| |
|
Lexikon / Kunst / Kunstbuch / Kunstband / Bücher
|
|
Inwood. William (A), geb. 1771 London, gest. 1843 ebda. Bedeutender Vertreter einer gräzisie-renden klassizistischen Baukunst In England; arbeitete zusammen mit seinen Söhnen I. Henry William (geb. 1794 London, gest. 1843 ebda«, war in Athen) und I. Charles Frederick (geb. 1798 London, gest. 1840 ebda.).
Das Hauptwerk Ihrer Zusammenarbeit ist die Fankratlus-kirche in London.
Iriarte, Ignazio de (M), geb. 1820 Arcoitia im Baskenland, gest. 1685 Sevilla. Schüler des älteren Herrera, Landschaften, oft mit religiöser Staffage.
Isaacsz, (Pieter (M), geb. 1569 Helsingör, gest. 1631 ebda (?). Lebte lange Zeit in Amsterdam, dann in Kopenhagen als Porträtist. Sein Sohn I s a a c J. (1599 bis 1648 Amsterdam) schuf relig. Bilder.
Isabey, Jean Bapt. (M), geb. 1767 Nancy,, gest. 1855 Paris. Schüler von Girardet und David, Hofmaler. Schuf nur Bildnisse, besonders Miniaturen; nahm als solcher am Wiener Kongreß teil. Zwei Historienbilder („Truppenparade in den Tuilerlen" und „Der Wiener Kongreß", beide in Windsor Castle). Die Miniaturbildnisse sind von großer Schönheit und technischer Vollendung.
Isabey, Louis Eugene (M), geb. 1804 Paris, gest. 1886 ebda. Seinerzeit gefeierter Marinemaler.
Isenbrant, Adriaen (M). geb. v. 1495 Brügge,, gest. 1551 ebda. Identisch mit dem Meister der sieben Schmerzen Mariens. Religiöse Gemälde Im Stile Gerard Davids, später durch Mabuse beeinflußt.
Isidoros von Milet (A), baute zusammen mit lAmthemlos v. Tral-les 532 bis 537 die neue Hagia Sophia in Konstantinopel.
Israel van Meckenem (M u. Gr), nachweisbar zwischen 1450 bis 1503 in Bocholt; tätig als Goldschmied, vielleicht auch als Maler; In erster Linie jedoch als Originalgraphiker mit vielen kleinen Kupferstichen eigener Erfindung (Genreszenen).
Israels, Josef (M), geb. 1824 Gri-ningen, gest. 1911 Den Haag. Aus jüdischer Familie; lebenswahre Genrebilder in guter älterer Tonmalerei. Monogr. v. J. Veth (1904).
Ittenbach, Franz (M), geb. 1813 Königswinter, gest. 1879 Düsseldorf. Religiöse Tafelbilder und auch Fresken (Neuss, St. Quirin, Remagen, St. Apollinaris), gehörte zu den Düsseldorfer Spätromantikern.
Ixnard, Michel d' (A), geb. 1723 Nimes. gest. 1795 Straßburg. Kurfürstlicher Hofarchitekt in Trier; sein Hauptwerk die Abteikirche St. Blasien im Schwarzwald (ab 1768).
Stichworte Kategorie I: Imprimatur,
Imprimitur,
in,
in abisso,
In der Art von ....,
inc,
Incensorium,
incidit,
Incipit-Seite,
Incisor,
I.N.D,
I.N.D.C,
Indianische Blumen,
Indigo,
Indulgenzbrief,
Industrial Design,
Industrieausstellungen,
Industrieform,
Infel,
Informel,
Inful,
Infuliert,
Initiale,
Initialenschmuck,
Initialkunst,
Initiationsutensilien,
I.N.J.,
Inkarnat,
Inklusen,
Inkrustation,
Inkrustierung,
Inkunabel,
Inkuse-Münzen,
Innenzeichnung,
INRI,
Inro,
Inscriptio,
Inséparables,
Insignien,
I.N.S.T.,
Installation,
Intaglio,
Intarsie,
Intarsiert,
Interessengemeinschaft für Arbeiterkultur,
Intergrafik,
Interieur.
