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Kunst / Kunstbuch / Kunstband / Bücher / Lexikon
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Daubigny, Charles (M), geb. 1817 Paris, gest. 1878 ebda. Schüler von Delaroche, gehörte zum Kreis der Maler von Barbizon (Fontainebleau). Mit seinen Stimmungslandschaften (besonders von Flußläufen) setzte er genial die Tradition der Holländer des 17. Jahrh. fort. Er malte die Natur schlicht, einfach und poetisch.
Dauer (Daucher), Adolf (B), nachweisbar 1471 bis 1523 in Ulm und Augsburg, und dessen Sohn Hans, schwäbische Plastiker der Frührenaissance. Hauptwerk: Altar u. Chorgestühl der Fuggerkapelle Augsburg, Hochaltar der Annakirche Annaberg 1. S. (1522). Von Hans Dauer (gest. 1537). auch mehrere Epithapien. Deutsche Früh-renalssance. Monogr. v. O. Wlgand (1903).
Daumier, Honore (M, Gr), geb. 1810 Marseille, gest. 1879 Val-mondois. Zeichnete für La Cari-cature und für Charivari großartige Karikaturen; seine Gemälde (Genre) von machtvoller Auffassung bei kleinem Format. Monogr. V. E. L. Cary (Paris 1907. franz.) und B. Fleischmann (Wien 1938).
David, Gerard (M), geb. 1460 Oudewater, gest. 1523 Brügge. Beeinflußt von Geertgen van IHaarlem und Memling. Religiöses, Bildnisse, hervorragender M. der niederländ. Frührenaissance voll poetischer Empfindung und satter Farbengebung. Monogr. v. E. v. Bodenhausen (München 1905).
David, Jacques Louis (M), geb. 1748 Paris, gest. 1825 Brüssel. Schüler von Boucher und Vien, studierte in Rom Raffael und die Antike. Nach dem Sturz Napoleons, dessen bevorzugter Maler D. war, aus Frankreich verbannt, lebte D. dann bis zu seinem Tode in Brüssel, wo er besonders Bildnisse malte. D. ist -das Haupt der französ. klassizistischen Historienmalerei und in dieser Beziehung von internationalem Einfluß gewesen. Seine Historien sind tadellos komponiert, gut gezeichnet und auch im Kolorit ansprechend, aber mehr gestellt als empfunden und seelisch kalt, sogar theatralisch. Ihre epochale Bedeutung liegt in der vollkommenen Gegensätzlichkeit zum Barock und in dem klaren Ausdruck der damals allgemein gültigen pseudoantikischen Ästhetik. Frei von diesen Hemmungen sind hingegen) D.'s ausgezeichnete, frisch und ohne Absiehtlichkeit gemalte Bildnisse.
Monogr. v. R. Cantinelli (Paris 1930, franz.).
David, Joseph Bles (M>, geb. 1821 Den Haag, gest. 1899 ebda. Anekdotische Genrebilder aus dem Leben der Bürger, meist im Kostüm des 18. Jahrh.
David, Pierre Jean, siehe Angers David d\
Davioud, Gabriel (A), geb. 1824 Paris, gest. 1881 ebda. Errichtete mehrere Bauten im Bois de Bou-logne, die Fontaine St. Michel, mehrere Theater, mit Bourdais den Trocadero der Weltausstellung 1873.
Davis, Stuart (M), geb. 1894 Philadelphia. Landschaften und Stilleben, beginnend in neuer Sachlichkeit, endend im Surrealismus.
Depotfund (K, Archäol.), aus Furcht vor Beraubung in Kriegszeiten im Boden vergrabene Schätze und wertvolle Gegenstände. D. gehören zu den wichtigsten Denkmälern der Völkerwanderungszeit (siehe Verwahrfund).
Debucourt, Louis Philipp (M, Gr), geb. 1755 Paris, gest. 1832 ebda. Schüler von Vien, malte Genrebilder; bedeutender Gr., der mit eigenen humoristischen Darstellungen des Pariser Lebens den Farbstich mit großem Erfolg pflegte.
Decamps, Alexandre (M>, geb. 1803 Paris, gest. 1860 Fon tainebleau. Schüler von De Pu-jol, seine Bilder umfassen koloristisch feine, für damals moderne Darstellungen aus der Türkei und dem übrigen Orient. Auch e<nige Historien, Landschaften und Stadtbilder.
Deckfarben (M), Farben, die den Malgrund unsichtbar machen, also die meisten Ölfarben, alle Tempera- und Gouachefarben. Gegensatz: Lasurfarben.
Decker Cornelis Gerrits (M, Gr), geb. um 1605 Haarlem (?), gest. 1678 ebda. Schüler von Salom. Ruisdael, seine Landschaften wurden von anderen, z. B. von (A. v. d. Velde und Ostade staffiert.
Decker, Georg (M), geb. 1818 Budapest, gest. 1894 Wien. Bildnismaler.
Decker, Paul (A, Gr), geb. 1677 Nürnberg, gest. 1713 Bayreuth. Schüler von Schlüter, Hofarchitekt in Bayreuth, Verfasser einer architektur-theor. Schrift.
Decorated style (K), Phase der englischen Mittelgotik, ungef. 1300 bis 1420, Kennzeichen: Reiche Profilierung, lebhafte Zierformen, reiches Maßwerk, Betonung des Dekorativen gegenüber dem Konstruktiven.
