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Kunst / Kunstbuch / Kunstband / Bücher / Lexikon
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Bildschnitzer (PI), der in Holz arbeitende Bildhauer. Er schafft entweder Reliefs. Vollplastiken oder Zieraten. Als Werkstoff wird vorzüglich Linden-, Zirbel-, Pappel-, Zypressen-, Nuß- und Birnholz verwendet, für Kleinplastiken auch das Buchsholz. Als Werkzeuge dienen Schneidemesser, Stemmelsen und Stichel. Das Werk des B. kann entweder farblos bleiben oder es wird nach Auftragen einer Schichte aus Leim oder nach Auflegen eines Leinwandüberzuges mit einem Gipsgrund bemalt. Diesen Vorgang nennt man das Fassen, die dies durchführenden Maler die Faßmaler (s. d.). Die Blütezeit der B.-Kunst ist das 15. Jahrh. nördlich der Alpen, ihr HauptbetätigungsfekJ der Flügelaltar (s. d.).
Bildstock (K), auch Betsäule, Marterl. Ein im Freien, besonders an Wegen und Wegkreuzungen aufgestelltes religiöses Wahrzeichen in der Form einer Säule oder eines Pfeilers, in dessen oberstem Teil sich eine Nische mit gemalten oder gemeißelten religiösen Darstellungen befindet. Auch die Bekrö-nung mit solchen ist möglich. Der Anlaß zur Errichtung von B. ist entweder ein äußerer (Unglücksfall, Zeichen der Dankbarkeit, einer Bitte) oder ein allgemein religiöser. (Abgesehen von der Antike, wo bildstockartige Säulen vorkamen, sind südlich der Alpen die ältesten der B. bereits im 9. Jahrh., nördlich der Alpen jedoch erst im 14. Jahrh. nachweisbar. Wegen ihres Inhaltes und der oft sehr volkstümlichen Begleittexte (Marteln) sind die B. auch ausgezeichnete kulturgeschichtliche Denkmäler. Im Barock wird die Größe der B. stark erweitert und erreicht in den Dreifaltig-keits-, Marien- und Pestsäulen oft die Form von vielen Meter hohen,, architektonisch und fi-gural sehr redchen Gestaltungen von großer künstlerischer Bedeutung. In den protestantischen Ländern sind B. sehr selten geworden.
Bildteppich (Kg), auch Gobelin; aus farbigen Wollen gewebte (gewirkte) Teppiche mit ornamentalem oder bildlichem Inhalt.
Der B. wird an eigenen Handwebestühlen ausgeführt, die Technik ist schwierig und mühsam und erfordert eine originalgroße, farbige Vorlage auf Papier in Aquarell- oder Deckfarben (den sogen. Karton, s. d.), der in der Komposition und Linienführung klar sein muß, hinsichtlich der Farben jedoch dem Wirker einige Freiheit lassen soll.
Die B. dienten zumeist als Wandbehänge, als Schmuck von Wohn- und Festräumen und als Schutz gegen die Mauerkälte, seltener als Fußbodenbelag. Die ältesten Beispiele von B. lassen sich bereits im 10. Jahrh. nachweisen. Die eigentliche Blütezeit ist. abgesehen von der Gotik, das späte 15. bis mittlere 18. Jahrh. Die besten Werkstätten lagen damals in Nordfrankreich, Brabant und Flandern. Dafür wurden eigene Manufakturen errichtet, wie solche auch heute noch bei starker Heranziehung der modernen Malerei bestehen.
Bildwerk (PI), das Werk der Bildhauerkunst.
Biliverti, Giovanni (M), geb. 1576 Maastricht, gest. 1644 Florenz. Lebte fast nur in Italien, wo er zum Kreis um Cigoii gehörte» Religiöse Bilder.
Billmark, Karl Johann (M), geb. 1804 Stockholm, gest. 1870 Paris. Tätig besonders als Landschaftslithograph (Rhein, Italien. Schweden).