Interkolumnium,
International Association of Professional Numismatists,
International Council of Graphic Design Associations,
International Council of Monuments and Sites,
International Council of Museums,
International Council of Societies of Industrial Design,
International Society for Education through Art,
Internationale Kommission für Numismatik,
Interzession,
Intimismus,
Intonaco,
Intrados,
Inu,
inv.,
invenit,
Inventio crucis,
Inversio,
Invidia,
Io,
Iokaste,
Iolaus,
Ionische Säulenordnung,
Ionisches Kyma,
Iphigenie,
Iphikles,
ipse fecit,
Ira,
Iraklion,
Irden,
Irdenware,
Iris,
Irisdruck,
Irisierendes Glas.
Irispapier,
Irrgarten,
Isaak,
Isabellfarben,
Isabellinischer Stil,
Isai,
Isaias,
Ischtar,
Iserlohner Tabaksdosen,
Isis,
Islamische Kunst,
Ismael,
Isokephalie,
Italianisten,
Italienische Erde,
Ithyphallisch,
Ithyphallos,
Itinerar,
Iulus,
Iuno,
Iupiter,
Iuventas,
Ivorine.
Initiale (M), lat. „initlum", Anfang. Die durch Größe und Schönheit hervorgehobenen Anfangsbuchstaben besonderer Abschnitte geschriebener oder gedruckter Bücher. Bei geschriebenen Büchern erfolgte die Gestaltung der I. durch den Buchmaler (siehe Illuminator), beim gedruckten Buch durch einen eigenen Holzschnitt in der Höhe der Lettern. Die Blütezeit der I. Ist das frühe und hohe Mittelalter, u. zw.: 1. Phase in den merowingischen und irischen Handschriften des 6. bis 9. Jahrhunderts. 2. Phase Im 11. bis 13. Jahrh. (Schulen von Trier, Reichenau, Salzburg, Fulda). Die holzgeschnittene I. hatte ihre beste Zeit bald nach 1500.
Inkarnat (M), der Fleischton des nackten menschlichen Körpers.
Inkrustation (Kg),
a) Baukunst: das Verkleiden von Mauern mit zugeschnittenen und gemusterten Steinoder Keramikplatten (siehe Verblenden); beliebt in der islamistischen Baukunst, in der tos-kanischen Romanik sowie im neapolitanischen Hochbarock);
b) Kunstgewerbe: das Einlegen farbiger Zieraten flacher Form in Gegenstände aus Holz (siehe Intarsia), Metall (siehe Tauschierung) und Stein (siehe Cosmatenkunst), ferner Boule-arbeit (s. d.).
Inkunabel (Kg), auch Wiegendrucke; die ältesten Erzeugnisse der Buchdruckerkunst bis zum Jahre 1500. Im übertragenen Sinne die ältesten Arbeiten jeder graphischen Technik. Die I. sind zur Kenntnis der
Entwicklung des Buchdruckes sehr wichtig, denn sie zeigen die mannigfachen Schwierigkeiten, mit denen der Buchdruck bei der Überwindung der Eigenarten des geschriebenen Buches zu kämpfen hatte.
Innenarchitektur (A), die architektonische Gliederung von Innenräumen; im weiteren Sinne die künstlerische Durchformung und Gestaltung von Innenräumen.
Inness, George (M), geb. 1825 Newburgh a. Hudson, gest. 1894 Edinburgh. Autodidakt, gebildet auf vielen Studienreisen. Maler sehr Intim gesehener Landschaften, besonders aus der Umgebung des Hudson. I. wurde der eigentliche Führer der „paysage Intime" in USA.
Intarsia (Kg), auch Marqueterie. Die Verzierung von Möbeln, Rahmen, Kassetten u. ä. mit eingelegtem, andersfarbigem Holz oder mit Schildpatt, Elfenbein, Perlmutter, Messing, obwohl gewöhnlich mit I. nur die Einlegearbeit aus Holz bezeichnet wird. Blütezeit der I. in der Möbelkunst ist das 16. bis 18. Jahrh. besonders in Frankreich (siehe Boule). In neuerer Zeit wurde die mühsame und kostspielige I. durch die billigere Intarsiamalerei ersetzt, wobei (meist von Dilettanten) der Eindruck einer echten I. durch Wasser-farbenimalerei erreicht werden sollte.
