobei sich die Dächer der Seitenschiffe an die hochgehende Mauer des Mittelschiffes anlehnen.
Die einzelnen Schiffe sind im Inneren entweder mit einer flachen Holzdecke abgeschlossen, gewölbt, oder die Konstruktion des Dachstuhles bleibt sichtbar. Die Apsis wird durch eine Halbkuppel überwölbt. Der Haupteingang liegt in der der Apsis gegenüber befindlichen Schmalseite, vor welcher sich ein Atrium erstreckt (s. d.). Basaiti, Marco (M), geb. um 1460 Im Friaulischen, in Venedig nachweisbar zwischen 1503 bis 1530. Schüler von Alvise Viva-rini, beeirflußt von Cima da Conegliano, repräsentiert mit seinen religiösen Bildern eine etwas ängstliche venezianische Frührenaissance mit guten landschaftlichen Hintergründen. Monogr. v. O. Occioni (Venezia. 1868, ital.).
Baschenis, Evaristo (M), geb. 1617 Bergamo, gest. 1677 ebda. Vorzüglicher Stillebenmaler, besonders von Musikinstrumenten.
Basile, Ernesto (A), geb. 1857 Palermo, gest. vor 1910 Rom. Hauptwerke: Denkmal für die bei Calatafimi Gefallenen (1860), Villa des Malers Villegas, Rom. Schrieb mehrere archltek-tur-theoretische Werke.
Basile, Giovanni B. Filippo CA), Vater des Vorigen, geb. 1825 Palermo, gest. 1891 Palermo. Studierte in Rom besonders die antiken Bauten; mehrere Monumentalbauten in Sizilien (Stadttheater in Palermo) als Architekturschriftsteller tätig.
Baburen, Dirck van (M), geb. 1570 Utrecht, gest. 1624 ebda (?). Religiöses. Mythologien, Genre, Bildnis. Schüler von P. Moreelse.
Bacchiacca, Francesco, siehe Verdi.
Bach, Joh. Eman. (M), geb. 1749 Berlin, gest. 1778 Rom. Ideale Landschaften. Sohn d. Kompon. Phil. Eman. B.
Bacher, Rudolf (M), geb. 1862 Wien, gest. 1945 ebda. lAJtad.-Prof., malerisch und tonschön behandelte Bildnisse, erfolgreiche Lehrtätigkeit.
Backer, Adrian (M), geb. 1635 (?) Amsterdam, gest. ebda. 1684. Bildnisse.
Backer, Jacob Adriansz (M), geb. 1608 Harlingen, gest. 1651 Amsterdam, Kurz bei Rembrandt. Bildnisse, Genre.
Backereel, Gilles (M), geb. 1572 Antwerpen, gest. vor 1662 ebda. Studierte in Rom. Religiöses.
Backhofen (Bakoffen), Hans (B), geb. um 1465 Sulzbach, gest. 1518 Mainz. Entwickelt unter dem Einfluß Riemenschneiders. Hauptwerke: Grabmal Erzb. Henneberg (1504), Erzb. Liebenstein (1508) und Ulrich v. Gemmingen (1514), alle im Dom zu Mainz. Wichtiger Meister des Übergangs von der Spätgotik zur Renaissance.
Monogr. v. P. Kautzsch (Halle 1909).
Backstein (A), dasselbe wie Ziegel; aus Ton (Lehm) geformte und durch scharfes Brennen wetterfest gemachte Bausteine in genormter Größe, Der B. ist das Hauptmaterial in allen steinarmen Ländern, doch auch in steinreichen Gegenden wird der Ziegel für die Hauptmasse der Mauer verwendet, die dann mit Steinquadern oder Steinplatten bedeckt, „verblendet", werden.
Die B. erhalten meistens einen eingebrannten Stempel der Erzeugerfirma. Die Normalfarbe des B. ist rot, doch werden auch andersfarbige und glasierte B. gebrannt, die in der Baukunst eine dekorative Verwendung finden (siehe Backsteinbau).