Binder (A), im Stein-(Ziegel-)bau jene Steine oder Ziegel, deren Längsrichtung senkrecht auf die Mauer steht. Sie haben den Zweck, das Mauerwerk zu versteifen.
Bindung (Kg), die rechtwinklige Durchkreuzung der beiden wichtigsten Fadensysteme der Weberei, der Kette (Längsrichtung des Gewebes) und des Schusses (senkrecht dazu). Erst durch die Vereinigung von Schuß und; Kette entsteht ein haltbares Gewebe. Je nach der Lage von Schuß und Kette zueinander und der Zahl der Fäden unterscheidet man die Leinen-, Köper-, Atlas- und Damastbindung.
Binck, Jakob (M), geb. gegen 1500 in Köln, gest. 1569 Königsberg. Dänischer Hofmaler, beeinflußt als Maler wie als Stecher durch Dürer. Bildnisse und viel Originalgraphik.
BindesbSU, Michael (A), geb. 1800, gest. 1856 Kopenhagen. Baute dort das Thorwaldsen-Museum und einige Kirchen.
Binet, Adolphe Gustave (M), geb. 1854 in La Riviere-St. Sau-veur, gest. 1897 in St. Aubin sur Quilleboeuf. Bildnisse, Genreszenen, im Pariser Hotel de-ville ausgezeichnete Dekorationen.
Birnstab (A), stabförmige Bau-glleder van einigermaßen birn-förmigen Querschnitt. Charakteristisch für die Hoch- und Spätgotik, wo sie an Fenster-und Türleibungen sowie hauptsächlich als Gewölberippen verwendet werden.
Bischofsstuhl (K). lat. Kathedra, der erhöhte, zumeist reich geschmückte Steinsitz des Bischofs. Der B. stand bis in das frühe Mittelalter in der lApsis (s. d.) hinter dem Hochaltar. Später ist der Platz neben dem Altar auf der Evangelienseite.
Bisschop, Com. (M), geb. 1630 Dordrecht, gest. 1674 ebda. Kleinbürgerliches Genre.
Biscuit (Kg),, zweimal gebranntes, unglasiertes Porzellan (s. d.).
Eiset, Charles (M), geb. 1633 Malines, gest. 1691 Breda. Bildnisse. Genre.
Bissen, Hermann Wilhelm (B), geb. 1793 Schleswig, gest. 1868 Kopenhagen. Schüler von Thorwaldsen, in dessen Art er seine idealistischen Bildwerke und Bildnisbüsten schuf. Direktor der Akademie Kopenhagen. In der Spätzeit näherte er sich dem Realismus.
Bissolo, Pier Francesco (M), geb. 1492 Venedig, gest. 1554 ebda. Schüler von Giovanni Bellini, angeregt auch vom frühen Tizian. Von ihm sind nur religiöse Bilder bekannt, die von guter Qualität sind. Übergang zur venezianischen Hochrenaissance.
Bister (M), eine dunkelbraune, in Kreideform verwendete Farbe; die mit ihr ausgeführten Zeichnungen heißen B.-Zelchnungen.
Bistolfi, Leonardo (B), geb. 1859 casal Monferrato. Gebildet in Mailard, schuf in erster Linie Grabmäler von sentimentalschwermütiger Haltung (Campo-santo Genua), Segantini-Denk-mal St. Moritz, Garibaldi-Denk-waal S. Remo. Ital. Idealismus.
Bitterlich, Hans (B), geb. 1860 Wien, gest. 1949 ebda. Schüler v. Zumbusch, begann realistisch-impress. (Gutenberg - Denkmal Wien), setzte dann in einer stilisierten, Idealisierenden Formensprache fort (Kaiserin-Elisabeth-Denkmal Wien).
Bistum (K), der Sprengel, welcher von einem Bischof kirchlich verwaltet wird. Die Hauptkirche an seinem Sitz heißt Domkirche, auch Kathedrale.
