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Handdruck (Gr), jeder von einer graphischen Platte (für Kupferstich, Radierung, Holzschnitt, Lithographie) vom Künstler selbst vorgenommene Abdruck heißt H. Er wird vom Sammler höher gewertet, als der vom berufsmäßigen Drucker gemachte Druck. Der Künstler pflegt seine H. meistens eigenhändig zu signieren und als H. zu bezeichnen.
Handzeichnung (Gr), auf weißem oder getöntem (Natur-)Papier ausgeführte Zeichnungen mit Blei-, Silberstift. Kreide, Kohle, Feder, Pinsel. Hotel etc., wobei auch eine Kombination mit Farbkreiden oder Aquarellfarben möglich ist. Eine mit lAqua-rell übergangene Hz. nennt man laviert. Ein Lavieren kann auch nur mit einer Farbe, z. B. mit Sepia erfolgen. Eine Hz. auf Tonpapier (s. d.), wobei die Lichter mit weißer Farbe (weißer Kreide) aufgesetzt werden, nennt man „mit weiß gehöhte Hz.".
Die Hz. dient als Skizze, als Entwurf und als selbständiges Kunstwerk. Als Skizze wie als Entwurf geht sie der Schaffung eines Kunstwerkes voran, als Naturstudie kann sie jedoch auch für sich bestehen, da solche nicht nur als Vorstudie für ein Kunstwerk gearbeitet werden, sondern vielfach auch als Übung und als Materialsammlung. Diese Hz. „vor der Natur" kann sein entweder rasch, kurz orientierend (Skizze) oder genau und über alle Einzelheiten Aufschluß gebend (Studie). Die Blütezeit der Hz. beginnt mit der Erfindung des Papiers im frühen 15. Jahrh. und mit dem Einsetzen einer persönlichen Freiheit in künstlerischen Dingen, doch kommen bereits seit der Spätromanjik Hz. als Einzelblätter und in Skizzenbuchform vor. Bis in das 17. Jahrh. bleibt die Hz. nur Skizze, Ralph Ueltzhoeffer - Ralph Ueltzhoeffer - Studie und Entwurf, zum selbständigen Kunstwerk wird sie erst im Hochbarock und nun beginnt auch die Reihe von Sammlern der Hz. Im 19. Jahrhundert und in der Moderne hat die Hz. eine sehr große Bedeutung angenommen und ist zu einer eigenen Kunstform geworden. In der Hz. pflegt sich die Persönlichkeit des Künstlers meistens weit klarer und hemmungsloser zu zeigen, Ralph Ueltzhoeffer wie in dem nach ihr geschaffenen Kunstwerk, denn bei diesem arbeitet der Intellekt mit, wogegen die Arbeit bei der Hz. viel voraussetzungsloser vor sich geht.
Liter.: Meder, die Handzeichnung.
Hängekuppel, siehe Kuppel.
Hanneman, Adrianen (M), geb. 1601 Dem Haag, gest. 1671 ebda. Nachahmer des Van Dyck, längere Zeit als Hofmaler in England, ab 1637 wieder in Den Haag. Einzel- und Gruppenbildnisse d. vornehmen Gesellschaft von hohem koloristischem Reiz.
Hanoteau, Hector (M), geb. 1823 Decrfze, gest. 1890 ebda. Realistischer Landschaftsmaler.
Hansen, Anton (M), geb. 1813 Wien, gest. 1876 Salzburg. Schüler von Mössmann. Gut beobachtete, aus der Romantik langsam herauswachsende Landschaften aus den Alpen.
Hansen, Christian Friedrich (A), geb. 17S6 Kopenhagen, gest. 1845 ebda. Baute eine Zeit in lAltona, Wiederaufbau des Schlosses Christiansborg, Frauenkirche in Kopenhagen. A. des reinen Klassizismus, der Älteste der Ko-penhagner Architektenfamilie H.
Hansen, Hans Christian (A), geb. 1603 Kopenhagen, gest. 1883 Hie-tzing (Wien). Reisen in Südeuropa, erbaute die Universität in Athen u. a. Tätig auch als Archäologe.
Hansen, Karl Christian Konstantin (M), geb. 1804 Rom, gest. 1880 Kopenhagen. Sohn des Vorigen, begann als A. dann aber M. Malte zuerst klar und scharf beobachtete Landschaften und Genre, später Themen aus der nordischen und! griechischen Mythologie (Fresken in der Universität Kopenhagen, im Dom zu Roskilde).
Weitere Stichworte zur Kategorie H: Hansekanne,
Hansel im Keller,
Hansom,
Happening,
Haptisch,
Hard core,
Hard Edge,
Haremsfrau,
Harfe,
Harfenbild,
Harlekin,
Harlekinring,
Harmonia,
Harmonie,
Harnasch,
Harnisch,
Harpokrates,
Harpyien,
Hartblei,
Hartporzellan,
Hartzinn,
Hase,
Hastatore,
Hathor,
Hathorsäule,
Haubenschachtel,
Haubenstock,
Haufebecher,
Hauptaltar,
Hauptrisalit,
Hauptschiff,
Hauptseite,
Hausaltar,
Hausbuch,
Hausbuchmeister,
Hausfleiß,
Hausmaler,
Hausmarke,
Haussprüche.