Dgesis (K) (griech.), der thronende Christus zwischen Maria und Johannes oder auch allein. Der Ursprung des Motivs liegt in der byzantinischen Buchmalerei des 9. Jahrh.
Defrance, Leonard (M), geb.
173S Lüttich. gest. 1805 ebda.
Genre, Interieur, Landschaft, Bildnis, Religiöses.
Defregger, Franz (M>, geb. 1835 bei Dölsach, gest. 1921 München, wo er seit 1866 lebte. Schüler Piloty's. Sein Werk umfaßt Historien aus der Tiroler Geschichte, Genreszenen aus seiner Heimat, Genreköpfe und Landschaftstudien. In seinen besten Bildern (Das letzte Aufgebot, Verhaftung und Hinrichtung Andreas Hofers, Das Tischgebet u. a. m.) ist D. ein sehr bedeutender Meister, ehrlich, ein Könner in Zeichnung und Kolorit (das gilt besonders von seinen Studien), wogegen viele seiner Genrebilder bei allen malerischen Qualitäten manchmal schablonenhaft sind und eine unangenehme Nachfolgeschaft verursachten.
Monogr. v. H. Hammer (Innsbruck 1940).
Degas, Edgar (M), geb. 1834 Paris, gest. 1917 ebda. Schüler Ingres, wandte sich dann einer immer impressionistischer werdenden, sehr bedeutenden fi-guralen Malerei zu und erzielte besonders mit seinen Pastellen großen Erfolg. Genre, Straßen-, Gesellschafts-, Ballettszenen. Monogr. v. G. Grappe (Berlin 1909) und H. Graber (Basel 1940).
Deger, Ernst (M), geb. 1809 Bockenhausen, gest. 1885 Düsseldorf. Maler religiöser Historienbilder, Fresken in der Apol-linariskirche Remagen und auf der Burg Stolzenfels bei Koblenz.
Deinokrates (A). Baumeister Alexander d. Gr., 3. Jahrh. v. Chr., schuf die Pläne für die Errichtung von Alexandria, Wiederhersteller des Artemistempels auf Ephesos.
Dekorativ (K), Vorherrschen des Schmückenden oder ein rein auf schmückende Wirkung angelegtes Kunstwerk Man spricht daher auch von einer d. Auffassung und sieht darin einen Gegensatz zum Monumentalen (s. d.).
Del (Gr), d. i. delineat, „hat es gezeichnet" Bezeichnung des erfindenden Künstlers auf Kupferstichen und Holzschnitten, oft auch durch inven., d. i. invenit: Erfunden, ersetzt.
Stichworte im Überblick: Deuteronomium,
Deutsche Ankerkette,
Deutsche Blumen,
Deutscher Künstlerbund,
Deutscher Orden,
Deutscher Stil,
Deutscher Werkbund,
Deutsches Band,
Deutschrömer,
Deuxième-effect,
Devise,
Devotionalbild,
Devotionalie,
Dexiokratusa,
Diablerie,
Diadem,
Diadumenos,
Diaglyphe,
Diagonalrippen,
Diakonikon,
Dialektik,
Diamant,
Diamantfries,
Diamantgravur,
Diamantierung,
Diamantimitation,
Diamantquaderung,
Diamantriss,
Diamantritzung,
Diamantschrift,
Diana,
Diaper,
Diaphanbild,
Diaphanradierung,
Diatretglas.
Dickglasmosaik,
Dickpfennig,
Dickstein,
Dido und Äneas,
Didos Ochsenhaut,
Die Brücke,
Die geheime Offenbarung des Johannes,
Die Neuen Wilden,
Die Vier Gekrönten,
Die Vier Letzten Dinge,
Diechlinge,
Dielenkopf,
Dienerfiguren,
Dienst,
Diglyph,
Dike,
Dilettant,
Dinanderie-Waren,
Dinge, Die vier Letzten,
Dinglinger,
Diogenes von Sinope,
Diomedes,
Dione,
Dionysos,
Diorama,
Dioskuren,
Dipteros,
Diptychon,
Dipylon,
Dipylonstil,
dir.,
Directoire,
direxit,
Dirke,
Dirnitz,
Dis,
Disegno,
Diskobol,
Diskussionsbild,
Dismas,
Dispater,
Dispersionsfarben,
Disputa,
Distler Spielwaren,
div.,
Dives Pater,
Divination,
Divisio Apostolorum,
Divisionismus.
Delacroix, Eugene (M), geb. 1798 Charenton-St. Maurice, gest. 1863 Paris. Schüler von Guerin, der anerkannte Führer der realistisch fundierten französ. Romantik und der Gegenspieler zu Ingres. Ein Kolorist ersten Hanges, temperamentvoll, wahr um jeden Preis, ein Beherrscher der schwierigsten Bewegungen, errang D. mit diesen Eigenschaften eine sehr große Bedeutung und wirkte vielfach (auch auf die deutsche Kunst) revolutionierend. Eine Orientreise klärte seine Farben und gab ihm neue Themen. Hauptwerke: Dante und Vergil, Das Gemetzel auf Chlos, Der Barrikadenkampf, Marokkanische Hochzeit, Algerisches Frauengemach, Löwenjagd. Monumentalmalereien im Palais Bourbon, Palais Luxembourg, Louvre (Apollogalerie), in St. Eu-stache und St. Sulpice, Radierungen vnd Lithographien zu großen Dichtern. Monogr. v. Mauclalr (Paris 1909, franz.) und Fr. Fosca (Bern 1948).