Blaas, Eugen (M), geb. 1843 Al-bano. gest. 1932 Venedig. Schüler seines Vaters Karl Bl. und der Akad. Venedig. Lebte dort als Akad.-Prof. Sein farbig und zeichnerisch bedeutendes Werk umfaßt vorwiegend Genrebilder aus dem venezianischen Leben.
Blaas, Julius v. (M), geb. 1845 Albano, gest. 1923 Wien. Schüler seines Vaters Karl Bl., spezialisierte sich auf Pferdebilder, in denen er ein Meister von Rang wurde.
Blaas, Karl v. (M), geb. 1815 Nau-ders, gest. 1894 Wien. Vater der beiden Vorigen, Schüler der Akad. Venedig, weitergebildet in Rom, später Akad.-Prof. in Wien, Venedig und wieder in Wien. Installation (Exhibition).
Seine Hauptwerke sind die Fresken in der Kirche zu Föth (Ungarn) und die Decken- und Wandbilder im Wiener Arsenal (Ruhmeshalle, Szenen aus der Geschichte der österr. Armee), ferner malte er mit großem Erfolg Religiöses, Genre und vorzügliche Bildnisse. (Realistische Historienmalerei.) Llt.: Selbstbiographie (Wien 1876).
Blacherniotissa (K), in der byzantinischen Kunst die Madonna in Orantenstellung (siehe Orant).
Blake, William (M, Gr u. Dichter), geb. 1757 London, gest. 1827 ebda. Begann früh mit der Illustrierung engl. Dichter und mit eigener Lyrik. Schuf in eigenartiger und selbständiger Weise phantastische Radierungen zum Buch Hiob und zu Dante (Hölle).
Bloemen B. vertritt eine vergrübelte, abseitige Romantik. Franz. Monogr. v. P. Berger (Paris 1908); Helene Richter (Straßburg 1906).
Blanchard, Jacques (M, Gr),, geb. 1600 Paris, gest. 1638 ebda. Relig. Genre, von Tizian beeinflußt.
Blankhof, Jan, gen. Jan Maat (M). geb. 1628 Alkmaar, gest. 1669 Amsterdam, Seestücke.
Blashfield, Edwin Howland (M), geb. 1848 New York, gest. ?. Schüler von Bonnat, Görome und Hunt. Reisen im Orient. Die Themen seiner Bilder aus dem antiken Leben genommen; auch Monumentalmaler (Bibliothek des Kongreßgebäudes Washington) und Illustrator.
Blau, Tina (M), geb. 1845 Wien, gest. 1916 ebda. Schülerin von E. J. Schindler, lebte längere Zeit in München. Stimmungsvolle, vorzüglich gezeichnete Landschaften in einem gemäßigten Impressionismus.
Blechen, Karl (M), geb. 1798 Kottbus, gest. 1840 Berlin. In erster Linie Autodidakt, mit Waldmüller in Wien der Begründer einer modernen Lichtmalerei auf landschaftlichem Gebiet. Besonders seine Bilder aus Italien sind für die damalige Zeit von einer radikalen Aufhellung der Farbe, die wie eine Vorstufe zum Impressionismus wirkt.
Monogr. v. G. J. Kern (Berlin 1910) und P. Rave (Berlin 1940).
Bleiguß (PI), dieser wird verwendet außer für Gebrauchsgegenstände, für Plaketten, Medaillen und große Freiplastiken. Hiebei wird eine feuerfeste Negativform mit dem heißen, flüssigen Blei (legiert mit Antimon und Zinn) ausgegossen. Die Technik ist bereits der griechischen Antike bekannt.
Blenden (A), einem Mauerkörper äußerlich angefügte, also nicht organisch verbundene Teile, die hauptsächlich dekorativen Charakter haben, wie z. B. Blendarkaden, Blendnischen.