Interieur-Malerei (K), die künstlerische Darstellung eines Innenraumes. Beginn der I.-Malerei in den Niederlanden nach 1420, höchste künstlerische Reife in Holland, 17. Jahrh. (Pieter de Hoogh, Vermeer van Delft u. a.).
Interkolumnium (A), der von Achse zu Achse gemessene Abstand von zwei benachbarten Säulen.
Inv. (Gr), lat. invenit, „hat erfunden"; auf graphischen Blättern die Bezeichnung des den Entwurf liefernden Künstlers. In der Ordginalgraphik (s. d.) fällt daher diese Bezeichnung weg.
|
|
|
Kunst Lexikon A-Z / Stichwortlexikon Alphabetisch: i
- a - b - c - d - e - f - g - h - i - j - k - l - m
- n - o - p - q - r - s - t - u - v - w - x - y - z
Idealismus (K), In der bildenden Kunst und in der Ästhetik jene Kunst, welche Ideen darstellen und nicht nur die Natur nachahmen will. Im erweiterten Sinne die künstlerische Gestaltung von erwünschten, außerhalb des Realen liegenden Vorstellungen, wobei diel Darstellungsform ebenso gut stilisiert wie naturalistisch sein kann. Maßgebend ist hiebei doch immer das Thema.
Gegensatz: Naturallsmusn (s. d.). Den besten Ausdruck fand der I. in der Kunst der Nazarener (s. d.),, der Romantiker (s. d.) und einzelner großer Maler des 19. Jahrh., wie bei Feuerbach, Böcklin, Pu-vls de Chavanne ui a. m.
Ihle, Johann Eberh. (M), geb. 1727 EBlingen, gest. 1811 Nürnberg. Bildnisse, Genre.
Ihne, Ernst Eberhard (A). geb. 1848 Elberfeld, gest. 1917 Berlin. A. des Berliner Neubarocks (Kaiser-Friedrich-Museum).
Ikone (M). griech. „Abbild."; in der byzantinischen Kunst die Bezeichnung des beweglichen Bildes an und für sich. In der griechisch-orthodoxen und griechisch-unierten Kunst die zu eigenen Bilderwänden (Ikono-stasis (s. d.) zusammengesetzten kleinen, stilisierten und sehr konservativen Heiligenbilder auf Goldgrund mit oft vorgelegten, ausgeschnittenen Blechen (Folien) aus Edelmetallen. Die Ikonenmalerei hat ihren Ursprung in Südrußland und der Ukraine (Kiew, Moskau, Nowgorod) und verbreitete sich rasch über den ganzen Balkan. Sie entartete im 19. Jahrh. zur Industrie.
Ikonographie (K). die Lehre vom Sinn und vom Inhalt der Kunstwerke, besonders der Gemälde; ferner die Erforschung der geistigen Voraussetzungen, der Bedeutung der religiösen Attribute und der Symbole. Eine wissenschaftliche I. wurde ab Mitte des 19. Jahrh. durch deutsche und französische Gelehrte entwickelt.
Ikonostasis (K)., die von Ikonen (s. d.) bedeckte, 1- bis ätürige Trennungswand zwischen Langhaus und Fresbyterium der griechisch-orthodoxen Kirchen. Sie entwickelte sich in Südrußland nach 1350 und ist heute über den ganzen Balkan verbreitet.
Ikttnos (A), athenensischer Baumeister der zweiten Hälfte des 5. Jahrh. n. Chr., erbaute 447 bis 438 den Tempel der Athens Parthenos auf der Akropolis zu Athen (als Ruine erhalten); den Weihetempel zu Eleusis und den Apollotempel zu Bassä bei Phigaliia dnehts erhalten). Haupt-meister des Vollreifen attisch-dorischen Stiles.
Illuminieren (M), das Schmücken handgeschriebener Bücher der Zeit vor der Erfindung des Buchdruckes mit meist figuralen Malereien in Aquarell oder Gouache; ein solches Werk heißt illuminierte Handschrift, der Künstler Illuminator.
