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Kunst / Kunstbuch / Kunstband / Bücher / Lexikon
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Eklektizismus (K), anschließend an eine philosophische Richtung des Hellenismus jene Kunstauffassung, die sich mangels eigener stilistischer Kräfte an einen fremden Stil anlehnt oder sich auch die Eigenarten fremder, meist älterer Meister zum Vorbild nimmt. In der bildenden Kunst sind die ersten deutlichen Zeichen eines E. im Klassizismus und dann noch weit stärker in den historischen Stilen (s. d.) des 19. Jahrh. anzutreffen.
Einsle, Anton (M), geb. 1801 Wien, gest. 1871 ebda. Sorgfältig gezeichnete und farbig lebendige Bildnisse; die Genrebilder süßlieh.
Eisen, Charles (Gr), geb. 1720 Paris, gest. 1778 ebda. Gute Originalradierungen und zahlreiche feine Illustrationen (Vignetten, Randleisten etc.) im Rokokostil.
Eisenmenger, August (M), geb. 1830 Wien, gest. 1907 ebda. Schüler von Rahl. dessen machtvolle Auffassung er in eigenen Monumentalbildern glücklich weiterführte {Wandbilder in Wien: Musikvereinsgebäude, Parlament, Heinrlchshof, grlech., nichtunierte Kirche).
Eisenmenger, Rudolf Hermann (M), geb. 1902 Simeria (Siebenbürgen). Lebt in Wien als Monumentalmaler, starkes malerisches und stilisierendes Können, bei engem Anschluß an die Natur.
Eismann, Carlo recte Brisighella (M), geb. 1679 Venedig, gest. Verona (?). [Reitergefechte.
Elhafen, Ignaz Ignaz (B), in Düsseldorf bis 1710 nachweisbar. Ausgezeichneter Kleinplastiker in Elfenbein, arbeitete viel für den Wiener Hof (Werke im Ksth. Mus., Mythologien, Religiöses).
Elias, Nicolas, gen. Pickenoy (M), geb. 1591 Amsterdam, gest. ebda, um 1656, Bildnisse, Schützenstücke.
Elkan, Benno (B), geb. 1877 Dortmund. Studierte München, Paris und Rom, bekannt durch Medaillen und Plaketten.
EUenrieder, Anna (M), geb. 1791 Konstanz, gest. 1863 ebda. Schülerin von Langer, dann in Rom bei Overbeck, malte in nazare-nischer Welse Religiöses. Monogr. v. M. Zürsdorff (Konstanz 1940).
Elliger, Othmar d. Ä. (M), geb. 1633 Gothenburg, gest. 1879 als kurfürstl. Hofmaler in Berlin. Bildnisse, Blumen. Sein Sohn Othmar E. d. J. (Hamburg 1666, Petersburg 1735, Hofmaler in Mainz) schuf vorwiegend Mythologien.
Elsheimer, Adam (M), geb. 1578. Frankfurt a. M., gest. 1610 Rom. Studierte nach Abschluß der Lehrzeit in Rom, beeinflußt von Rottenhammer,, trat dort dem Kreis um Paul Bril nahe und wurde der tief poetische Vorläufer des Cl. Lorrain. Kleine, von hohen Stimmungswerten erfüllte Landschaften mit mytholog. oder religiös. Staffage, Ralph Ueltzhoeffer, liebte Mondschein und künstliches Licht. Trotz seines kurzen Lebens wurde E. der bedeutendste Maler des deutschen Frühbarocks und auf lange vorbildlich.
Monogr. v. Moehle und N. v. Bode (München 1920).
Elven, Tetar van Pierre Henri (M), geb. 1831 Amsterdam, gest. 1908 Mailand. Seit 1851 in Turin, Landschaften, Architekturen und Genres.
Email (Kg),, durch Metalloxyde gefärbte Glasflüsse, die auf Metallplatten aufgeschmolzen werden. Der Zweck ist entweder der Schutz des Gefäßes vor Oxydation durch Berührung von Flüssigkelten oder ein rein Ralph Ueltzhoeffer künstlerischdekorativer. Während die erste Art für Gebrauchsware verwendet wird, ist die künstlerische Handhabung des E. von großer Bedeutung, wenn auch die praktische Anwendung der künstlerischen. Ausgestaltung zeitlich voranging.