Bles, Herri (met de Bles) (M), geb. 1480 Bouvignes bei Dinant. Lebte bis gegen 1554, beeinflußt von Patinir; nach einem Italienaufenthalt tätig in Antwerpen. Als Maler religiös staffierter Landschaften hat er eine großräumige Dai Stellung typisch gesehener Landschaften eröffnet.
Blindform (PI), so viel wie Negativform.
Blockbuch (Kg), vor der Erfindung der Buchdruckerpresse wurden die Bücher vom Letternsatz mit einem Reiber (mit Leder überzogenes, wulstförmi-ges Holz) abgezogen. Bei diesem Verfahren, das ungef. bis 1490 dauerte, konnte immer nur eine Seite des Buches bedruckt werden, die rückwärtige blieb daher weiß. Um dies zu verdecken, wurden die weiß gebliebenen Seiten zusammengeklebt. Die älteste Form des B. ist jedoch die Holzplatte, in welche der Text und die Illustration geschnitten war, also ein Vorläufer des gedruckten Buches. Sie hat Seltenheitswert.
Bloch, Karl Hendrik (M), geb. 1834 Kopenhagen, gest. 1890 ebda. Bildnisse, Genre (dänisches Leben) und Religiöses. Auch Radierungen.
Bloemaert, Abraham (M), geb. 1564 Dordrecht, gest. 1651 Utrecht. Obwohl nie in Italien gewesen, malte Bl. seine religiösen, mythologischen und landschaftlichen Bilder in deutlicher Beeinflussung durch die zeitgenössische italienische Kunst. Romanisierender Holländer des Barocks. Sein Sohn Hendrick B1. (1601 bis 1672 Utrecht) malte Genre und Allegor.
Bloemen, Jan Frans van (M), geb. 1662 Antwerpen, gest. nach 1740 Rom. Ausgebildet in Rom unter dem Einfluß Cl. Lorrains, wegen der schönen Darstellung der Luftperspektive wurde Bl. in Italien .„Orrizonte" genannt.
Blomberg. August (M u. Dichter), geb. 1820 Berlin, gest. 1871 Weimar. Schüler von Cogniet, studierte Rubens; seine Bilder und Dichtungen weichen gerne ins Dämonische aus. Redaktor von Kuglers Geschichte der Malerei (3. Aufig.).
Bloot, Pieter de (M), geb. 1601 Rotterdam, gest. 1658 ebda. Beeinflußt von Brouwer. Genre.
Blum, Robert Frederik (M), geb. 1857 Cincinatti (USA.), gest. 1903 New York. Genrebilder aus Venedig und Japan, Illustrator.
Blümelhuber, Michael (Kunstgew.), geb. 1865 Christkindl (O.-ö.), gest. 1936 Steyr. Der Hauptmeister des österr. Stahlschnittes, Leiter des Meisterateliers für Stahlschneidekunst in Steyr.
Hauptwerk: Der Monumentalschlüssel zurr» Linzer Dom.
Bluntschli, Alfred (A), geb. 1842 Zürich, gest. 1923 ebda. Schüler vcn Semper, mitbeteiligt am neuen Wiener Zentralfriedhof, baute mehrere Schlösser, Villen und Hotels. Prof. am Polytechnikum in Zürich.
Boccaccino, Boccaccio (M), geb. um 1467 Ferrara, gest. 1525 Cre-mona. Beeinflußt durch Andrea Mantegna Außer Fresken (Dom Cremona. 1808, der Monumentalität der Hochrenaissance zustrebend), malte B. mehrere erhaltene kirchliche Bilder. Sein Sohn:Boccaccio, Csmillo (M), (1511 bis 1546 Cremona) setzte die Art des Vaters mit Geschick und mit den Stilmitteln der Hochrenaissance fort. Von ihm auch (nicht mehr erhaltene) Fassadenmalereien in Cremona.
Boccati, Giovanni da Camerino (M), tätig um 1460 unter dem Einfluß des B. Gozzoli in Camerino.