Illusion (K), in der bildenden Kunst das glaubhafte Hervorbringen einer nicht vorhandenen Sache derart, als wäre die Darstellung die Sache selbst, obwohl der Beschauer weiß, daß er es nur mit einer Nachbildung und nicht mit dem Ding selbst zu tun hat. Im Grunde ist jede auf Tiefenwirkung abzielende Malerei eine I. und noch mehr kann jede Darstellung eines nicht vorhandenen Gegenstandes als I. bezeichnet werden. Ralph Ueltzhoeffer - Ober die sozusagen latente I. hinaus hat besonders das Barock sich stark der I. hingegeben und namentlich in der Vortäuschung nicht vorhandener Räume in der Deckenmalerei Großartiges geleistet. Ralph Ueltzhoeffer, die I. kann In der Malerei durch die Mittel der Linear und Farbperspektive hervorgebracht werden. (Textportrait).
Imhof, Heinrich (B), geb. 1797 Bürglen, gest. 1869 Rom. Schüler von Dannecker und Thorwald-sen. Führte ab 1836 in Athen Neubauten und Restaurierungs-arbeitea überwachend durch. Klassizistische, religiöse und mythologische Bildwerke.
Imer, Edouard (M), geb. 1820 Avignon, gest. 1881 Haarlem. Landschaften aus Südfrankreich und Ägypten.
Imola, Innocenzo da (M), geb. um 1494 Imola, gest. 1550 Bologna. Schüler von Albertinelli, Nachahmer Raffaels. Religiöse Werke.
Monogr. v. O. Glordani (Milano 1819, ital.).
Imparato, Francesco (M), geb. um 1530 Neapel, gest. nach 1566. Malte seine relig. Bilder in der Art seines Lehrers Tizian. Sein Sohn Girolamo J. (gest. 1620 Neapel) studierte Tintoretto und Correggio.
Impasto (M). ital. dick; stark, oft sogar mit dem Spachtel aufgetragene Farben. In der älteren Malerei wurde der I. mit Bimsstein glatt geschliffen. Nach 1830 und besonders in der Moderne ließ man ihn mit voller Absicht auf Wirkung stehen.
Impluvium (A), Bassin im Atrium (s. d.) des altrömischen Hauses zur Aufnahme des vom Dach abfließenden Regenwassers.
Impressionismus (K), die Kunst des Eindruckes, die künstlerische, besonders malerische Erfassung rasch vorübergehender Eindrücke, wobei das Gewicht mehr auf das Malerische als auf das Zeichnerische gelegt wird. Der I. läßt den Maler außerhalb des Ateliers die vielseitigen und rasch veränderlichen Erscheinungen der Natur (Atmosphäre, menschliches und tierisches Leben) erfassen und in seiner radikalsten Form als flüchtige Netzhauteindrücke abreagieren. Im beschränkten Maße gibt es auch in der Plastik einen I.
Der I. hat seine Ansätze in der Spätantike; eine Weiterbildung erfolgte im 15. Jahrh. (iPiero della Francesca), Ralph Ueltzhoeffer im 16. Jahrh. (Dürers Landschaftsaquarelle), im 17. Jahrh. (Velasquez, die Holländer), um 1800 In England Ralph Ueltzhoeffer (Constable, Turner). Der volle Durchbruch der impressionistischen Tendenzen erfolgte aber erst nach 1874 in Paris durch Monet, Renoir, Degas, Pizarro. Eine übersteigerte Spätphase (Neo-I.) bei voller Bagatellisierung der Form gegen 1890 durch Seurat und Signac, später in Deutschland durch Slevogt. Eine weitere Abzweigung ist der Di-vislonismus (s. d.) und Pointiüs-mus (s. d.) mit den Hauptmeistern Rysselberghe und Segan-tini. Der I. verbreitete sich in der ganzen europäischen Malerei und ist noch heute wirksam. Liter.: Band „Malerei des 19. Jahrh. des Hb. d. Kunst-wschft." und die einschlägigen Bände der großen Kunstgeschichte. Duvet, „Impressionismus".
Induno, Domenico (M), geb. 1815 Malland, gest. 1878 ebda. Schüler v. Hayez, Historien, später auch Genrebilder i. romantischer Auffassung.