Delaroche, Paul (M), geb. 1797 Paris, gest. 1856 ebda. Schüler von Gros. Versuchte, gestützt auf ein tüchtiges, zeichnerisches und malerisches Können, die Vorzüge des Delacroix und des Ingres in seinen einst berühmten Historien zu vereinigen, doch überwog das Anekdotische und das historisierende Beiwerk. Seine Hauptwerke haben Themen aus der engl. Geschichte (Tod der Königin Elisabeth, Die Söhne Eduards IV.), gute Bildnisse, besonders aus der Frühzeit.
Monogr. V. Runtz-Rees (London 1880, engl.).
Delaunay, Jules Elie (M), geb. 1828 Nantes, gest. 1891 Paris. Schüler von H. Flandrln, Historienmaler, kräftiges Kolorit, lebhafte Zeichnung. Hauptwerke: Die Pest in Rom, Dekoratives im Pantheon, in der Großen Oper, Bildnisse.
Delaunay, Robert (M), geb. 1882 Paris; lebt in Paris. Kubistischer Maler, zerlegt seine Architekturbilder unbekümmert um statische Richtigkeit in bewegte Einzelheiten und fügt sie nach eigenen Gesichtspunkten wieder zusammen.
Delcour, Jan, geb. vor 1707 Ha-moir, gest. 1694 Lüttich. Schüler von Bernini, Marmorplastiken und Erzgüsse, Hauptwerke in den Kirchen Lüttichs.
Deltt, Jakob (M), geb. 1619 Delft, gest. 1661 ebda. Schüler seines Großvaters Miereveit und seines Vaters, des Bildnismalers Jacob Willemsz D. (1550 bis 1601 Delft). Bildnisse.
Deuter Fayencen (Kg), weiß glasierte meist in blauer Farbe mit Landschaften und flguralen Szenen bemalte holländische Fayencen des 17. u. 18. Jahrh. Nach 1890 begann eine neuerliche, vielfach nachgeahmte Produktion. Das D. entstand in Delft um 1630 aus dem Wunsch, ostasiatisches Porzellan nachzuahmen Die Delfter Fabriken gingen um 1820 ein.
Delorme, Phillbert (De l'Orme) (A), geb. um 1515 Lyon, gest. 1570 Paris. Der Hauptmeister der franz. Hochrenaissance auf dem Gebiet des Schloßbaues (Schlösser Anet, Meudon, beide zerstört), Tuilerien (zerstört). Verfaßte wichtige Architekturwerke, plante eine eigene franz. Säulenordnung.
Monogr. v. Vachon (Paris 1887, franz.).
Delug, Alois (M), geb. 1859 München, später in Wien, dort 1930 gest. als Akad.-Prof. Historienmaler.
Delvaux, Laurent (B), geb. 1695 Gent, gest. 1778 Nivelles. Arbeitete für London (Kirchen und Paläste) und Gent (Kanzel in St. Bavo). Bildhauer des Hochbarocks, an der Antike geschult, später Übergang zum Klassizismus.
Demetrios (B), lebte um 480 v. Chr. Seine Bildwerke sollen stark naturalistisch gewesen sein.
Demmler, Georg (A), geb. 1804 Güstrow, gest. 1886 Schwerin. Hat mit seinen historisierenden Großbauten das Bild des heutigen Mecklenburg bestimmt (Residenzschloß in Schwerin*.
Schloßtheater ebda). Erweiterungsplan für Schwerin.
Denis, Maurice (M), geb. 1870 Granvllle, gest. 1935 Paris. Beeinflußt von Cezanne, Gauguin und Seurat; mit seinen dekorativen, auffallend hell getönten Wandbildern im Theater der Champs Elysees (Paris) und in der Kirche St. Croix (Le Vesi-net) half er den Expressionismus vorbereiten. Der geistige Grundgehalt ist eine spröde Romantik mit archaisierenden Tendenzen.
Denkmal (K), a) jeder kulturgeschichtlich bedeutende Überrest aus der Vergangenheit, b) Erinnerungsmale für bestimmte und berühmte Personen und an markante Ereignisse; derartige D. sind u. a. Statuen, Reiterstandbilder,, Triumphbögen, Obe-liske, Siegessäulen etc. In der Antike umfangreich errichtet, wird das D. erst wieder mit dem Auftreten des neuzeitlich-individualistischen Menschen wichtig; daher liegt sein moderner Ursprung in der Renaissance. In der neuesten Zeit hat sich das D. unter b) in erstaunlicher Breite entwickelt.
Denner, Balthasar (M)., geb. 1685 Altana, gest. 1749 Rostock. Pedantisch genauer, aber keineswegs bedeutender Bildnismaler, der einst sehr beliebt war.
Denys Frans (M), geb. 1610 (?) Antwerpen, gest. 1670 Mantua. Hofmaler in Parma. Bildnisse.
Derain, Andre (M), geb. 1880 Chatou, lebt in Paris. Ballt in seinen Landschaften und Stillleben die Form kubistisch zusammen, ohne das Naturvorbild aufzugeben, seine farbig bedeutenden Bilder sind sehr einflußreich geworden.
Deruta-Fayence (Kg), Keramiken aus der umbrischen Stadt Deruta. Meist blaue, streng gezeichnete Figuren und ornamentale Malereien mit schillernden Reflexen durch Lüstrierung. Blütezeit: Mitte 16. Jahrh.