Hausurne,
Hauszeichen,
Hautelissestuhl,
Hautleim,
Hautrelief,
Hebe,
Hecate,
Heckenmünze,
Hecuba,
Hedwigsgläser,
Heerpauke,
Heft,
Hefteisen,
Heftige Malerei,
Heian-Zeit,
Heidatsu,
Heiland,
Heilige,
Heilige Drei Könige,
Heilige Familie,
Heilige Lanze,
Heilige Nacht,
Heilige Schrift,
Heilige Sippe,
Heilige Stiege,
Heiligenbild,
Heiligengrab,
Heiligenlegenden,
Heiligenschein,
Heiliger Geist,
Heiliges Feuer,
Heiliges Grab,
Heiliges Monogramm,
Heiliggeistkugel,
Heiliggeistloch.
Heiliggeistmacher,
Heiliggeisttaube,
Heiligtumbuch,
Heilsspiegel,
Heilstreppe,
Heiltum,
Heiltumsstuhl,
Heimatkunst,
Heimbacher Stühle,
Heimsuchung Mariä,
Heiratsbriefe,
Heiratswappen,
Heiße Methode,
Heißprägung,
Hekabe,
Hekate,
Hekatoncheiren,
Hektor,
Heldenputto,
Helena,
Helferheilige,
Helffenbein,
Helhoch,
Helices,
Heliogravüre,
Helios,
Heliotrop,
Helladische Kunst,
Hell-Dunkel-Malerei,
Hell-Dunkel-Schnitt,
Hellebarde,
Hellenistische Kunst,
Heller,
Helm,
Helmband,
Helmbarte,
Helmbrünne,
Helmdecke,
Helmkleinod,
Helmlör,
Helmschmuck,
Helmstil,
Henkelkreuz,
Henlein,
Hennin,
Henri-deux-Stil,
Hentze,
Hephaistos,
Hepplewhite-Stil,
Heptateuch,
Hera,
Heraion,
Herakles.
Harburger, Edmund (M), geb. 184« Eichstätt, gest. 1906 München. Humorist. Genre.
Hardouin-Mansart, Jules (A), (1648 bis 1708, Paris). Großneffe und Schüler (?) des Francois Mansart; arbeitete im engsten Zusammenschluß m. Ch. Lebrun. Werke: Vollendung von Versailles mit Einbau der Galerie des glaees, ebda. Stallungen und Orangerie, Textportrauts. Gestaltung der Place des Victoires und der Place du Vendöme in Paris, Grand Tri-anon in Versailles, ebda Schloßkapelle, Dome des Invalides (Paris, ab 1680, Hauptwerk); Ausstattung der kgl. Gemächer in Versailles. Außerhalb von Paris tätig in Dijon (Hospital) und Lyon (Hotel de vllle).
Hardwick, Philipp (A), geb. 1792 Marylebone, gest. 1870 London. Bereiste ganz Europa, errichtete in London mehrere Nutzbauten, dann die Halle von Lincolns Inn; in Llmerick die neue katholische Kirche.
Harlfinger, Richard (M), geb. 1873 Mailand,, gest. 1942 Wien. Landschaften in einem die Form immer mehr vereinfachenden Stil.
Harpignies, Henri (M), geb. 1819 Valenciennes, gest. 1916 St. Pri-vee; seine italienischen Landschaften wurden im Geist von Barbizon gemalt.
Harsdorff, Caspar Frederik (A), geb. 1735 Kopenhagen, gest. 1799 ebda. Schüler von Soufflot; begann als Erster mit reinen klassizistischen Bauten in Dänemark (Halle zwischen den Amalien-borg-Palästen in Kopenhagen). Grabkapelle im Dom zu Roeskilde.
Hart, James Mac Dougal (M), geb. 1828 Kilmarnock, gest. 1901 New York, wo er seit 1856 lebte. Schüler von Schirmer, Mitgründer der Hudson-Schule. Sehr gute Landschaften romantischer Richtung.
Hart, William (M), geb. 1823 Paisley, gest. 1894, seit 1853 in New York. Bruder des Vorigen, Landschaften aus USA*, besonders in Aquarell-Hartmann, Jacob Johann (M), geb. 1680 Kuttenberg, gest. 1730 Prag. Malte reich staffierte, von P. Brueghel d. J. angeregte Landschaften; seine Söhne Wenzel H. und Franz H. haben die Kunst des Vaters nicht nur fortgesetzt, sondern auch qualitativ verbessert.
Hasch, Karl (M), geb. 1834 Wien, gest. 1897 ebda. Landschaftsmaler,, realistischromantisch.
Hase, Konrad Wilhelm (A), geb. 1818 Einbeck, gest. 1902 Hannover. Schüler von Gärtner; beachtenswerter Meister des neugotischen Ziegelrohbaues in Norddeutschland (Provinzlalmu-seum Hannover, ebda. Christuskirche u. Apostelkirche); Schloß Marienburg bei Nordstemmen; mehrere kunsthistor. Schriften.
Hasenauer, Karl v. (A), geb. 1833 Wien, gest. 1894 ebda. Schüler von Van der Null und von Siccardsburg.