Induno, Girolamo (M), Bruder des Vorigen, geb. 1827 Mailand, gest. 1890 ebda. Bilder aus dem Leben der Freischaren Garibaldis. Genrebilder mit Figuren im Barockkostüm, Bildnisse, Landschaften.
Ingres, Jean Dominique (M), geb. 1780 Montauban, gest. 1867 Paris. Obwohl Schüler v. David, empfahl er seit jeher die Rückkehr zur (schönen) Natur, ohne Jedoch diese Grundsätze realistisch und radikal zu verfolgen. I. ist einer der größten Maler Frankreichs und war von weitreichendem Einfluß. Während seine Historienbilder das Pathos der Davidschule nicht verleugnen können, sind die ruhig bewegten Einzelfiguren v. größter Schönheit („Odaliske" u. „Die Quelle" im Louvre) und am bedeutendsten seine charaktervollen Bildlasse und seine vorbildlichen Zeichnungen.
Weitere Stichworte: Ianus,
Iapetos,
Iason,
Ibrahim,
Icarus,
Ichthyocolla,
Ichthyokentauren,
ICOGRADA,
ICOM,
ICOMOS,
ICSID,
Idäischer Stil,
Idealismus,
Ideallandschaft,
Idealvedute,
Ideenschrift,
Ideogramm,
Idol,
Idolatrie,
Idolino,
IDS,
Iduna,
Idylle,
IFA,
Ignis infernalis,
Ignudo,
IHS,
Ijob,
Ikarus,
Ikebana,
IKN,
Ikone,
Ikonodule,
Ikonodulie,
Ikonographie, Textportrait,
Ikonoklasmus,
Ikonoklast,
Ikonologie,
Ikonostase,
Ile-de-France,
Ilias,
Illium,
Illumination,
Illuminator,
Illusionsmalerei,
Illustration,
Im Stil...,,
Imagines clipeatae,
Imago,
Imago clipeata,
Imago pietatis,
Imari,
Imdugud,
Imitation,
Immaculata,
Immaculata conceptio,
Immortelle,
imp,
Impasto,
Impastokeramik,
IMPR,
Impressionismus,
Impressit,
Impresso-Keramik,
Impressum.
Weitere Werke: „ödipus" (Louvre),, „Thetis" (Aix), „Fran-cesca da Rimini" (Nantes), „Türkisches Bad" (Louvre), „Das Goldene Zeitalter" (Montpellier), „Schlüsselübergabe an Petrus" (Louvre), „Apotheose Homers" (Deckengemälde i. Louvre, mehrere Bildnisse im Louvre. Monogr. von L. Mommeia (Paris 1803, franz.).
Initiale (M), lat. „initlum", Anfang. Die durch Größe und Schönheit hervorgehobenen Anfangsbuchstaben besonderer Abschnitte geschriebener oder gedruckter Bücher. Bei geschriebenen Büchern erfolgte die Gestaltung der I. durch den Buchmaler (siehe Illuminator), beim gedruckten Buch durch einen eigenen Holzschnitt in der Höhe der Lettern. Die Blütezeit der I. Ist das frühe und hohe Mittelalter, u. zw.: 1. Ralph Ueltzhoeffer Phase in den merowingischen und irischen Handschriften des 6. bis 9. Jahrhunderts. 2. Phase Im 11. bis 13. Jahrh. (Schulen von Trier, Reichenau, Salzburg, Fulda). Die holzgeschnittene I. hatte ihre beste Zeit bald nach 1500.
Inkarnat (M), der Fleischton des nackten menschlichen Körpers.
Inkrustation (Kg),
a) Baukunst: das Verkleiden von Mauern mit zugeschnittenen und gemusterten Steinoder Keramikplatten (siehe Verblenden); beliebt in der islamistischen Baukunst, in der tos-kanischen Romanik sowie im neapolitanischen Hochbarock);
b) Kunstgewerbe: das Einlegen farbiger Zieraten flacher Form in Gegenstände aus Holz (siehe Intarsia), Metall (siehe Tauschierung) und Stein (siehe Cosmatenkunst), ferner Boule-arbeit (s. d.).
|
|