Deschwanden, Faul (M). geb. 1811 Stans (Unterwaiden), gest. 1881 Rom. Beeinflußt durch die Nazarener und Raffael. Biblische Bilder in großer Zahl. Monogr. v. Alb. Kahn (1883).
Desgoffe, Alexandre (M), geb. 1805 Paris, gest. 1882 ebda. Schüler von Ingres. Landschaftsmaler der idealen Richtung mit mythol. und biblischer Staffage.
Deshayes, Jean Bapt. (M), geb. 1729 Kouen, gest. 1765 Paris. Schüler von Roucher, malte Historien und Religiöses in einem gemäßigten Rokoko.
Deslderio da Settignano (B) geb. 1428 Settignano, gest. 1464 Florenz. Wahrscheinüoh Schüler des Donatello. Kinderdarstellungen (Cherubimfries in der Capeila Pazzi). ausgezeichnete Frauenbildnisse und dekorative Plastik (Sakramentsschrein S. Lorenzo, Grabmal Marsuppini Sta. Croce 1495).
Florentiner Frührenaissance.
Monogr. v. L. Planiscig (Wien 1940).
Desmarees (De Marees), George (M), geb. 1697 Stockholm, gest. 1776 ebda. Schüler von Meytens und Piazzetta, seit 1731 vielbeschäftigter Hofmaler in München, besonders Bildnisse. Monogr. v. R. Paulus (München 1913).
Despiau, Charles (B), geb. 1874 Mont de Marsan, gest. 1946. Die Form stark zusammenballender B. aus dem Kreis des A. Maillol Desportes, Francois Alexandre (M), geb. 1661 Champigneul, gest. 1743 Paris. Tätig in Paris, London und Polen als Stilleben-und Tiermaler.
Destouche, Paul Emile (M)„ geb. 1794 Dampierre, gest. 1874 Paris. Tätig auch in Italien und England, Genre.
Detaille, Edouard (M). geb. 1848 Paris, gest. 1912 Paris. Schüler von Meissonier, Schlachtenmaler von kräftigem Realismus. Schuf zusammen mit Neuville zwei Schlachtenpanoramen aus dem Krieg 1870/71.
Dornleuchter,
Dornse,
Dorotheenthaler Fayence,
Dorotheum,
Dorsale,
Dose,
Dosenbild,
Dosenstück,
Dossier,
Dossierung,
Dõsei-Harigane Netsuke,
Doublé,
Doublette,
Doublüre,
Doxale,
Drache,
Drachenblut,
Drachenleuchter,
Drachenschleife,
Drachenzähne,
Dragon,
Drahtarbeit,
Drahtarbeiter,
Drahtemail,
Drahtfassung,
Drahtlauf,
Drahtpailletten,
Drahtverzierung,
Drall,
Draperie,
Drapierung,
Drechseln,
Drehbank,
Drehen und Drechseln,
Drehergewebe.
Drehleier,
Drehorgel,
Drehspiegel,
Drehstein,
Drehstuhl,
Drei Frauen am Grabe,
Drei Freunde,
Drei Jünglinge im Feuerofen,
Drei Könige,
Drei Lebende und drei Tote,
Drei Marien,
Drei-Affen-Motiv,
Dreibeintopf,
Dreiberg,
Dreiblatt,
Dreiblattkreuz,
Dreieck,
Dreieinigkeit,
Dreifachgold,
Dreifaltigkeit,
Dreifaltigkeitsauge,
Dreifaltigkeitsmedaillen,
Dreifaltigkeitsring,
Dreifaltigkeitssäule,
Dreifaltigkeitssymbole,
Dreifaltigkeitstaler,
Dreifarbendruck,
Dreifuß,
Dreigesicht,
Dreigespann,
Drei-Jahre-Turnus,
Dreikonchenanlage,
Dreinagelkruzifix.
1675 Antwerpen. Schüler des Rubens, malte seine religiösen Historien in dessen Art.
Dlepram, Arent (M), geb. 1622 Rotterdam, gest. 1670 ebda. Genre, Interieurs.
Dletmann, Leopold (Diet Leo) (M), geb. 1857 Prag, gest. 1916 Graz. Zuerst Berufsoffizier,, Schüler von Huber in Wien, tätig in Wien und Graz. Bildnisse, Genre (Orient). Altarbilder.
Dietrich, Anton (M), geb. 1833 Meißen, gest. 1904 Leipzig. Schüler von Bendemann und J. Schnorr v. Karolsfeld; historische und religiöse Monumentalmalereien (Kreuzschule in Dresden, Johanneum in Zittau, Albrechtsburg Meißen, Polytechnikum Dresden, und in vielen Kirchen).
Dietrich (Dletricy), Christian Wilhelm (M), geb. 1712 Weimar, gest. 1774 Dresden. Hofmaler August HI. und Direktor der Porzellanmanufaktur in Meißen. Gehörte als Maler dem Hokoko an, seine Genrebilder sind wegen ihrer Nachahmung anderer Meister (besonders Rembrandts) wenig bedeutend.
Dietterlin, Wendel (M, Gr), geb. 1550 Straßburg, gest. 1599 ebda. Maler, Radierer und Ornamentalist der Spätrenaissance, schrieb und illustrierte das theoretische Werk „Architectura".
Monogr. v. K. Ohnesorge (Leipzig 1893).
Dietz, Fedor (M), geb. 1813 Neunstetten, gest. 1870 Gray. Lebte mehrere Jahre in Paris, angeregt durch H. Vernet. Historien- und Kriegsbilder.