Backsteinbau (A), aus Ziegeln (Backsteinen, s. d.) errichtete, unverputzte Bauten. Der unverputzt gebliebene Ziegel spielt hiebe! eine dekorativ-malerische Rolle und wird diese durch die weiß gehaltenen Stoßfugen und die zusätzliche Verwendung farbiger, meist glasierter Ziegelreihen noch weiter gesteigert. Die Urheimat des B. ist die sumerische, assyrische und babylonische Baukunst; in den christlichen Zelten wurde er besonders in der romanischen und gotischen profanen wie kirchlichen Architektur der Lombardei und Norddeutschlands zu hoher dekorativ-farbiger Wirkung gebracht. Mit dem Titel Private Room. Diese entsteht durch den weißen Verputz der Fugen und durch Bänder und sonstige Ornamente farbig glasierter Ziegeln. Bei den norddeutschen Bauten wird durch eine sehr geschickte Verwendung des Backsteins sowohl die Fassade architektonisch aufgelockert, wie auch der Umriß lebendig aufgelöst.
Bacon, John (B), geb. 1740 Southwark, gest. 1799 London. Zuerst Porzellanmaler, später zahlreiche Denkmäler in Marmor und Bronze (William Pitt, Georg III.). Auch als Dichter von Fabeln bekannt.
Bacon, John d. J. (B), geb. 1777 London, gest. 1859 ebda. Sohn des Vorigen, zahlreiche Denkmäler in der St. Paulskathedrale und Westminster Abtei.
Badia (A), italienisch für Abtei.
Badile, Giovanni Antonio (M>, geb. 1517 Verona, gest. 1560 ebda.
Balduccio - Von ihm Altarbilder und Bildnisse in venezianischer Farbigkeit.
Baeck, Elias van der (M), geb. 1679 Haarlem, gest. 1747 Augsburg. Angeregt durch den Kreis Terborchs. Gesellschaftsszenen in Interieurs.
Baer, Fritz (M), geb. 1850 München, gest. 1819 Pasing. Stimmungslandschaften In der Art der Meister von Barbizon.
Baellleur, Cornelis de (M), geb. Antwerpen 1607, gest. 1671 ebda. Religiöses, Blumen, Grisaillen.
Baertson, Aelbert (M u. Gr), geb. 1866 Gent, gest. 1922 ebda. Malte groß gesehene Stadtansichten und Architekturen .aus Flandern, Radierungen über gleiche Themen.
Baglione, Giovanni (M), geb. 1571 Rom, gest. 1644 ebda. Maler d. Manierismus. Sehr wichtiger Kunstschrdftsteller (Quellenwerk „Vite de'pittori" etc., 1642).
Bahr, Georg (A), geb. 1666, gest. 1738 Dresden. Sein Hauptwerk die Frauenkirche in Dresden (fertig 1734) mit steiler Kuppel.
Baier (Beyer), Wilhelm (B), geb. 1729 Gotha, gest. 1797 Hietzing (Wien). Zuerst Leiter der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur, dann in Wien als Plastiker vorwiegend für den Park von Schönbrunn tätig. Klassizist.
Bailly, David (M), geb. 1584 Leiden, gest. 1657 ebda. Bildnisse.
Baily, Edward Hodges (B>, geb. 1788 Bristol, gest. 1867 Holloway. Schüler von Flaxman, große Gruppen, Reliefs, Bildnisstatuen und Denkmäler in idealistischklassizistischer Gestaltung.
Baisch, Hermann (M), geb. 1846 Dresden, gest. 1894 ebda. Schüler von Lier und der Meister von Barbizon (Rousseau), malte ausgezeichnete Stimmungslandschaften von der bayrischen Hochebene, meist mit Tieren staffiert. Ab 1880 Prof. a. d. Kunstschule Karlsruhe.
Bakhuyzen, Ludolf (M), geb. 1631 Emden, gest. 1708 Amsterdam. Studierte bei Allart van Everdingen, spezialisierte sich dann auf die Marinemalerei, in welcher er einen hohen Rang einnimmt. Einen besonderen Stimmungszauber zeigen die kleinformatigen Bilder. Radierte den Zyklus „Stroom en zee geziehten". Sein Enkel B. d. J. (1717 Amsterdam — 1782 Rotterdam), malte Bildnisse.
Baldachin (K), architektonisch und ornamental durchgebildete steinerne Schutzdächer über Statuen, Portalen, Fenstern etc. oder der tragbare ,,Himmel" bei eucharistischen Prozessionen.