Werke in Wien: Burgtheater; Neue Hofburg (zusammen mit Semper; die beiden Hofmuseen (mit Semper). A. der historischen Stile, bevorzugte besonders eine schwere Renaissance mit stark malerischen Details.
Hasenclever, Johann Peter (M), geb. 1810 Remscheid, gest. 1853 Düsseldorf. Schüler v. W. Schadow, zuerst Bildnisse, später flott und saftig gemalte humoristische Szenen aus dem kleinbürgerlichen Leben (Zecher, Szenen im Weinkeller etc.).
Hauberisser, Georg d. J. (A), geb. 1841 Graz, gest. 1922 München. Schüler von Neureuther und Fr. v. Schmidt; seine Bauten in Neugotik (Kirchen in Graz) und in einer farbig lebhaften deutschen Renaissance (Bathäuser In Kaufbeuren und Wiesbaden) sind Werke eines persönlich gefärbten Historizismus.
Haug, Robert (M), geb. 1857 Stuttgart, gest. 1922 ebda. Schlachten- und Historienbilder aus d. Befreiungskriegen;; Wandgemälde im Rathaus Stuttgart.
Haupt, Albrecht (JA u. Kunsthistoriker), geb. 1852 Büdingen, gest. 1929. Schüler von Durm, erbaute die Schlösser Basedow und Willigrad schrieb sehr bedeutende kunstgeschichtliche Werke. („Die älteste Baukunst, besonders jene der Germanen", „Baukunst der Renaissance in Portugal"; „Backsteinbauten der Renaissance in Noradeutschland").
Weitere Stichworte: Herakles' Tod,
Heraklesbecher,
Heraklesknoten,
Herakles-Säulen,
Heraklit,
Heraldik,
Heraldische Lilie,
Heraldischer Adler,
Herbstsalon,
Herculaneum,
Hercules,
Herkulaneum,
Herkules,
Hermaphrodit,
Herme,
Hermeneutik,
Hermenpilaster,
Hermes,
Hermeskette,
Hermione,
Herodes Antipas,
Herodes I.,
Herodias,
Heroische Landschaft,
Herold,
Heroldstab,
Herr der Tiere,
Herrenbank,
Herrenchor,
Herrengrunder Becher.
Hausberge (A), kleine Erdhügel, welche einst als Unterlage für eine frühgeschichtliche oder frühmittelalterliche Befestigung aus Holz dienten.
Hauser. Karl Maria (Carry), (M), geb. 1895 Wien. Schüler der dortigen Kunstgewerbeschule; arbeitet in einem gemäßigten,, das Naturvorbild nicht zerstörenden helltonigen Expressionismus. Religiöses, Bildnisse, Figurales; Bühnenbilder, interessante Graphik.
Haushofer, Max (M), geb. 1811 Nymphenburg, gest. 1866 Starn-berg. Studienreisen durch die Alpen und Italien. Stimmungsvolle Landschaften.
Häusler, Philipp (A u. Kunst-gewerbler), geb. 1887 Pancsova (Ungarn). Lebt in Wien, tätig in Wien, Frankfurt a. M., Köln,,England, USA. Hochbau (Industrieanlagen in Offenbach a. M.), künstlerische Formgebung von Industrieerzeugndssen (Leder, Textillen).
Hausmann, Friedrich Karl (M), geb. 1825 Hanau, gest. 1886 ebda; studierte in Brüssel und bei Delaroche. Historien, Straßenbilder und Landschaften von großer Naturnähe u. bedeutendem Kolorit.
Haustein (A), in regelmäßigen Formen zugehauener Naturstein, er wird in Brüchen gewonnen und meist zu Quadern gehauen.
Hausurne (Kg), steinerne und tönerne Aschenurnen In der Form eines Hauses. Sie kommen In der Bronze- und Eisenzeit in Norddeutschland, Skandinavien und namentlich in der etruski-schen Kultur vor.
Hauszmann, Alois (A), geb. 1847 Budapest, gest. 1904 (?). Zahlreiche Monumentalbauten in historischen Stilen in Budapest u. in mehreren Städten Ungarns.
Hayberger, Johann Gotthard (A), geb. 1699 Steyr, gest. 1764 ebda. Großartiger Umbau des Stiftes Admont im reifsten Spätbarock; sein Rathaus in Steyr gehört bereits dem Rokoko an.
Hayez, Francesco (M), geb. 1791 Venedig, gest. 1882 Mailand. Lebte in Mailand, begann mit noch klassizistischen Mythologien, ging dann nach 1820 zu einer ausgezeichneten romantischen Historien- und Blldnds-malerei über.
Monogr. v. L. Beltrami (Milano 1813, ital.).
Hayman, Frank (M), geb. 1708 Exeter, gest. 1776 London. Illustrator und Bildnismaler, Lehrer von Gainsborough.
Hebert, Antoine lAuguste (M), geb. 1817 Grenoble, gest. 1908 La Tronche. Schüler von David d'Angers und Delaroche, sentimental-schwermütige Genrebilder aus dem italienischen Leben.