Diez, Julius (M), geb. 1870 Nürnberg. Lebt als lAkad. Prof. in München. Malte Wandbilder, Historien, umfangreich tätig als Buchillustrator (z. B. für die „Jugend"). |
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Kunst Lexikon A-Z / Stichwortlexikon d
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Dach (A), der (Abschluß von Innenräumen gegen die atmosphärischen Einflüsse. Je nach den klimatischen Verhältnissen ist das Dach entweder flach (Süden) oder bis zu 45 Grad geneigt (Norden), doch kommen auch noch steilere Dächer vor. Das D. besteht aus der D.-Eindeckung (Bretter, Schindeln, Stroh, Ziegel als Flach-,, Hohl-und Pfannenziegeln, Schiefer, Eternit, Kupfer- und Zinkblech, Holzzement und Dachpappe) und aus dem die D.-Kindeckung tragenden, aus Trams und Sparren bestehenden Dachstuhl.
a) Satteldach, mit zwei an dem waagrechten Dachfirst sich schneidenden, gleichmäßig geneigten Dachflächen.
b) Walmdach, wo das Satteldach an seiner Schmalseite durch eine weitere im gleichen Winkel geneigte Dachfläche geschnitten wird.
c) Pultdach, einem halben Satteldach,
d) Zeltdach von pyramidaler oder kegelförmiger Form, Mansardendaeh mit gebrochenen Dachflächen.
e) flaches Dach, welches eben liegt.
Dachauer, Wilhelm (M), geb. 1881 Ried im Innkreis. Lebt als Aikad.-Prof. in Wien. Kräftige, leicht dekorative Landschaften, bäuerliches Genre in guter Beobachtung, vorzügliche graphische Arbeiten (Briefmarken etc.).
Dachreiter (A), kleine, auf dem Dachfirst von Kirchen aufsitzende Türmchen; häufig bei den Kirchen der Zisterzienser und der Bettelorden (s. d.). Eine volkstümliche Weiterführung des D. geschieht im hölzernen Glockentürmchen des ostalpinen Bauernhauses in Salzburg und Tirol sowie in Oberbayern.
Daddi, Bernardo (M>, Maler der Florentiner Gotik, geb. um 1290 Florenz, gest. ebda, um 1355. An-gebl. Schüler von Giotto. Fresken in Sta. Croce. Florenz. Tafelbilder. Monogr. v. G. Vltzthum (1903).
Daffinger, Moritz (M), geb. 1790 Wien, gest. 1849 ebda. Schüler von Füger. Malte ausgezeichnete Bildnisminiaturen von raffinierter Farbengebung, in sedner Spätzeit Aquarelle von Blumen, die zu den schönsten Arbeiten dieser Art zählen. Monogr. v. Pirchan (1941).
Dagnan-Bouveret. Pascal (M), geb. 1852 Paris, gest. um 1900 (?). Schüler Geröme's. Gut beobachtete, koloristisch tüchtige Volksszenen in älterer Art.
Dahl, Hans (M), geb. 1849 Har-danger, gest. 1919 Christiania; seit 1888 in Berlin. Schüler von Gude und Gebhardt, Landschaften und Genres (humoristisch).
Dan], Johann Christian (M), geb. 1788 Bergen, gest. 1857 Dresden, als Akad.JProf. Bildete sich auf seinen Studienfahrten in Deutschland und Italien. Frisch beobachtete, manierfreie und farbig bedeutende nordische Landschaften, mit denen er grossen Erfolg hatte. Einflußreicher Lehrer.
Stichworte im Überblick: Dachgaube,
Dachhäuschen,
Dachkändel,
Dachreiter,
Dachspan,
Dactyliotheca,
Dada,
Dadaismus,
Dädalischer Stil,
Dädalus,
Dago,
Daguerreotypie,
Daianira,
Daidalos,
Daikoku,
Daisho,
Daktyliothek,
Dalila,
Dalmatik,
Damast,
Damastgrund,
Damastläufe,
Damaststahl,
Damaszieren,
Dammar,
Dammgrube,
Damokles,
Damp Fold Style,
Danaë,
Danaiden,
Danaos,
Daniel,
Daniel errettet Susanna,
Daniel in der Löwengrube,
Danielschnalle,
Dank,
Danse macabre,
Dansker,
Dantesca-Stuhl,
Dantesker Stil,
Danto,
Daphne.
Daphnis und Chloë,
Darbringung im Tempel,
Darmstädter Künstlerkolonie,
Darstellende Kunst,
Daumenrast,
Daumenring,
David,
David und Goliath,
Davidstern,
De Stijl,
De Unga,
Dearest-Schmuck,
Debschitz-Schule,
Décadence,
Décalcomanie,
Decelithschnitt,
Deckelpokal,
Deckenbild,
Deckengehänge.
Cronaca, Simone (iA), geb. 1457 Florenz, gest. 1508 ebda. Studierte die antike Baukunst; sein einziges gesichertes Werk das Kranzgesims des Palazzo Strozzi in Florenz, Der Anteil an der Zusammenarbeit mit Giuliano da Sangallo nicht deutlich erkennbar. Frührenaissance.
Croos, Anthony (M), geb. 1606 (?), gest. 1663 (?) Den Haag. Schüler von J. van Goyen, Landschalten.
Cubiculum (A), im altrömischen Hause das Schlafzimmer (Abb. S. 24), in der frühchristlichen Kunst die Grabkammer eines Märtyrers in den Katakomben (s. d.).