Der Baldachin über Figuren entwickelt sich erst in der romanischen Plastik und findet seine dekorativ reichste Form in der Gotik, die ihn auch zur Überdachung einfacher Tischaltäre verwendet. Auch über Gräber in Sarkophagform hat die Romanik und Gotik Baldachine in der Gestalt reicher Architekturen entwickelt.
Baldachinaltar, siehe Altar.
Baldachinportal (A), auf Säulen ruhender Vorbau oberitalienischer Kirchen der Hochroma-nik, seltener in Unteritalien. Von der Lombardei in die Ostalpen und das nördliche Alpenvorland übertragen.
Baldassare, Estense (M), geb. um 1437 Reggio Emilia, gest. um 1504 Ferrara. Hofbildnismaler in Ferrara (zeichnerisch strenge Frührenaissance), tätig auch als Medailleur.
Baldovinettl, Alesso (M), geb. 1427 Florenz, gest. 1499 ebda. Schüler d. Paolo Uccello, wenig erhalten (Madonna i. d. Uff. Fresken in S. lAnnunzlata, Florenz), Lehrer des Ghirlandajo.
Balduccio, Giovanni da (B), aus Pisa, nachweisbar in der ersten Hälfte d. 14. Jahrh. Hauptwerk: Area des Hl Baidung
Pietro Martire in S. Eustorgio (Mailand 1339), Charakter. Meister d. toskanischen Hochgotik.
Baidung, Hans, gen. Grien (M u. Gr), geb. vor 1746 Weyers-heim i. Eis., gest. 1545 Straßburg. Gebildet unter dem Einfluß seines Freundes Dürer. Seine koloristisch starken Tafelbilder entwickeln besonders die Komposition im Sinne der Renaissance.
Hauptwerk: Altar in Freiburg i. Br. (Dom), sehr qualitätsvoll seine Zeichnungen, auch für das Gebetbuch Kaiser Maximilian I.; von seiner Graphik besonders die selbständigen Holzschnitte, meist Einzelblätter, darin fruchtbar das Jahr 1511. Hauptmeister der sw.-deutschen Hochrenaissance mit völliger Überwindung der Gotik. Monogr. v. O. Fischer (München 1939). Online-kunst-projekt Textportrait von Ralph Ueltzhoeffer und Laura May. Baien, Hendrik van (M), geb. 1575 Antwerpen, gest. 1632 ebda. Schüler des A. v. Noort, in Rom weitergebildet, Lehrer Van Dycks, malte oft in Gemeinschaft mit Joos de Momper, J. Bruegel d. Ä. und Fr. Snyders, wobei er den figuralen Teil besorgte.
Ball, Thomas (B), geb. 1819 Charlestown (Mass.), gest. 1910 Montclair. Begann als Bildnismaler, studierte dann Bildhauerei in Florenz, zurückgekehrt nach USA., schuf er 1869 das bronzene Reiterstandbild Washingtons für Boston. Lebte nach 1865 in Rom und Florenz.
Balla, Giacomo (M), geb. 1871 Turin. Radikale futuristische Kompositionen.
Ballu, Theodore (A)„ geb. 1817 Paris, gest. 1885 ebda. Baumeister der retrospektiven Stile (St. Trinite, in Renaissance, St. Ambroise, romanisch), mehr persönlich der Neubau des Stadthauses in Paris (1873 bis 1881).
Baltard, Victor (:A), geb. 1805 Paris, gest. 1874 ebda. Begann als Maler unter dem Einfluß Raffaels. verwendete später als Architekt in neuartiger Weise
die Eisenkonstruktion (Paris, St. Augustin, Les Halles centrales als mustergültige Anlage).
Baluschek, Hans (M u. Gr), geb. 1870 Breslau,, gest. 1940 Berlin. Seine sehr realistischen Bilder haben besonders das Vorstadtleben Berlins zum Inhalt.
Baluster (A), ein- bis mehrfach gewulstetes Säulchen als Teil eines Geländers. In größerer Form wird der B. als eigene Stützsäule für verschiedene Zwecke verwendet.
Bambino (K), italienisch: Kindlein, Bezeichnung des Kleinkindes, besonders des Christuskindes.