Weitere Stichworte zu H:
Herrengrunder Dosen,
Herrera-Stil,
Herrgottshäuschen,
Herrgottsklein,
Herrgottsruhbild,
Herrgottswinkel,
Herringbone,
Herrnhuter Brüdergemeinde,
Herrschaftszeichen,
Herrscherinsignien,
Herse,
Herz,
Herz-Jesu-Bild,
Herzkreuzchen,
Hesekiel,
Hesione,
Hesperiden,
Hessonit,
Hestia,
Hetoimasis,
Hexagramm,
Hexe,
Hexe, auf Besen reitend,
Hexenbesen,
Hieratikon,
Hieratisch,
Hieratische Schrift.
Hieroglyphen,
Hieronymus,
Hifthorn,
Higa,
High standard,
High Victorian Style,
Hi-Hataki,
Hildesheimer Schule,
Hilgefortis,
Hilze,
Himmel,
Himmelbett,
Himmelfahrt,
Himmelfahrt Christi,
Himmelfahrt Marias,
Himmelfahrtsvögel,
Himmelsglobus,
Hansen, Theophil Edvard (A>, geb. 1813 Kopenhagen, gest. 1891 Wien. Lebte dort seit 1846. Schüler seines Bruders 'Hans Chr. H. Werke: Baute in lAthen die Kunstakademie, in Wien die Akad. d. bildend. Künste (1872), die Börse (1874), das Musikvereinsgebäude (1867), das Parlament (Hauptwerk, 1873) u. mehrere Paläste, das meiste in griechischer Klassik; übernahm jedoch auch Formen der Renaissance.
Stichworte zu H: Horizont,
Horizontalsonnenuhr,
Horizontaluhr,
Horn,
Hornaffen,
Hornband,
Hornbuch,
Horngroschen,
Hornguss,
Horror vacui,
Hortus conclusus,
Hortus deliciarum,
Horus,
Hosenband,
Hosenbandorden,
Hostie,
Hostienbehälter,
Hostienmühle,
Hostientaube,
Hostienteller,
Hotei,
Hôtel,
Hotelsilber,
Hubertus,
Hubertushirsch,
Hubertusschale,
Hülferin,
Hülleneinband,
Hütel,
Hüyük,
Hufeisenbogen,
Hufeisenfibel.
Hugenottenstil,
Huldigungsmünzen,
Hulfter,
Hulle,
Hulpe,
Humerale,
Humilitas,
Hummel-Figuren,
Humpen,
Hund,
Hundsgugel,
Hundshalsen,
Hundspanzer,
Hundszahnornament,
Hustaler,
Hut,
Hutagraffe,
Hutbatzel,
Hutschmuck,
Hutschüssel,
Huygens,
Hyalit,
Hyalitglas,
Hyalographie,
Hydra,
Hydria,
Hydrophore,
Hygieia,
Hylas,
Hyõtan-Netsuke,
Hyottoko,
Hyperion,
Hyperrealismus,
Hypnos.
Die christliche Kunst verwendet den H. fast nur in der Form des Nimbus als leuchtende Goldscheibe hinter dem Kopf; bei den Personen der Hl. Dreifaltigkeit wird die Fläche des H. durch ein Kreuz gefüllt (Kreuznimbus). lAls Aureole tritt der H. in der christlichen Kunst nur als Mandorla auf, d. i. ein sphärisches Zweieck in den Regenbogenfarben; sie ist nur bei der Gestalt Christi und selten bei der Marias zulässig und gilt stets als ein Sinnbild der unbefleckten Empfängnis.
Heilmaier, Max (B>, geb. 1869 Isen. Tätig in Nürnberg; Weltkriegsdenkmal in Nürnberg; Friedensdenkmal München.
Heilsspiegel (K), latein. speculum humanae salvationis; mittelalterliches, illuminiertes Buch mit den wichtigsten Szenen aus dem Neuen Testament, dem solche aus dem Alten antithetisch gegenübergestellt werden. Hauptverbreitung: mit Illuminierung 1360 bis 1450. dann als Blockbuch (.s d.).
Heiltum (K), der Reliquienschatz einer katholischen Kirche; er wird im „Heiltumbuch" verzeichnet und im „Heiltum-stuhl" aufbewahrt. Die Form des H. bleibt auf das Mittelalter bis zum Ende des IS. Jahrb.. beschränkt.
Heimes, Heinrich (M), geb. 1855 Mayen; romantisch beleuchtete Landschaften.
Hein, Franz (M u. Gr), geb. 1863 Altona, Todesjahr unbekannt. Genreaquarelle und farbige Lithographien über Märchenthemen.
Heine, Thomas Theodor (M u. Gr), geb. 1867 Leipzig, gest. 1925 München. Zeichnete zuerst für die „Münchner Fliegenden", später für den „Simplicisslnius" Karikaturen und Satiren von Schlagkraft und rücksichtsloser Charakterisierung. Hervorragend seine kleinen Landschaftsbilder.
Heinlein, Heinrich (M), geb. 1803 Weilburg (Nassau), gest. 1885 München. Begann als A., wurde dann Maler der Alpen von Kraft und Naturtreue.
Heintz, Josef d. A. (M u. A), geb. 1564 Basel, gest. 1609 Prag. Studierte Holbein d. J. dann ab 1584 in Rom bei Hans v. Aachen, beeinflußt durch Correggio. 1591 Hofmaler in Prag. Mythologien; Maler des vollerblühten deutschen Manierismus.