Cucuel. Edward (M, Gr), geb. 1875 San Francisco, lebt in München, Schüler von Gerome und Benj. Constant. Figuren-, Genre-,, Landsehaftsbilder. Bildnisse, umfangreich tätig als geschmackvoller Illustrator.
Curry, Adolf (M), geb. 1879 Wien, gest. 1939. Schüler von Gysis, Löfftz und (Rumpier, kleine pikant farbige Gesellschaftsbilder, meist im Kostüm des 18. Jahrh.
Cuvillies, Frangois d. Ä. (A), geb. 1698 Soissons, gest. 1768 München. Schüler von Robert De Cotte, ab 1738 Hofarchitekt in München, wo er das französ. Rokoko heimisch machte und es bayrisch umgestaltete. Bauten: Teile der Residenz-München, Amalienburg, Residenztheater, Palais Holn-stein. Sein Sohn Frangois C. d. J. (gest. 1770 München) baute in der gleichen Art wie sein Vater. Werke in München: die Palais Arco und Preysing, das fürsterzb. Palais Passau, Schloß und Pfarrkirche in Zell a4 d. Pram (Innviertel). Rokoko.
Cuylenborch (Ceulenborg), (Abraham v. (M), gest. 1658 Utrecht. Mythol. staff. Landschaften, Ruinen, Grotten (vielfach mit Aktfiguren).
Cuyp, Aelbert (M), geb. 1620 Dordrecht, gest. 1691 ebda. Schüler seines Vaters Jacob Gerr. C, beeinflußt durch Jan v. Goyen. Die große Bedeutung dieses Hauptmeisters der holländ. Landschaftsmalerei des Hochbarocks liegt auf seinen goldig und poesievoll beleuchteten Landschaften, die mit ruhigen Gruppen von Menschen und Tieren staffiert sind. („Der holländ. Lorrain.") Auch ausgezeichnete schlichte Bildnisse, ferner Schlachten- und Genrebilder, Stilleben und Kircheninterieurs.
Cuyp, Benjam. Gerritsz (M), geb. 1612 Dordrecht, gest. 1652 ebda. Landschaften,, ländl. Genres, Schlachten.
Cuyp, Jacob Gerritsz (M), geb. 1594 Dordrecht, gest. 1651 ebda. Bildnis, Genre, Tiere.
Czerny, Siegfried (M), geb. 1889 Heidelberg. Schüler von Habermann und des Maltheoretikers Max Doerner, München. Bildnismaler,, wichtige maltechnische Untersuchungen.
Stichworte im Überblick: Deckengemälde,
Deckenspiegel,
Deckfarben,
Deckfirnis,
Deckle edges,
Deckplatte,
Décollage,
Decorated Style,
Decorative Art,
Découpage,
Decuma,
Dedikationsbild,
Dedikationsmedaille,
Deesis,
Defilee,
Degen,
Degenbrecher,
Deianeira,
Deianira,
Deichselkreuz,
Deidameia,
Deimos,
Deino,
Dejanira,
Dekadenring,
Dekalkomanie,
Dekalog,
Dekor,
Dekoration,
del.,
Delfter Fayencen,
Deliberata,
Delila,
delin.,
delineavit,
Delle,
Delphin,
Demeter,
Demi-Parure,
Demokrit und Heraklit,
Demonstrationskunst,
Demut,
Denar,
Denarii concavi,
Dentelle,
dep.,
Depositio,
Derby,
Descensus,
Desco da parto,
Design,
Desornamentado-Stil,
Dessertaufsatz,
Desserte,
Deukalion,
Deukalionische Flut,
Deuterojesaja.
Dali, Salvador (M), geb. 1903 Figuras (Spanien), über den Kubismus gelangte er zum surrealistischen Figurenbild.
Dalllnger v. Dalling, Johann (M), geb. 1782 Wien, gest. 1864 ebda. Schüler seines Vaters Johann v. D. Gute Landschaften mit Pferden.
Dali' Oca-Bianca, Angelo (M), geb. 1835 Verona, gest. 1914 Venedig. Malte vollimpressionistische Darstellungen aus dem ve-nezian. Volksleben.
Dalmata, Giovanni (B), geb. um 1440 Traft, gest. nach 1490 Rom (?). Arbeitete zusammen mit Bregno und Mino da Fiesole in Rom (Chorschranken der Sisti-na, Grabmal Paul n.), tätig auch für Matthias Corvinus von Ungarn. Tätig außerdem in Venedig und Ancona. Frührenaissance.
Dalmatika (Kg), langer, hemdartiger Überwurf mit Ärmeln. Zuerst ägyptisches und hellenistisches Hofkleid, im frühen Mittelalter das Unterkleid des byzantinischen Geistlichen. Später allgemein eingeführtes liturgisches Gewand im katholischen Kultus.
Dalou, Jules (B), geb. 1838 Paris, gest. 1902 Paris. Schüler von Carpeaux, Bildhauer in gemässigt realistischer Aufassung. Genres und Allegorien,
Dalsgaard, Christen (M), geb. 1824 Krabbesholm, gest. 1907 Sorö. Maler ernster dänischer Genrebilder.
Damaszierung (Kg), siehe Tauschierung.
Damianos, Konstantin (M)„ geb. 1869 Wien, gest. 1949 ebda. Lange Zeit in Graz tätig, lyrische, sanft impressionistische Landschaften.