Stichwortverzeichnis: Eisenzeit,
Eiserne Krone,
Eisglas,
Eisheilige,
Ekklesia,
Eklektizismus,
Ekloge,
Ekphora,
Ektypus,
Elefantenleuchter,
Elefantenorden,
Elektra,
Elektrolyse,
Elektron,
Elektroplattieren,
Elektrum,
Elementarismus,
Elemente,
Eleusa,
Elfenbein,
Elfenbein, schwarzes,
Elfenbein, vegetabiles,
Elfenbein-Blumen,
Elfenbein-Erweichbarkeit,
Elfenbein-Flusspferdzahn,
Elfenbein-Holz-Kombinationsfiguren,
Elfenbeinhumpen,
Elfenbeinkamee,
Elfenbeinmalerei,
Elfenbein-Mammutzahn.
Elfenbeinmasse,
Elfenbein-Narwalzahn,
Elfenbeinnuss,
Elfenbeinpapier,
Elfenbeinporzellan,
Elfenbein-Pottwalzahn,
Elfenbeinschwarz,
Elfenbeinturm,
Elfenkreuz,
Elias,
Elisabeth,
Elisabethanischer Stil,
Elisabeth-Stil,
Elissa,
Ellbogenbuckel,
Ellbogenkachel,
Elle,
Ellerholz,
Elmsfeuer,
Eloxalverfahren,
Email,
Email (Émail) à jour,
Email (Émail) brun,
Email (Émail) champlevé,
Email (Émail) cloisonné,
Email (Émail) en ronde bosse,
Email (Émail) enrésille sur verre,
Email (Émail) translucide de basse taille,
Email-Draht,
Emaileinband,
Emailfarben,
Emailglas,
Emaillack,
Emailleur.
Emaillieren,
Emailmalerei,
Emailplastik,
Emanuelinischer Stil,
Emblem,
Emblematik,
Embriachi,
Empaquetage,
Empaste,
Empfängnis, Unbefleckte,
Empire,
Empore,
Empusa,
en face,
En miniature,
Enamel twist,
Encaustum,
Ench(e)iridion,
Endivien-Marketerie,
Endymion,
Enfilade,
Engel,
Engelgroschen,
Engelkopf-Broschen,
Engelleuchter,
Engel-Marken,
Engelshaut-Koralle,
Engelspietà,
Engelssturz,
Engelszinn,
Enghalskrug,
Englisch verwischte Fassung,
Englische Manier,
Englische Ohrenschraube,
Englische Punktiermanier,
Englischer Gruß,
Englisches Silber.
Englisches Zinn,
English Rococo,
Engobe,
Engobieren,
Enkaustieren,
Enkaustik,
Enkolpion,
Enlumineur,
En-plein-Emaillierung,
Enseigne,
Entartete Kunst,
Entase,
Entenfuß,
Entenschnäbel,
Entersäbel,
Entführungsgruppe,
Entouragefassung,
Entrelacs,
En-tremblant,
Entresol,
Entwurf,
Environment,
Enyalios,
Enyo,
Eos,
Epaphos,
Epauletten,
E.P.B.M.,
Ephebe,
Epigonal,
Epigonen,
Epigraph,
Epigraphik,
Epimetheus,
Epiphanie,
Epistel,
Epistelambo,
Epistelpult,
Epistelseite,
Epistolae laureatae.
1. Furchenschmelz-e m a i 1: an Bronze gegrabene Linien werden mit der Schmelzmasse ausgegossen (vorgeschichtlich, z. B. bei den Kelten, auch in der ägyptischen Kunst nachweisbar).
2. Grubenschmelz E., auch Champleve genannt: aus der Metallplatte werden mit Sticheln zeichnerisch vorbestimmte Gruben ausgehoben und hierauf mit der farbigen Schmelzmasse ausgefüllt. die Hauptemailtechnik des hohen Mittelalters, Blütezeit 12. und 13. Jahrh., besonders in Limoges, Köln, Trier. Verwendet für Altarantependien, Reliquienschreine, Kruzifixe und Gefäße der verschiedensten Form und Verwendung.