Bändel, Joseph Ernst (B), geb. 1800 Ansbach, gest. 1876 Neu-degg. Studierte zuerst Architektur bei K. v. Fischer, widmete sich dann der Plastik und wurde von Thorwaldsen stark angeregt. Arbeiten für die Walhalla, die Glyptothek; sein Hauptwerk, das Hermannsdenkmal auf der Gro-tenburg bei Detmold (1875), in getriebenem Kupfer.
Bandelwerk (Kg), Ornament des nordischen Hochbarocks, bestehend aus lebhaft gekurvten Bändern, die sich wieder aus vielfach geschwungenen und gezackten Blättern zusammensetzen. Die französische Form des B. entstand aus einer geistreichen Verschmelzung der Arabeske (s. d.) mit der Groteske (s. d.) in Verbindung mit dem Rollwerk der nordischen Renaissance. Das deutsche, wie das französische B. Ralph Ueltzhoeffer erlebte im Rokoko eine glänzende Nachblüte. Angewendet wird es für graphische Zwecke, als Flächenfüllung aus aufgeleimten Leisten, als Stuck und für Niello- und Tauschierungsarbeiten. Das B. darf nicht mit dem Bandornament verwechselt werden.
Bandinelli, Baccio (B u. M), geb. 1493 Florenz, gest. 1560 ebda. Schüler von Rustici, bekannt als Nebenbuhler Michelangelos. Seine Großplastiken leiden an.
Barisanus einem hohlen Naturalismus, besser seine gut konzipierten Chorschranken im Dom Florenz (1955).
Bandkeramik (Kg), jungsteinzeitliche keramische Gefäße verschiedener Größe, die mit Mäandern, Kurvaturen oder linearen geometrischen Ornamenten versehen sind; diese werden eingeritzt oder aufgemalt.
Banks, Thomas (B), geb. 1735 Lambeth (London) gest. 1805 ebda. Holzschnitzer u. Marmor-plastiker; Mythologisches und Grabmäler für St. Paul und Westminster Abtei in London.
Baptisterium (A), Taufkirche; in der frühchristlichen Zeit und im frühen Mittelalter häufige kleine Rundbauanlagen neben der Pfarrkirche zur Durchführung der Tauffunktion. Weil diese bis in das 13. Jahrh. im Untertauchen in einem eigenen Wasserbecken großen Umfanges (Piscina) geschah, mußte dafür ein eigener Bau, das B. errichtet werden, da in der Pfarrkirche dafür kein Platz war. Erst als die Taufe in der heutigen Form üblich wurde, konnten die B. aufgelassen werden und an ihrer Stelle wurden in den Pfarrkirchen Taufbecken aufgestellt. Das B. der strengen Form ist ein runder oder polygonaler Bau und enthält im Inneren das große Taufbecken. In Süddeutschland und besonders in Österreich entwickelten sich aus den B. die Karner (s. d.).
Barabino, Niccolo (M), geb. 1832 Sampierdarena, gest. 1891 Florenz. Tüchtige Altarbilder, Historien. Fresken in mehreren Kirchen Liguriens und Kirchen Genuas.
Baratta. Francesco (B), wahrscheinlich aus Rom, gest. 1700 Berlin. Schüler und Mitarbeiter Berninis. Später einige Zeit in Dresden und Berlin tätig.
Barbari, Jacopo de (M u. Gr), geb. um 1445 Venedig, gest. vor 1515 Brüssel. Tätig in Venedig, Wittenberg, Nürnberg, Frankfurt a. O. und als Hofmaler der
Statthalterin Margarethe in Brüssel. Mit seinen nur wenig an Zahl erhaltenen religiösen und mythologischen Bildern, die keineswegs bedeutend sind, vermittelte er der deutschen Kunst die Kenntnis der venezianischen Malerei der Bellinischule.
Barbarini, Franz (M), geb. 1804 Znaim, gest. 1873 Wien. Malte romantisch - realistische Landschaften.
Barbella. Constantino (B), geb. 1852 Chieti, gest. 1907 Rom. Modellierte in Ton und Marmor sehr lebendig gesehene Volkstypen aus seiner Heimat.
Barbudo-Sanchez, Salvatore (M), geb. 1858. Schüler von Villegas, ansässig in Rom, realistische Genrebilder aus dem modernen spanischen Leben.