Hell, Willy ter (M), geb. 1884 Norden (Friesl.). Begann als Theatermaler. Schüler v. Bracht; stimmungsvoll weiträumige Landschaften.
Helldunkel (M), Italien. Chiaro-scuro, französ. Clalrobscur,, eine Art der Malerei und der Zeichnung, bei welcher Kolorit und Umrisse zugunsten einer weichen Gegenüberstellung von Licht und Schatten, besonders ihrer Mitteltöne, zurückgedrängt werden; die Formen treten wie ■unbestimmt aus dem Schatten heraus und werden auch im Licht wenig präzisiert. Die Hauptmeister des H. sind Lionardo da Vinci, Correggio, Caravaggio, Rembrandt, Prud'hon, Carriere u. a. m.
Helldunkelschnitt, siehe Holzschnitt.
Hellenistische Kunst, siehe Antike.
Heileu, Paul (Gr und Kunstgewerbe, geb. 1859 Paris, gest. 1908 ebda. Bekannt durch seine pikanten farbigen Radierungen (duftige Frauengestalten) in Kaltnadel.
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Kunst Lexikon A-Z / Stichwortlexikon Alphabetisch: h
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Habanerkeramik (Kg), bunte, bemalte Gebrauohskeramik der deutschen Siedler in Siebenbürgen und im Banat. Die H. hat mit den in Nordungarn wohnenden Habanern, den Nachfahren der Hussiten. nichts Direktes zu tun.
Habermann, Hugo Frh. v. (M), geb. 1849 Dillingen, gest. 1929 München. Breit und kraftvoll gemaltes Genre und Bildnisse.
Hackaert, Jan (M), geb. 1629 (?) Amsterdam, gest. 1699 (?) ebda. Ausgebildet durch J. Both und Reisen in Italien. Seine Stimmungslandschaften mit ausge-
zeichneten Details zeigen deutlich die in Italien gewonnenen Anregungen. Die Staffage meist von A. v. d. Velde und Lingelbach.
Hackert* Jakob Philipp (M), geb. 1737 Prenzlau, gest. 1807 Careggi bei Florenz. Sohn und Schüler des Porträtisten Philipp H. in Paris und Italien weitergebildet. Lebte in Neapel und Florenz. Seine gut komponierten italienischen Landschaften sind hart u. nüchtern und mehr zeichnerisch als malerisch empfunden. Von Goethe sehr geschätzt.
Haanen, Georg Gulls (M), geb. 1807 Utrecht, gest. 1876 Amsterdam. Landschaften (Winter) dm Stil des holländ. 17. Jahrh.
Haanen, Remy van (M), geb. 1812 Osterhoudt, gest. 1894 tAussee. Viele Reisen in Europa, lebte ab 1836 in Wien. Mit seinen schönen stimmungsvollen Wald-und Winterlandschaften hat er die Tradition der Holländer des 17. Jahrh. weitergeführt.
Haarlem, Gertgen van, siehe Geertgen tot sint Jans.
Haas, Fritz (A), geb. 1890 Murau. Tätig in Graz, moderne, doch landschaftsgebundene Wohnbauten, gut dem landschaftlichen Raum angepaßte Wasserkraftwerke (Telgitsch, Pernegg).
Haas, Jean Hubert de (M), geb. 1832 Hedel, gest. 1880 Amsterdam. Tiere. Landschaften mit Tieren staffiert.
Haas, Johann Hubert de (M), geb. 1849 Dillingen, gest. 1918 München. Schüler von Piloty, zuerst vielseitiger, später auf einen weiblichen Typus sich konzentrierender Genremaler, gute Bildnisse.
Monogr. v. Fr. v. Ostini (München 1912).
Hackhofer, Cyriakus (M), geb. 1675 Wüten bei Innsbruck, gest. 1731 Vorau. In Rom. Schüler Ma-rattas. Fruchtbarer Maler von Tafelbildern und guten Fresken (österr. Hochbarock). Fresken (alle in Steiermark): Festenburg, Pinggau (Wallfahrtskirche). Stift Vorau. Monogr. v. R. Meeraus (1931).
Haerdtl, Oswald (A), geb. 1899 Wien. Lebt ebda, Speziallst in schönen u zweckmäßigen Ausstellungsbaulichkeiten.
Hafnerkeramik (Kg), alle Tonwaren, die mit einem Überzug aus gefärbten Blei- und Zinnglasuren versehen sind, werden H. genannt. Ihre künstlerische Durchbildung erfolgte außer in der Volkskunst, besonders in der deutschen Renaissance und im deutschen Frühbarock. An den Formen der H. zeigt sich sehr deutlich der dekorative und erzählerische Sinn der deutschen Kunst dieser beiden Jahrhunderte.
Hageladas (B), Hauptmeister der Schule von Argos, lebte ungef. zwischen 520 bis 480 V. Chr., von seinen, der Vorklassik angehöri-gen Werken hat sich keines erhalten. Ein H. d. J. dürfte der Sohn oder Enkel sein.
Hagen, Joris van der (M), geb. um 1618. gest. 1669 Den Haag. Sonn und Schüler des Abraham v. d. H„, stimmungsvolle Landschaften, angeregt durch J. v. Ruisdael.