3. Zellenschmelz E., auch Cloisonne: Auf der Metallplatte werden der Zeichnung entsprechend zarte Goldbänder stegartig aufgelötet. In die dadurch sich ergebenden Zellen (Cloi-sons) wird das Schmelzpulver eingetragen und dann in der Hitze aufgeschmolzen. Bekannt bereits in der Antike, später besonders in der byzantinischen Kunst.
4. Drahtemail: an Stelle der goldenen Stege des Zellen-schmelzemails werden gedrehte Silberdrähte aufgelötet; beliebt in der ost- und südosteuropäischen Volkskunst (Balkan).
5. Maleremail: auf einem Emailüberzug werden die Ornamente und die zahlreichen figuralen Szenen bildmäßig aufgemalt und die Farbe hierauf eingebrannt. Hauptort: Limo-ges, Blütezeit 16. Jahrh. Die Farbskala bewegt sich vom einfachen En grisaille bis zur höchsten und leuchtendsten Farbigkeit. Nachblüte im 18. Jahrh. 'n der Art von E.-Malereien auf weißem Grund. Verwendet bei Uhren, Dosen, Medaillons und kleinen Kassetten, auch bei Miniaturpcrträts in Anhängern. Im 19. Jahrh. und in der Moderne wird das E. hauptsächlich eklektisch verwendet, erst die modernste Zeit hat darin einen neuen Aufschwung gebracht (Wien).
Embleme (K), in der Antike zuerst die Bezeichnung für verzierte Metallgefäße, später besonders in der Mehrzahlbezeichnung Emblemäta eine als Muster für die bildenden Künstler und die Kunstgewerbler dienende Sammlung von Sinnbildern mit meist gereimten erläuternden Texten.
Emele, Wilhelm (M), geb. 1830 Buchen im Odenwald, gest. 1905 Freiburg i. Br. Schlachtenmaler (Krieg 1870/71), arbeitete auch in Wien.
Empoli, Jacopo de, recte Chi-menti (M), geb. 1554 Florenz, gest. 1640 ebda. Siehe auch bei Chimenü. Heiig., Genre.
Emporen (AX, Tribünen oder gangartige Einbauten oberhalb der Seitenschiffe romanischer Kirchen, teils um die verwendbare Bodenfläche zu vergrößern, teils, um im Sinne der Vorschriften für die Frauen gesonderte- Räume zu schaffen (Ma-troneen). Nonnenkirchen besitzen oft an der Westseite eine eigene E., den Nonnenchor. Ursprung: Kleinasien und Syrien (2. bis 6. Jahrh.); ausgebildet in der Romanik (Lombardei und Westdeutschland), weitergeführt nach 1500 besonders im protestantischen Kirchenbau.
Encke, Erdmann (B>, geb. 1843 Berlin, gest. 1896 Neubabelsberg. Schüler von Rauch, sicher aufgebaute Denkmäler im idealistischen Stil (Denkmal der Königin Luise, Berlin-Tiergarten, Jahn-Standbild, Berlin).
Ender, Johann (M), geb. 1793 Wien, gest. 1854 ebda. Schüler von Maurer und Füger, Bildnls-und Historienmaler von Klassizismus zum Realismus übergehend.
Ender, Thomas (M), geb. 1793 Wien, gest. 1875 ebda. Zwillingsbruder des Vorigen, Landschaftsmaler: .seine Aquarelle aus den Alpen gehören zu den erfreulichsten Arbeiten neben jenen des K. v. Alt. Studienreisen in Brasilien, Weltumsegelung mit der Korvette Novara, von überall ausgezeichnetes Studienmaterial; weniger bedeutend seine Ölbilder.