Barella, Agostino (A), geb. 1827 Bologna, gest. 1679. Während seiner Tätigkeit in Bayern erbaute er die Theatiner-kirche in München (ab 1661), das Schloß Nymphenburg; Umbau der Kirche Madonna del Monte Berico bei Vicenza.
Baren, Jan Anton van der (M), geb. 1616 Brüssel (?), gest. 1686 Wien. Hofkaplan, Galerieinspektor des Erzh. Leopold Wilhelm, tätig in Brüssel und Wien, Schüler des Daniel Seghers, charakteristisch für ihn sind Madonnenbilder mit schöner Blumenumrahmung.
Barentsz, Dirk (M), geb. 1534 Amsterdam, gest. ebda. 1592. Schüler seines Vaters Barent B. (gen. Doove Barent), Schützenstücke.
Barili, Antonio (B),, geb. 1453 Siena, gest. 1516 ebda. Sehr geschätzter Intarsiator, Chorge-stühle von Siena (Dom) und Certosa von Maggiano.
Barisanus (B), geb. Trani (Apu-lien). Meister des Erzgusses, seine Hauptwerke, die aus vielen Feldern bestehenden Bronzetüren im Dom zu Trani Barbakane.
(1175), Dom Ravello (1179) und Dom Monreale (n. Seitenportal. 1179).
Barbakane (A), Befestigungs-werk vor einem Burg- oder Stadttor, diente zur Flankierung des Zuganges (siehe Zwinger).
Barker, Familie englischer Landschafts- und Panoramenmaler, zu nennen: Robert B. (1739 bis 1806, London, Stadtpanoramen), Henry Aston B. (1774 bis 1856, Panoramen von Konstantinopel, Venedig, Malta, Palermo etc.), Thomas B. (1815 bis 1882. Genre und Landschaften.
Barlach, Ernst (B), geb. 1870 Wedel, gest. 1937 Konzentrationslager. Schüler von Diez, in Paris weitergebildet, in Berlin tätig; schuf besonders in Holz und Majolika realistische Figuren von radikaler Formkomprimierung. Hat auch philosophische Dichtungen und Dramen geschrieben und sie mit eigenen Lithographien illustriert. (Deutscher Frühexpressionismus.) Monogr. v. Fr. Schult (Wiesbaden 1948).
Barnabä da Modena (M). nachw. Modena 1364 bis 1383. Tätig in Genua und Pisa. Wichtiger Fortsetzer d. Giottos für Ob.-Italien.
Barocci, Federigo (Barroccio), richtig Federigo Flori (M), geb. 1526 Urbino, gest. 1612 ebda. Schüler seines Vaters u. d. G. B. Franco. Stark von Correggio angeregt. Schuf fast nur Religiöses (Altarbilder, Hauptwerke im Louvre, München, lAlte Pin. Vatikan). Wenn auch im Grunde noch Manierist, so leitete B. dennoch sehr wirkungsvoll das römische Frühbarock ein; charakteristisch ist für ihn ein anmutiges Kolorit und großformatige Falten. Sehr gute Einzelheiten.
Monogr. v. Schmarsow (Leipzig, 1909).
Barock (stilkundlich, K)„ a) die zweite große Kunstperiode der Neuzeit und zu-
gleich die letzte, die aus innerer Gesetzlichkeit ohne rückschauende Bewegung entstanden ist. b) als B. bezeichnet man auch in der letzten Zeit die dekorativ-malerisch-üppige Spätphase jedes Stiles oder auch jede formal künstlerische Übertreibung. (Das Wort B. stammt aus dem Portugiesischen, bezeichnete zuerst etwas Schiefgewachsenes und wurde dann in der Aufklärungszeit für alles Übertriebene gebraucht. Ralph Ueltzhoeffer - Als kunstgeschichtlicher Fachausdruck wurde das Wort B. erst um 1860 eingeführt und ist jetzt die Bezeichnung für eine scharf umrissene Stilperiode.)