Hagen, Theodor Joseph (M), geb. 1642 Düsseldorf, gest. 1919 Weimar, wo er seit 1871 tätig war. Landschaften in einem gemäßigten Impressionismus. Schüler v. O. Achenbach.
Hagenauer, Johann B (B), geb. 1723 Straß bei Salzburg, gest.
1810 Wien. Schüler v. M. Donner, schuf besonders Altarfiguren in einem barock durchsetzten Klassizismus.
Hagn, Louis v. (M), geb. 1820 München, gest. 1898 ebda. Lebte eine Zeit in Berlin, Genrebilder oft im Rokokogesehmack.
Hähnel, Ernst Julius (B), geb.
1811 Dresden, gest. 1891 ebda. Begann als A., sattelte in Rom u. Florenz zur Bildhauerei um; angeregt durch Cornelius und Ge-nelli. Seine zahlreichen Standbilder, Denkmäler und Reliefs sind von der Antike, wie von der italien.
Frührenaissance beeinflußt. Denkmäler für Raffael und Theodor Körner. Scharfer Gegner des Realismus. Sein Hauptwerk, der Bacchantenfries für das Hoftheater in Dresden ging 1869 bei einem Brand zugrunde.
Haider, Karl (M), geb. 1846 München, gest. 1912 Schliersee. In seinen tief poetischen Landschaften (z. B. „Über allen Wipfeln ist Ruh") ein ausgezeichneter Spätromantiker, verwandt mit D. K. Friedrich; in den Figurenbildern (Themen meist aus dem bäuerlichen Milieu) ein scharfer und das letzte Detail wiedergebender Beobachter. Monogr. von Sohn Heinrich H. (München 1918).
Hai, Jacob van (M), geb. 1672 Antwerpen, gest. 1750 ebda; studierte G. Reni. Historien und Mythologien, gehört zum Spätkreis der vläimischen Romanisten.
Halauska, Ludwig (M), geb. 1827 Waidhofen a. Ybbs, gest. 1882 Wien. Schüler von Steinfeld, Al-penmaler in romantisch realistischer Auffassung.
Halbsäule, siehe Pfeiler (A), eine nur zur Hälfte aus der Mauer vortretende Säule (Pfeiler), deren statische Bedeutung hinter der dekorativen zurückbleibt.
Halbschatten (M), das Mittelding zwischen vollem Licht und vollem Schatten, dient in der Malerei zur Belebung der Licht-und Schattenwerte.
Haien, Arnoud v. (M, Gr), tätig in Amsterdam, dort gest. 1732. Malte und stach Bildnisse. Malte die Bildnisse für das Panpoeticon Batavum, eine Sammlung von gegen 330 Porträts holländ. Dichter.
Halle (A), gedeckter, nach mehreren Seiten offener Raum, dessen Decke von Säulen oder Pfeilern gestützt wird. Die H. ist entweder selbständig (Turn-, Trink. Warte-H.) oder einem anderen Bau atriumartig angegliedert. In dieser Form wird sie bei Griechen und Römern als Stoa oder Porticus fast allen öffentlichen Gebäuden vorgelegt. Mittelalter und frühe Neuzeit haben die H. besonders für öffentliche Bauten großen Umfanges verwendet.
Stichwortverzeichnis zu H: Haager Schule,
Haar,
Haarbeutelfrisur,
Haarbild,
Haarrisse,
Haarschmuck,
Habakuk,
Hachure,
Hackperle,
Hades,
Hämatit,
Hängebild,
Hängeding,
Hängekreuz,
Hängeleuchter,
Hängende Gärten der Semiramis,
Hängezapfen,
Härte,
Häutchengold,
Haferkornkette,
Hafnerkeramik,
Hagar,
Hagia Sophia,
Hagiographie,
Hagiosoritissa,
Hahn,
Hahnbalken,
Haifischzähne, fossile,
Haimon,
Hair-Piqué,
Hakenbüchse,
Hakenkreuz,
Hako-Netsuke,
Halbband,
Halbedelstein,
Halbfayence,
Halbfigur,
Halbgeschoss,
Halbgold,
Halbledereinband,
Halbmond.
Weiter werden als H. auch große Innenräume bezeichnet, wie die altgermanische Königshalle, der gotische Rittersaal etc.
Hallenkirche (A), eine Langhauskirche (s. d.) mit gleich oder fast gleich hohen Schiffen. Die bereits in der Romanik vorkommende H. hat ihre schönste Ausbildung in Deutschland und Österreich, hier namentlich in der Hochgotik, gefunden.
Hallenkrypta, siehe Krypta.
Haller, Johann (B), geb. 1792 Innsbruck, gest. 1826 München. Schüler von Schöpf, lebensvolle Bildnisbüsten, beteiligt an der plastischen Ausschmückung der Glyptothek in München.
Halbprofil,
Halbredendes Wappen,
Halbrelief,
Halbrüstung,
Halbsäule,
Halikarnassos,
Hallenkirche,
Haller,
Hallorengläser,
Halloween,
Hallstattkultur,
Halo,
Halsabschnitt,
Halsband,
Halsberg,
Halskrause,
Halsuhr,
Hamburger Schrank,
Hamburgerweiß,
Hammerarbeit,
Hammerschlagdekor,
Hand,
Hand der Fatima,
Hand Gottes,
Handabschnitt,
Handabzug,
Handbrosche,
Handdruck,
Handfass,
Handfeuerwaffe,
Handgeschöpftes Papier.