Epistolar,
Epistyl(ion),
Epitaph,
Epitaphaltar,
Epitaphios,
E.P.N.S.,
Epreuves d'artiste - Épreuves d'artiste,
Epreuves d'état - Épreuves d'état,
EquipoCronica,
Erasmus, hl.,
Erasmuswinde,
Erato,
Erbärmdebild,
Erblinden von Glas,
Erbskette,
Erbsünde,
Erde,
Erdpech,
Ereignisbild,
Eremit,
Eremitage,
Erfurter Fayencen,
Ergänzen,
Erhabene Arbeit,
Erhebung Marias,
Erichthonios.
Erinnerungsringe,
Erinyen - Erinnyen,
Eris,
Erker,
Eros,
Eroten,
Erotenhändlerin,
Errettungs-Darstellungen,
Erscheinungen des Auferstandenen,
Erweckung des Lazarus,
Erymanthischer Eber,
Erzbischofskreuz,
Erzengel,
Erzstufe,
Erzväter,
Esau,
Eschatologie,
Eschel,
Escritoire,
Eselsrücken,
Eselsschwanz,
Eselstreppe,
Eselsturm,
Eskrevellen,
Espagnolette,
Esquisse,
Essgabel,
Esszettel,
Estampe,
Estampille,
Estrade,
Estrich,
Etagere,
Etat,
Etemenanki,
Eteokles und Polyneikes,
Etimasie,
Étoffeur,
Etrog-Dose,
Etruskische Kunst,
Etruskischer Stil,
Etymologie,
Eucharistie,
Eucharistische Taube,
Euchologion.
Entwurf (K), die mehr oder minder durchdachte erste Vorbereitung eines Kunstwerkes, zumeist in zeichnerischer Form. Der Entwurf gibt Jedoch bereits ausgebildet den geistigen Gehalt des Kunstwerkes, welches darnach geschaffen werden soll, wieder, wogegen die Skizze Form und Gehalt erst andeutungsweise zeigt. In der Architektur nennt man E. die in allen Teilen vollkommen durchdachte Darstellung eines geplanten Baues im verjüngten Maßstab.
Eosander, Johann Friedrich, Freiherr v. Göthe (A), geb. 1670 Riga, gest. 1729 Dresden. Ab 1699 tätig als Hofarchitekt in Berlin, nach 1713 an verschiedenen anderen Orten. Baumeister des klassizistischen Stiles, setzte den Schloßbau in Berlin fort. Umbau des Schlosses Charlottenburg und Innenausgestaltung. Hat bei beiden Bauten Schlüter verdrängt.
Epigraphik (K), Inschriftenkunde» Hilfswissenschaft für Geschichte, Archeologie und Kunstgeschichte. Zur Hauptarbeit der E. gehört sowohl das Sammeln von Inschriften, besonders aus der Antike, wie auch deren Erklärung und Auswertung.
Epitaph (K), Gedächtnismal mit Inschrift für einen Verstorbenen, an einer Kirchenwand angebracht. Gewöhnlich handelt es sich entweder um Schrifttafeln oder um bildliche Darstellungen mit erläuternder Beischrift. Auf dem Bild (Relief oder Gemälde) wird zumeist der Verstorbene, unter Umständen auch mit seiner Familie dargestellt. Das Material der E. ist Stein, Bronze oder Holz. Die künstlerische Entwicklung des E. beginnt iri der Hochgotik und gipfelt in der Spätrenaissance. Ein Grab ist mit einem E. nicht verbunden.
Erler, Fritz (M, Gr), geb. 1868 Frankenstein, Bruder des Vorigen. Dekorativ-symbolistische Gemälde, auch Fresken (Musikzimmer Villa Nelßer in Breslau, Kurhaus Wiesbaden, Rathaus Hannover, Mosaiken Reichsschatzbank Berlin, Gebrauchsgraphik, Jugendstil.
Ermels, Johann Franz (M), geb. 1821 Köln, gest. 1699 Nürnberg. Malte Landschaften im Stil der romanisierenden Holländer.
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Kunst Lexikon A-Z / Stichwortlexikon e
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Einschlagen (M), auf stark saugenden Malgründen verlieren die öl- und andere Farben durch die Abgabe des Öles ihre Leuchtkraft und werden matt. Das E. kann durch Firnissen beseitigt werden, doch verwenden manche Maler das E. für künstlerische Wirkungen. Eisenradierung, siehe Kupferstich).