Dancart (B), niederländ., in Spanien tätiger Bildhauer, sein Hauptwerk das Chorgestühl der Kathedrale Sevilla, um 1475.
Dance, Nathaniel, Sir (M). geb. 1734 London, gest. 1811 Winchester. Lange Zeit in Rom tätig. Klassizistische Bildnisse und Historien, sein Bruder Georges D. (1741 bis 1826) baute in phantastischer Neugotiki (London, Guildhall, St. Bartholomäuskirche).
Danckers, Peter (M), geb. 1605 Amsterdam, gest. 1661 Rudnik (Polen). Bildnis, Relig., Dekoratives.
Danhauser, Joseph (M), geb. 1805 Wien, gest. 1845 ebda. Schüler von P. Krafft, Historien und Genrebilder mit oft satirischem Beigeschmack und ausgezeichnetem Kolorit. Die besten Bilder in Wien (Gal. d. 19. Jahrh.).
Daniele, siehe Volterra Dan. da.
Dannecker, Johann Heinrich v. (B), geb. 1758 Waidenbuch, gest. 1841 Stuttgart. Schüler von Le-Jeune und Gulbal, später in Paris, dann in Rom bei Canova. Hauptmeister der deutschen klasslzis. Plastik (Ariadne auf dem Panther, Psyche, Christusstatue, Schillerbüsten). Monogr. v. Spemann (Berlin 1909).
Dantan, Joseph Edouard (M), geb. 1848 Paris, gest. 1897 Viller-ville. Historien und Genres.
Danti, Vincenzo (B), geb. 1530 Perugia, gest. 1576 ebda. Bruder des Mathematikers und A. Igna-zio D. (1536 bis 1586 Rom). Schüler Michelangelos, seine Werke sind kühl und manieristisch.
Darnaut, Hugo (M), geb. 1851 Dessau, gest. 1937 Wien. Schüler von Lichtenfels, Stimmungslandschaften In einem vornehmen Impressionismus.
D'Arthols, Jacques (M). geb. 1613 Brüssel, gest. 1686 (?). Beeinflußt von L. de Vadder. Seine ausgezeichneten und vorbildlichen Waldbilder sind in einem dekorativ-heroischen Stil gehalten. Vlämisches Barock.
Dasio, Maximilian (M, Gr). geb. 1865 München, gest. 1910. Schüler von Herterich. Radierungen, Lithographien, Holzschnitte („Vom Teufel"), u. a. auch Kleinplastiken.
Stichworte im Überblick: Divulgavit,
Diwan,
Dixhuitième,
Dochtschere,
Docilitas,
Docke,
Doctor's Lady,
Documenta,
Dodekathlos,
Doëg,
Doelenstück,
Döns,
Dog-tooth,
Dolch,
Dolman,
Dolmen,
Dolorosa,
D.O.M.,
Dom,
Domino,
Domopera,
Donar,
Donatio clavis,
Donation,
Donator,
Donatoren-Exlibris,
Donauschule,
Donaustil,
Donjon,
Donnerkeil,
Doppeladler,
Doppelaxt,
Doppelbecher,
Doppelbildnis,
Doppelbüchse,
Doppelchor,
Doppeldukatengold,
Doppelfigur,
Doppelflinte,
Doppelflöte,
Doppelglas,
Doppelgold,
Doppelherme,
Doppelkapelle,
Doppelkreuz,
Doppelkruzifix,
Doppelmadonna,
Doppelpokal,
Doppelscheuer,
Doppelsiegel,
Doppelstücke,
Dorische Säulenordnung,
Dorisches Kyma,
Dormeuse,
Dormitio (Beatae) Mariae(Virginis),
Dormitorium,
Dornauszieher, kapitolinischer,
Dornbusch, brennender,
Dornenkrone.
Detoma, Anton (B), geb. 1821 Varallo, gest. 1895 ebda. Lange in Wien als Hofstukkateur tätig, Wiederbeleber der alten Technik des Stucco lustro.
Dettmann, Ludwig (M), geb. 1865 Adelbye bei Flensburg, gest. 1929. Schüler von Thumann und Bracht, Landschaften in gemässigt moderner Art mit guten Luftstimmungen.
Deutsch, Nicolaus, siehe Manuel.
Deveria, Eugen (M), geb. 1805 Paris, gest. 1865 ebda. Historienmaler der romantischen Richtung.
Diakonikon (A), in den frühchristlichen Kirchen des Ostens rechteckiger Anbau an das Presbyterrum zur Aufbewahrung der kirchlichen Gerfite.
Diamantquadern (A), der sichtbare Teil einer Quader, der einem geschliffenen Diamanten ähnlich bearbeitet ist. Beliebt in Renaissance und Barock.
Diaz de la Pena, Narcisse (M), geb. 1807 Bordeaux, gest. 1876 Mentone. Autodidakt, von Deia-croix beeinflußt, breit gemalte, tonschöne Landschaften, staffiert mit mythologischen und idealen Figuren, Romantiker, schloß sich der Schule von Bar-bizon als einer ihrer besten Meister an.
Dickinson, William (Gr), geb.
1740 London, gest. 1828 Paris.
Reprodukt. Graphik in Schabmanier.
Didier - Pouget, William (M), geb. 1864 Toulouse. Impressionistische Landschaften von ansehnlicher malerischer Kraft.