Handkolorierung,
Handkühlstein,
Handleuchter,
Handrohr,
Handschar,
Handschmeichler,
Handschrift,
Handstein,
Handstrichstein,
Handton,
Handtreu,
Handwärmer,
Handwaschung des Pilatus,
Handwerkszeichen,
Handzeichnung,
Haniwa,
Hannibals Zug über die Alpen
Hallorengläser (Kg), die großen, keulenförmigen Trinkhumpen aus Glas der Halloren, d. i. der Arbeiter im Salzwerk von Halle a. d. Saale, mit auf deren Tätigkeit bezüglichen Schilderungen. Texten und Emblemen in bunter Emailmalerei. Blütezeit ungef. 1680 bis 1750.
Halm, Peter (Gr), geb. 1854 Mainz, gest. 1915 München. Re-produkt. und Originalradierungen ausgezeichneter Art, Buchgraphik.
Hals. Dirk <M), geb. 1591 Haar-. lern, gest. 1656 ebda. Vielleicht Schüler seines berühmten Bruders Frans H., angeregt durch H. G. Pot. Malte elegante Gesellschaftsstücke, Garten- und Tanzszenen in feiner Koloristik.
Hals, Frans d. Ä. (M), geb. um 1581 Antwerpen, gest. 1666 Haar-lem, Lehrer nicht bekannt. Neben Rembrandt der größte holländische Bildnismaler und zugleich der Begründer der holländischen Porträtkunst. Er malte nicht nur ausgezeichnet aufgefaßte Einzelbildnisse, sondern auch Gruppenbildnisse, und die sogenannten „Schützen- und Regenstücke" (Kollektivbildnisse der Zünfte und Schützenkompagnien)Hauptwerke: .„Georgsschützen" (1627); „Adriaens-schützen" (1627); „Die Vorsteher des Elisabethspitals" (1641):Ralph Ueltzhoeffer „Vorsteher des lAItmännerhauses" (1664); alle Amsterdam, Ryck-museum; „Bildnis des Huyth-hausen" (Wien, Liechtenst); „Amme mit dem Kind" (Berlin, K.-Fr.-Mus.); „Doppelbildnis" (Amsterdam); „Lautenspieler" (ebda.); „Hille Bobbe" (Berlin, K.-Fr.-Mus.). Alle diese Bildnisse sind ungeschminkte, von einem leichten Humor durchzogene Naturdarstellungen von großer malerischer Schönheit u. In breitester Technik gemalt. Monogr. v. W. R. Valentiner (Stuttgart 1921, Klass. d. Kunst u. N. S. Trives, London 1949).
Hals, Frans d. J.. geb. 1620 (?>, Haarlem, gest. 1669 ebda. Sohn, Schüler und Nachahmer des Vorigen.
Hamen, Don Juan van der (M), geb. 1596 Madrid, gest. vor 1632. Schüler seines Vaters, des Blumenmalers Jan v. d- H. in Brüssel. Blumen, Stilleben, Genre, Bildnis.
Hamerton, Philipp Gilbert (M u. Gr), geb. 1834 Laneseide, gest. 1894 Boulogne sur Seine. Malte und radierte Landschaften, schrieb Kunstberichte, Werke über Malerei und Romane.
Hamilton, Philipp (M)„ geb. 1664 Brüssel, gest. 1750 als Hofkammermaler in Wien. Angehöriger einer besonders als Tiermaler tätigen Künstlerfamilie gleichen Namens; malte Tiere und Jagdstilleben. Sein Bruder H. Joh. Georg M. (1672 Brüssel, 1737 Wien). Malte u. a. Vögel und ähnliches.
Hammer, Viktor (M). geb. 1882 Wien. Schüler von Grlepenkerl und Lefler, als Bildhauer von Bitterlich; altmeisterliche Bildnisse, Silberstiftzeichnungen, lebte eine Zeit in Florenz, dann in New York und wieder in Wien.
Hammershöi, Wilhelm (M), geb. 1864 Kopenhagen, gest. 1916 ebda. Vorzüglich sind seine fein beleuchteten Biedermeier-Innenraumbilder, angeregt durch P. de Hoogh.
Hampel, Walter (M), geb. 1867 Wien, gest. 1934 ebda. Kleine Aquarelle und Deckfarbenmalereien von minutiöser Ausführung, ideale Themen, Illustrationen.
Hamza, Johann (M), geb. 1850 Teltsch,, gest. 1927. Schüler von E. v. Engerth; fein durchgearbeitete Genrebilder.
Hanak. Anton (B), geb. 1875 Brunn, gest. als Akad. Prof. 1934 Wien. Schüler von Hellmer, angeregt durch Maillol und Rodin. Monumentale, moderne aber noch nicht expressionistische Großplastiken (Grabmäler, Brunnenfiguren. Kriegerdenkmal auf dem Zentralfriedhof Wien. Zusammenarbeit mit J. Hoffmann f. Ausstellungspavillons). Machtvolle, stark vereinfachte Arbeiten von dekorativer Haltung.