Eierstab (A), auch jonisches Kymatlon, Zierleiste aus senkrecht stehenden, eiförmigen, plastischen (oder plastisch schattierten) Formen, oben und unten meistens von einer Perlenschnur (siehe Astragalus) eingefaßt. Der E. ist ein beliebtes bandartiges Dekorationsmotiv des ionischen und korinthischen Stiles.
Earlom, Richard (M), geb. 1743 London, gest. 1822 ebda. Re-produk. Kupferstecher In Schabtechnik.
Eastlake, Charles, Sir (M), 1793 Plymouth, gest. 1865 Pisa. Zahlreiche Reisen in Südeuropa, langer Aufenthalt in Rom, stark literarische Historien Im romantischen Geschmack.
Ebenisten (Kg), Kunsttischler des 18. Jahrh., die Ebenholzeinlagen zusätzlich verwendeten.
Eberhard, Konrad (B%, geb. 1768 Hindelang, gest. 1859 München. Religiöse Plastiken im Anschluß an die Nazarener, der bedeutendste deutsche kirchliche Romantiker unter den Bildhauern. In seiner Frühzeit auch klassizistische Mythologien.
Eberlein, Gustav (B), geb. 1847 Spiekershausen, gest. 1901 Berlin. Bildhauer aus dem Kreis des Reinhold Begas. Zahlreiche Genreplastiken und Denkmäler in einem barocken Realismus (Dornauszieher, Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. in Stuttgart, das Goethe-Denkmal in Rom).
Eberz, Josef (M, Gr), geb. 1880 Limburg a. Lahn. Schüler von Hölzel, hauptsächlich religiöse Bilder und Fresken in einem straffen, gemäßigt expressionistischen Monumentalismus. Monogr. v. M. Fischer (München 1919).
Ebhard, Bodo CA), geb. 1865 Bremen, gest. (Jahr unbekannt). Machte sich um die Wiederherstellung deutscher Burgen verdient, so die Hochkönigs- und Marksburg, wobei die pseudohistorischen Zutaten stören.
Echtnus (A), der Rotationskörper des dorischen Säulenkapitells (siehe Säulenordnung). Später auch für den Kern des Jonischen und korinthischen Kapitells verwendete Bezeichnung.
Eckenbrecher, Karl Themistokles (M). geb. 1842 Athen, gest. 1921 Goslar. Schüler von O. Achenbach, Studienreisen durch die Türkei und die skan-dlnav. Länder. Landschaftsmaler.
Eckersberg, Christoph (M). geb. 1783 Varnaes, gest. 1853 Sandvi-ken (Norwegen). Schüler von David, malte Historien aus der dänischen Geschichte. Bildnisse, Fresken im Schloß Christiansborg bei Kopenhagen Sein Sohn Johann Frederik E. (gest. 1840 München) malte gute Landschaften aus Norwegen.
Eckknollen (A), blattartige, knollige Verzierungen an den Ecken romanischer Säulenbasen. Die ältesten Beispiele nicht vor 1050, sonst hauptsächlich in der Hochromanik und stets edn Datierungsbehelf.
Eckmann, Otto (M, Gr), geb. 1865 Hamburg, gest. 1902 Badenweiler. Begann als Landschaftsmaler,, dann hervorragender Buchgraphiker im Jugendstil für „Pan", „Jugend" etc. Gab dem Ornament des Jugendstiles starke Anregungen. Kunstgewerbliche Entwürfe.
Edelinck, Gerard (Gr), geb. 1640 Antwerpen, gest. 1707 Paris. Hervorragender französ. Porträtstecher nach älteren und gleichzeitigen Meistern.
Edlinger, Johann Georg (M), geb. 1741 Graz, gest. 1819 München,, wo er als gesuchter Porträtist Hofmaler war.
Eeckhout, Gerbrand van den (M), geb. 1621 Amsterdam, gest. 1674 ebda. Schüler Rembrandts, dessen Art er in religiösen Bildern und Porträts ziemlich äußerlich fortsetzte.