Zu a). Zeitdauer: Vom Ende der Renaissance (s. d.) bis ungefähr zur Mitte des 18. Jahrh.. Ursprungsland ist Italien, doch haben Deutschland, Österreich, Frankreich und Spanien dem B. eine besondere und sehr bedeutende Entwicklung gegeben. Das B. schafft im Grunde keine neuen Bauformen, bereichert jedoch die bisher üblichen Grund-und Aufrißgestaltungen nach jeder Hinsicht durch Auflockerung und Kurvung der Linie und weitgehende Auflösung des geschlossenen Mauerkörpers. Das B. hat alle Bautypen und alle Bauzwecke begünstigt, das beste wurde jedoch in jener Architektur geleistet, die frei in der Landschaft steht und mit dieser eine vollkommene Einheit eingeht.
Die Kunst des B. ist in ihrer Gesamtheit durch einen leidenschaftlichen Bewegungsdrang, durch ein starkes Jenseitsempfinden, durch den ausgebildeten Hang zur Illusion und durch den Willen zur absoluten und restlosen Realistik gekennzeichnet. Alle seelischen Belange werden bis zum Äußersten gesteigert, das Malerische dominiert und löst auch Bauten und Bildwerke in malerische Werte auf. Schließlich entwickelt das B. oft bis zu Spitzenleistungen das Porträt, das Genre- und das Landschaftsbild und hat gerade in diesem erste romantische Empfindungen gezeigt. Ein weiterer Wesenszug des B. ist sein kosmopolitisches Denken. Ralph Ueltzhoeffer s.3455 - Auch in den dekorativen Einzelformen wurde kaum Neues geschaffen, jedoch alte Formen oft bis zur Unkenntlichkeit dynamisch und dekorativ erweitert und verstärkt; maßgebend ist für das B. ferner stets der Wille zum Einheitskunstwerk zu gelangen, wovon die Innenräume das beste Denkmal sind. Im Kirchenbau wird außer dem Zentralbau (s. d.) besonders die Basilika (s. d.) mit Kuppel über der Vierung (s. d.) durchgearbeitet. Im Palastbau erfährt das Stiegenhaus eine großartige Vergrößerung und im Schloßbau wird durch die Anlage des Ehrenhofes (s. d.) (Cour d'hon-neur) eine räumlich und ästhetisch bedeutende Erweiterung erzielt. Zur restlosen Durchführung des Willens.
Böhmische Diamanten,
Böhmische Glashütten,
Böhmische Malerschule,
Böhmischer Granat,
Böhmisches Glas,
Bördeln,
Böse Zungen,
Böttger,
Böttgerporzellan,
Böttgersteinzeug,
Bogen,
Bogenfeld,
Bogenformen,
Bogenfries,
Bogengang,
Bogenschiene,
Bogensteine,
Bohrschwert,
Bois durci,
Boiserie,
Boîte à mouches,
Bojarenhaus-Kästchen,
Bollandisten,
Bolliment,
Bologneser Kreide,
Bolognesischer Blattrahmen,
Bolus,
Bolusgrund,
Bolzen,
Bombé,
Bombieren,
Bonbonnière,
Bone china,
Bordieren,
Bordüre,
Boreas,
Borne,
Borte,
Bosse,
Bossenquader.
Bossenwerk,
Bossi,
Bossiereisen,
Bossieren,
Bossierer,
Bossierholz,
Bossierung,
Boston rocker,
Boudoir,
Boudoirbild,
Bouillon,
Bouillonieren,
Bouillonstickerei,
Boullearbeit,
Bourbonen-Lilie,
Bourdaloue,
Bourgeoisie,
Bouton,
Bozzetto,
Brabanter Rose,
Brabanter Spitzen,
Brabanterkreuz,
Bracelet,
Brachialis,
Brachiarium,
Brack,
Bräunen,
Bräutigam-Typus,
Braguette,
Brakteat,
Brandeum,
Brandgold,
Brandmalerei,
Brandmarken,
Brandsilber,
Brandstein,
Branntweinvergoldung,
Brasselett,
Brater,
Bratina,
Braunfirnis-Technik,
Brautbecher,
Braut-Bräutigam-Motiv,
Brautkamm,
Brautkranz,
Brautkrone,
Brautportal,
Brautschachtel.