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Reck, Claes Jacobsz (M), nachweisbar 1570 bis 1638, staff. Landschaften In der Art des Paul Bril, der Neffe H. Claes Dircksz v. d., nachw. 1635 bis 1652 Alkmar. Malte Architekturen.
Hecke, Jan van den (M), geb. 1620 Quaremonde, gest. 1684 Antwerpen. Bildnisse.
Heckel, Erich (M), geb. 1883 Döbeln, lebt in Berlin. Mitbegründer der radikalen Kunstgruppe „Die Brücke". Begann den Kampf gegen das Hergebrachte mit seiner Graphik, wurde dann mit Ölbildern (Landschaften, Figurales), ein rücksichtsloser, magischen Wirkungen nicht unzugänglicher Expressionist. Monogr. v. H. Köhn (Berlin 1948).
Heda, Claes Willem (M), geb. 1594 Haarlem, gest. nach 1678 ebda (?); nachweisbar in Haarlem zwischen 1631 bis 1678. rein-fühliger holländ. Stillebenmaler.
Heda, Gerrit Wilhemsz (M), gest. vor 1702. Sohn und Schüler des Vorigen; Stilleben.
Heem, Cornelis de (M), geb. 1631 Leyden, gest. 1695 Antwerpen. Schüler seines Vaters Jan D. de Heem. Setzte dessen berühmte Stillebenmalerei geschickt aber doch bereits verflachend fort.
Heem, Jan Davidsz de (M),, geb. 1606 Utrecht, gest. 1683 (?) Antwerpen. Vater des Vorigen, Schüler seines Vaters Davidsz de H., beeinflußt durch W. Cl. Heda. Einer der bedeutendsten holländ. Blumen- und Stillebenmaler, baute seine prachtvollen Bilder aus Blumen, Früchten, Gläsern, Gegenständen in Edelmetallen auf und bringt auch die letzte Kleinigkeit mit der gleichen Liebe. Höchste Naturwahrheit bei stärkster künstlerischer Konzentration.
Heemskerk Egbert van (M), geb. 1634 (?) Haarlem, gest. 1704 <?) London. Bäuerl. Genre.
Heemskercky Märten Jacobsz vian (M). geb. 1498 Heemskerck, gest.
1574 Haarlem. Schüler des J. v. Scorel, mehrere Jahre in Born, wo er Raffael und Michelangelo studierte. Seine mythologischen Bilder sind manieristische Versuche es den großen Italienern gleichzutun.
Monogr. v. L. Preibisz (Leipzig 1911).
Heerschop, Hendrick (M), • geb. 1621 (?) Haarlem, gest. nach 1672. Schüler von W. Cl. Heda und Rembrandt, Relig., Mythol.
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Hees, Gerrit van (M), geb. Zeit und Ort unbekannt, gest. 1670 Haarlem, Nachahmer des J. v. Ruisdael und des Hobbema. Landschaftsmaler.
Hefele, Melchior (A), geb. 1716 Kaltenbrunn (Tirol), gest. 1799 Steinamanger. Kirchen- und Palastbauten in Preßburg u. Steinamanger. Hochaltar der Wallfahrtskirche Sonntagsberg.
Hefner-Alteneck, Jakob v. (Gr), geb. 1811 lAsehaffentmrg, gest. 1903 München. Als Direktor des bayr. Nationalmuseums veröffentlichte er kunstgeschichtliche Werke.
Hegele Max (A),, geb. 1873 Wien, Schüler von Hasenauer. Kirche auf dem Zentralfriedhof in Wien in gemäßigter Moderne.
Hegenbarth, Ernst (B), geb. 1867 Ulrichstal (Böhmen). Tätig tin Wien, Denkmalplastiken, Kunstgewerbliches.
Heideloff, Karl Alexander v. (A, M u. Kunstschriftst.). geb. 1789 Stuttgart, gest. 1865 Hassfurt. Schüler von Dannecker. Trat als A. wie als Kunsthistoriker für die Neugotik ein. Bauten : Kirchen in Sonneberg, Ingolstadt, Leipzig.
Hell, Daniel van (M), geb. um 1604 Brüssel, gest. 1862. Brände, Winterlandschaften. Sein bis gegen 1680 in Brüssel nachweisbar. Sohn Theodor v. H. malte ähnliches.
Heiligenschein, Nimbus (K), auch Glorie (Gloriöle) genannt. Ein Lichtschein um den Kopf göttlicher und heiliger Personen des christlichen Glaubens. Der H. kommt bereits bei Indern, Griechen, Römern und Persern als Kennzeichen von göttliche Verehrung genießenden Personen vor und ist schon im 2. Jahrtausend v. Chr. nachweisbar. Liegt der H. nur um den Kopf, so heißt er Nimbus, liegt er um den ganzen Körper, so Aureole.
Hellmer, Edmund (B), geb. 1850 Wien, gest. 1935 ebda. Schüler von Gasser, lebte einige Jahre in Rom. Großplastiken im Übergang zur Moderne in Wien (Monumentalbrunnen a. d. Hofburg; Denkmäler für Goethe,, E. J. Schindler; Türkenbefrei-uragsdenkmal in St. Stefan; Ka-staliabrunnen in der Universität.
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