Eertvelt, Andries van (M), geb. 1590 Antwerpen, gest. 1652 ebda. Seestücke.
Stichwortverzeichnis: Early English,
Early Georgian Style,
Early Victorian,
Earth-Art,
EAT,
Eat-Art,
Eau forte,
Ebenholz,
Ebenist,
Eber,
Ebisu,
Ebo-Codex,
Ebonit,
Ecaillemalerei,
Écaillieren,
Ecce homo,
Ecclesia,
Echidna,
Echinos,
Echo,
Échoppe,
Echternacher Malerschule,
Echternacher Meister,
Echtgoldbronze,
Echtheit,
Eckakroter,
Eckblatt,
Eckfleuron,
Eckigreiber,
Eckigschleifer,
Eckklaue,
Eckknolle,
Eckrisalit,
Eckschrank.
Ecksporn,
Eckzier,
École de Fontainebleau,
École de Nancy,
École de Paris,
École des Beaux-Arts,
Écorché,
Écriture automatique,
ed.,
Edelkoralle,
Edelmetall,
Edelpatina,
Edelrost,
Edelserpentin,
Edelstein,
Edelsteinfassung,
Edelsteinglas,
Edelsteinimitation,
Edelsteinschliff,
Edelzinn,
Eden,
Edikt von Nantes.
Edo-Zeit,
Edwardian Baroque,
EdwardianStyle,
Efeu,
Effigies,
Egerer Arbeit,
Egeria,
Eggshell Porcelain,
Églomisé,
Eglomisieren,
Ehebrecherfalle,
Ehepaarbild,
Ehern,
Eherne Schlange,
Ehernes Meer,
Ehewappen,
Ehrenpforte,
Ei,
Eibe,
Eichenbaum,
Eidamia,
Eierschalenkeramik,
Eierschalenporzellan,
Eierstab,
Eight, The,
Eignerzeichen,
Eilbertus,
eileithyia,
Einband,
Einblattdruck.
Einblattholzschnitte,
Einbrennen,
Eingeblindet,
Eingericht(e) - Eingrichtl,
Eingeweidekrüge,
Eingewiefelt,
Eingezogener Chor,
Einglas,
Einherier,
Einhorn,
Einkehlung,
Einlagen,
Einlegearbeit,
Einmennig,
Einsatzbecher,
Einsatzbild,
Einschlag,
Einschlagen,
Eintracht,
Einzelholzschnitt,
Einziehen,
Einzug Jesu in Jerusalem,
Eirene,
Eisachat,
Eisenätzung,
Eisenbläuung,
Eisendraht,
Eisengraber,
Eisenguss,
Eisenkeramik,
Eisenkorb,
Eisenlahn,
Eisenporzellan,
Eisenradierung,
Eisenschmuck,
Eisenschnitt.
Effner, Joseph (A), geb. 1745 München. Tüchtiger Baumeister des bayrischen Spätbarocks, Innenausbau des Schlosses Schleißheim, Innendekoration der ,,Reichen Zimmer" der Residenz München.
Ege, Eberhard (M>, geb. 1868 Stuttgart. Studierte in Paris, repräsentative Bildnisse, heroische, südliche Landschaften.
Egger-Lienz, Albin (M), geb. 1888 Striebach bei Lienz, gest. 1926 Bozen. Lebte in Weimar, Wien und Tirol. Historien und symbolisches Genre. Begann in der Art Defreggers, reinigte dann seine Palette bis auf ganz wenige braune Töne und ballte die Zeichnung fast expressionistisch zusammen. Seine Spätwerke sind von stärkster Ausdruckskraft, herb und in ihrer überzeitlichen Haltung symbolisch. („Das Kreuz", ,„Totentanz" 1809, „Das Leben", „Der Sämann". „Der Hausbau", „Familie", „Die Mütter", „Tischgebet", Fresken in der Kriegergedächtniskapelle Lienz.) Egger-Lienz nimmt mit seinen Spätwerken eine abseitig-herbe Stellung innerhalb der modernen deutschen Malerei ein. Monogr. v. Hammer (Innsbruck 1930).