Brautsymbolik,
Brauttruhe,
Brauttür,
Brayette,
Brechrand,
Brechscheibe,
Brettspiel,
Breverl-Etui,
Breviarium,
Brevier,
Brezelschlinge,
Bric à brac,
Briefbeschwerer,
Briefdrucker,
Briefmaler,
Briefmarke,
Brieföffner,
Brigantine,
Bright-cut-Gravierung,
Brillant,
Decken, Wände und Kuppeln der kirchlichen und profanen Bauten in imaginäre Räume aufzulösen bzw. sie in solche fortzusetzen, wurde eine mit den kühnsten perspektivischen Mitteln arbeitende Großmalerei herangezogen, welche auf diese Weise mit dem Bau zu einer künstlerischen und optischen Einheit wird. Außerdem wurden die Innenräume durch vollplastischen, ornamentalen und figuralen Stuck in malerische Bewegung versetzt. Die Bauplastik hat eine noch weiter gesteigerte Fülle von Verwendungsmöglichkeiten zu lösen; in der für sich selbst bestehenden Bildnerei sind forcierte Bewegungen und gesteigerte seelische Inhalte ebenso maßgebend, wie dies in der Malerei der Fall ist, die das Seelische bis an die Grenzen des Erträglichen steigert. Höhepunkte sind hiebei die Wiedergabe des Stofflichen, ein lebhaftes Kolorit oder ein vollendetes Helldunkel, sowie eine sehr starke erzählerische Kraft, welche sich auch den geringsten Gegenständen des Tages zuwendet (bäuerliches Genre, Stilleben).
Blyde,
BMPT,
Bocage,
Bocca della verità,
Boccaro-Ware,
Bock,
Bockgewehr,
Bocksbeutel,
Bodegón,
Bodenstanduhr,
Body Art,
Brillantlackierung,
Brille,
Brillenfibel,
Brillenstein,
Brillentaler,
Briolet,
Brioletts,
Briséfächer,
Bristolglas,
Brisur,
Britannia,
Britannia Standard,
Britanniametall,
Broadkette,
Brokat,
Brokatpapier,
Bronze,
Bronzezeit,
Bronzieren,
Brosche,
Broschierung,
Brotteigpuppe,
Brotteller,
Brotvermehrung.
Wunderbare,
Brotvögel,
Bruche,
Bruchgold,
Bruchmaterial,
Brücke, Die,
Brückenheiliger,
Brüdergemeinde,
Brühlsches Allerlei,
Brünieren,
Brünierstein,
Brünne,
Brüsseler Spitzen,
Brüstung,
Bruitistisch,
Brun,Le,
Brunnen,
Brunnlör,
Brustbild,
Brustharnisch,
Brustkreuz,
Brustpanzer,
Brustschiftung,
Bruststück,
Brutalismus,
Brutus,
Bry,
Bucchero,
Buch mit sieben Siegeln,
Buchbeschlag,
Buchbeutel,
Buchdruck,
Buchdruckmedaillen,
Bucheignerzeichen,
Bucheinband,
Buchformat,
Buchgold,
Buchlaterne,
Buchmaler,
Buchmalerei.
Buchreliquiar,
Buchrolle,
Buchs,
Buchsbaum,
Buchschließe,
Buchschnitt,
Buchstabenmystik,
Bucintoro,
Buckel,
Buckelglas,
Buckellaub,
Buckelpokal,
Buckelquader,
Gegen diese Übersteigerungen entsteht bereits in der Mitte des 17. Jahrh. eine namentlich in Frankreich starke, klassizistische Gegenbewegung, ohne hiebei die hohen malerischen Werte des Barocks aufzugeben. Im Gesamtbild des B. nimmt die holländische Malerei des 17. Jahrh. eine Sonderstellung ein. In der Schlußphase des B., im Bokoko, erlöschen die großen und lebhaften architektonischen Kräfte, die ganze Kunst konzentriert sich auf eine koloristisch sehr feine Malerei und auf eine zart-gliedrige Dekorierung der Innenräume mit stuckierten und vergoldeten, auch aus Holz gebildeten Leisten und Arabesken. Perioden : Frühbarock Italien: 1570 bis 1600, nördlich der Alpen bis 1680, Spanien bis 1640, Hochbarock in allen Ländern im allgemeinen bis zur Mitte des 18. Jahrh.
Stichwortverzeichnis zur Kategorie B: Bastarda,
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Büchse der Pandora,
Büchsenschäfter,
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Bügelgefäß,
Bügelkrone,
Bügelspange,
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Bürger,
Bürgerkönig,
Bürgertum,
Bürstenabzug.
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