Dieffenbach. Karl Wilhelm (M), geb. 1851 Hadamar, gest. 1913 Capri. Lebte ab 1891 mehrere Jahre als Naturapostel in Wien, malte phantastisch-symbolistische Bilder und zusammen mit seinem Schüler Fidus den 68 m langen Fries „Per aspera ad astra". Die künstlerische Bedeutung D.'s ist umstritten.
Dielmann, Jakob (M), geb. 1809 Sachsenhausen, gest.. 1885 Cron-berg. Genremaler, Themen aus dem Leben der hessischen Landbewohner.
Diemer, Zeno (M), geb. 1866 München, gest. 1939 ebda. Landschaften und Illustrationen aus dem Hochgebirge und vom Meere.
Dienste (A), die Säulchen eines Bündelpfeilers (s. d.) oder eines Wandpfeilers, längs welchem der Druck des Kreuzgewölbes (s. d.) zur Erde abgeleitet wird (Abb. S. 64). Der D. ist typisch für das hohe statischkonstruktive Denken der Gotik.
Dientzenhofer, Familie bayrischer Architekten des süddeutschen Hochbarocks:
Dientzenhofer, Bernhard Chr., geb. 1655 Aibling, gest. 1722 Prag. Schuf die Klosterkirche zu Banz.
Dientzenhofer, Georg, geb. 1643 Aibling, gest.. 1689 Waldsassen. Erbaute die Wallfahrtskirche Kappel und St. Martin in Bamberg.
Dientzenhofer, Johann Leon-hard, tätig seit 1685 in Ebrach, Bamberg und Bayreuth, gest. 1707 Bamberg. Mittätig an der Erbauung der Klosterkirche in Banz, erbaute das Schloß Schönborn.
Dientzenhofer, Johann, gest. 1726 Prag. Studierte in Rom; erbaute ab 1703 den Dom in Fulda, mittätig an der Klosterkirche in Banz (wahrscheinlich das Projekt von ihm), Schloß in Fulda, Abtei in Ebrach, Umbau des Schlosses Geibach; mittätig am Neubau des Schlosses Pommers-felden; zusammen mit Kilian D. mehrere Kirchen in Prag. Der Anteil der einzelnen D. ist bei den Bauten oft schwer zu scheiden.
Dreinageltypus,
Dreinase,
Dreipass,
Dreischenkel,
Dreischlitz,
Dreischneuß,
Dreisitz,
Dreispitz,
Dreiviertelansicht,
Dreiviertelfigur,
Dreiviertelsäule,
Dreizack,
Dresden china,
Dressoir,
Drillingsbogen,
Drillingsfenster,
Drip-Painting,
Drolerie,
Drucke für die Hundert,
Drucker,
Druckerschwärze,
Druckerzeichen,
Druckform,
Druckgraphik,
Druckperlen,
Druckstock,
Druckverfahren, graphische,
Drud,
Drudenfuß,
Druide,
Druse.
Dryaden und Hamadryaden,
Dublee,
Dublette,
Dublieren,
Dublüre,
Duecento,
Dünndruckausgabe,
Dünnpfennig,
Dürer,
Dürnitz,
Duftkapsel,
Duftrosen,
Dugento,
Dukaten,
Dukatengold,
Duktus,
Dulzian,
Dunkeln,
Durchbrucharbeit,
Durchquerung des Roten Meeres,
Durchschlagen der Farbe,
Durchschossenes Exemplar,
Dusing,
Dussägge,
Duttenkragen,
D.W.B.
DIU, Ludwig (M), geb. 1848 Gernsbach, gest. 1920 Karlsruhe. Akad. Prof. in Karlsruhe, Schüler von Seitz und Piloty, malte zuerst ausgezeichnete Marinen aus Venedig, gründete dann die Malerschule von Dachau und schuf dort in breiter, dekorativer Technik stimmungsvolle Landschaften. Bedeutend als Kunsterzieher.
Dillis, Johann V. (M), geb. 1759 Giebing, gest. 1841 München. Malte und radierte Landschaften aus Griechenland und Oberbayern.
Dinglinger, Johann Melchior, Kunstgewerbe, genannt der „deutsehe Cellini", geb. 1664 Biberach, gest. 1731 Dresden. Virtuose in der Bearbeitung kostbarer Materialien für Schalen, Pokale, Tafelaufsätze, Figuren, u. a. Werke in Dresden (Grünes Gewölbe).
Monogr. v. J. L. Spondel (Stuttgart 1904).
Dionysios (B), aus Argos, schuf um 470 v. Ch. u. a. Weihegeschenke für Olympia.
Diorama (M), von beiden Seiten bemalter durchsichtiger Stoff, der erst bei entsprechender Beleuchtung zur Wirkung kommt. Das D. entstand in der Romantik und ist bezeichnend für deren magisches Denken.
Dioskurides, Gemmenschneider aus der Zeit des Kaisers Octa-vianus Augustus.
Dipteros (A), griech. Tempel mit einer doppelten Säulenreihe um den ganzen Bau.
Diez, Robert (B), geb. 1844 Pöß-neck. gest. 1922 Loschwitz. Lebte in Dresden als Akad. Prof.
Genre- und Brunnenplastiken in romantisch-realistischer Gestaltung (Monumentalbrunnen in der Neustadt Dresdens).
Diez, Wilhelm v. (M), geb. 1839 Bayreuth, gest. 1907 München. Schüler von Piloty, malte brillant gezeichnete und koloristisch gute Kriegs- und Sittenbilder aus dem Dreißigjährigen Krieg .
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