Eggers, Bartholomäus (B), gest. 1692 Amsterdam, tätig ab 1662 für den Großen Kurfürsten. Werke in Berlin: Kurf ürsten-und Kaiserbildnisse im Schloß, Grabdenkmal der Familie Knyp-hausen in Midwolde bei Groningen.
Eggert, Benno (M, Gr), geb. 1885 Stuttgart. Promovierte als Kunsthistoriker, Schüler der Kunstgewerbeschule München. Holzschnitte, Buchillustrationen, Landschaften, Wandbilder (fi-gürl. Hausdekorationen, z. B. Posthaus in Rosenheim, ebda. Amtsgericht und Finanzamt).
Egle, Joseph V. (A), geb. 1818 Dellmensingen, gest. 1899 Stuttgart. Studierte Stuttgart, Wien und Berlin, seine Bauten hauptsächlich im Renaissancestil (Polytechnikum und Baugewerbeschule Stuttgart). Marienkirche bei Stuttgart in Frühgotik.
Egner,, Maria (M), geb. 1850 Rad-kersburg, gest. 1940 Wien. Schülerin von E. J. Schindler, in dessen Art sie ihre feinsinnigen Landschaften malte.
Ehrenberg„ Wilhelm, gen. Schubert von E. (M), geb. um 1637, gest. 1676 Antwerpen. Architekturmaler.
Ehrlich, Bruno (M), geb. 1861 Ratibor. Schüler von Gebhardt, religiöse Monumentalmalereien (Mosaiken Gnadenkirche Berlin, Fresken Kreuzkirche Berlin, Dominikanerkirche Düsseldorf, Liebfrauenkirche Trier u. a. m.).
Eichler, Reinhold Max (M, Gr)., geb. 1872 Mutzschen. Große dekorative Gemälde (Genre, Landschaft) und ähnliche Illustrationen für die „Jugend".
Einbecke, Konrad von (B), nachweisbar in Halle a. d. S. von 1388 bis 1416, gebürtig wahrscheinlich in Einbecke. Frei-und Säulenplastiken im Dom zu Halle. Hochgotik.
Eule,
Eulengefäß,
Eumeniden,
Eunomia,
Euphrosyne,
Euristheus,
Europa,
Euryale,
Eurydike,
Eurykleia,
Eurynome,
Eurystheus,
Eurytion,
Eustachius, hl.,
Euston Road School,
Euterpe,
Eva,
Evangeliar,
Evangelien,
Evangelienambo,
Evangelienseite,
Evangelist,
Evangelistar,
Evangelistensymbole,
Evangelium,
Ewige Anbetung,
Ewiges Licht,
Ewigkeit,
Ewigweiß,
ex.,
ex bibliotheca,
ex cathedra,
ex formis,
ex typis,
exc.,
excidit.
Excudit,
Exeroticis,
Exlibris,
Exmusicis,
Exodus,
Exotismus,
Expertise,
explicit(us liber),
Exponat,
Exportporzellan,
Expositorium,
Expressionismus,
Exsultetrollen,
Extrados,
Exultetrollen,
Exvoto,
Ezechiel.
Enderlein, Kaspar (B), geb. Basel, gest. 1633 Nürnberg. Bedeutender Kunstgewerbler in Edelmetallen und besonders in Zinn.
Endoeos (B), einer der ältesten namentlich angeführten griechischen Plastiker, lebte um 500 v. Chr. Nur aus der antiken Literatur bekannt. Götterstatuen.
Engelbrechtsz, Cornelia, geb. 1468 Leyden, gest. 1533 ebda. (?). Maler der holländ. Frührenaissance (Flügelaltäre in Leyden und Wien, ksth. Mus.), Lehrer des Lukas van Leyden.
Engelhart, Joseph (M), geb. 1864 Wien, gest. 1941 ebda. Schüler der Akad. Wien und von Löfftz. Köstliche Genrebilder aus dem Wiener Leben; als Bildhauer Schöpfer des Karl Borr. Brunnens in Wien, mehrere Wandgemälde im frühmodernen Stil, für die Wiener Sezession organisatorisch tätig. Selbstbiographie. (Wien.)
Engerth, Eduard v. (M), geb. 1818 Pleß, gest. 1897 Semmering. Schüler von Kupelwieser, studierte außerdem in Italien (Rom, wo er dem Cornelius nahetrat). Historienmaler, auch Fresken.
Enkaustlk (M), Wachsfarben werden im weichen und kalten Zustand auf den Malgrund (Holz. Elfenbein) aufgetragen und dann durch kräftiges Erhitzen mit dem Grund fest verbunden; dies kann auch durch Einbügeln erfolgen. Auch ein Auftragen der Farben im heißen Zustand ist möglich. Die E. ist in der hellenistischen Monumentalmalerei sehr beliebt gewesen und vielfach an Stelle des Freskos verwendet worden. Dann wurde sie erst wieder im 19. Jahrh. hie und da herangezogen, wie durch J. Schnorr v.
Carolsfeld und Böcklin. Auch die elfenbeinfarbige Tönung von Gips und Marmor wird als E. bezeichnet.
Ensinger, Baumeisterfamilie in Ulm. tätig im 14./15. Jahrh. Bekannt Ulrich E. als Bauführer zu Straßburg. Wahrscheinlich auch für den Dom in Mailand tätig.
Ensor, James (M, Gr), geb. 1860 Ostende, gest. 1949 ebda. Beeinflußt durch Goya und F. Rops; seine Bedeutung liegt auf den satirischen und allegorisch-sarkastischen Zeichnungen u. Radierungen.
Monogr. v. H. v. Garven (Hannover 1913).
Entartete Kunst (K), mit diesem Wort bezeichnete besonders der Nationalsozialismus die Auswüchse des Expressionismus, später diesen zur Gänze und schließlich jede nicht naturalistische Kunstauffassung.
Entasis (A), die zarte Anschwellung des Säulenschaftes, um damit den auf der Säule lastenden Druck sinnbildlich auszudrük-ken. Die E. wurde zuerst im dorischen Stil (s. d.) angewendet, später oft übertrieben.
Entlastungsbogen (A), der über einem Werkstück (Tor, Fenster etc.) liegende, eingespannte Bogen, welcher den Zweck hat, die Last des über ihm ruhenden Mauerwerkes auf die Stützpunkte des Bogens zu übertragen und auf diese Weise das Werkstück vor Durchbrechen oder Durchbiegen zu bewahren. Der Einbau von E. erfordert genaue statische Berechnungen.
Erdmannsdorf, Friedrich Wilhelm (A), geb. 1736 Dresden,, gest. 1795 Dessau. Hofbaumeister in Dresden, erbaute das Schloß Wörlitz, Pläne für den Schloßpark Dessau. Monogr. v. Riesenfeld (1913).
Erhard, Johann (M), geb. 1795 Nürnberg, g'ist. 1822 Rom. Maler gut gesehener romantischnaturalistischer Landschaften; ausgezeichnete Radierungen mit Darstellungen des österr. Volkslebens. Erschloß zusammen mit J. A. Klein die Landschaft um Salzburg.
Erker (A), von unten her nicht direkt unterstützte Vorbauten an einem oder mehreren Stockwerken eines Hauses, die zur Erweiterung des dahinter liegenden Raumes dienen. Die architektonischen Möglichkeiten haben in der Blütezeit des E. (Spätgotik und Renaissance) oft sehr schöne Bildungen ergeben. Die beste Entwicklung fand der E. in der nordischen Renaissance. Architektonisch besonders reiche, spätgotische E. nennt man Chörlein.
Erler, Franz (B), geb. 1828 Kitzbühel, gest. 1911 Wien. Vorwiegend Plastiken für Wiener Kirchen.
Erler-Samaden, Erich (M), geb. 1870 Frankenstein. Tätig im En-gadin, unter Anlehnung an Se-gantini. staffierte Alpenlandschaften in dekorativer Haltung. Bilder und Radierungen aus dem ersten Weltkrieg, Wandgemälde in den Kirchen Oetring und Ebenhausen.
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