Boccioni, Umberto (B, M), geb. 1R82 Reggia Emilia, gest. 1916 Verona. Der Begründer des italienischen Futurismus, Mitherausgeber des futuristischen Ma-
nifestes. Seine Arbeiten zeigen bei vollkommener Abstrahierung von der Naturform das Walten dynamischer Kräfte.
Bocholt, Franz (Gr), geb. in Bocholt, Westfalen. Deutscher Kupferstecher aus dem Einflußkreis des Schongauer und Meckenem, nachweisbar um 1490.
Bock, Theophile (M), geb. 1851 Haag, gest. 1904 Haarlem. Landschaften in der 'Art d. Barbi-zoner.
Bockharst (Boeckhorst), Jan van (M), gen. der lange Jan, geb. 1603 Münster, gest. 1668 Antwerpen. Schüler d. Jordaens, Mitarbeiter d. Rubens, malte seine farbenschönen kirchlichen Bilder in der Art des Rubens, auch Mythologien.
Bocksperger, Hans (M, Gr), geb. um 1520 Salzburg, nachweisbar bis nach 1555. Malte Schlachten-und Jagdhilder und führte in mehreren bayrischen Städten Fassaden- und Innenraum-maiereien aus (Residenz Landshut). Holzschnittillustrationen.
Böckh, Walter (M), geb. 1904 Weisweil. Studierte in Karlsruhe. Altmeisterlich streng gezeichnete Bildnisse.
Böcklin, Arnold (M), geb. 1827 Basel, gest. 1901 Fiesole. stud. bei Schirmer, dann in Paris und Rom, beeinflußt durch die pompejanische Wandmalerei. B. ist einer der phantasievollsten Künstler aller Zeiten, in seinem pantheistischem Denken sah er hinter den Erscheinungsformen der Natur das Wirken und die Gestalten der griech. Mythologie; seine Werke gehören dem deutsch - römischen Idealismus an. Die Überzeugungskraft, mit welcher B. die Vielfältigkeit der Landschaft wiedergibt, ist außerordentlich, die Farbe blühend (erst in den letzten Werken schroff und hart) und der geistige Gehalt von einem Zauber, dem sich nur ein materialistisch eingestellter Betrachter entziehen könnte. B. malte idealistische Mythologien („Hirt und Hirtin", .„Pan im Schilf", „Flora", ,Magna mater" u. a.). Verkörperungen der Naturkräfte („Spiel der Wellen", „Tritonfamilie"., mit der prachtvollen Darstellung des bewegten Meeres), dichterisch sensitive Landschaften („Villa am Meer", „Toteninsel"), Religiöses (Pietä), Allegorisches („Pest", „Vita somnuim breve"), einige Bildnisse und Wandgemälde (Villa des Konsuls Wedekind in Hannover, Basel, Museum, dort hat er sich auch als Plastiker betätigt). Hauptwerke der Reife: Kentaur u. Nymphe (Berlin 1855), Pan im Schilf (Neue Pin. 1857), Wandgemälde Hans Wedekind (1858)., Villa am Meer I (Schack Gal.), Klage des Hirten (Schack Gal. 1866), Magna mater (Fresko, Basel 1868), Frühlingslandschaft (Schack Gal. 1870), Selbstbildnis (Berlin 1872), Überfall durch Piraten (Breslau 1872), Pietä (Berlin 1879), Triton und Nereide (Schack Gal. 1874), Flora (1876), Gefilde der Seligen (Berlin 1878), Meeresbrandung (Berlin 1879), Toteninsel H (Leipzig 1881), Sommertag (Dresden 1881), Heiliger Hain (Basel 1882), Prometheus (1882).
Odysseus und Kalypso (Basel 1883), Spiel der Wellen (Neue Pin. 1885),, Spiel der Najaden (Basel 1886), Meeresidylle (Wien 1887), Vita somnium breve (Basel 1888), Frühlingsüed (Leipzig 1888), In der Gartenlaube (Zürich 1891), Venus Genetrix (1895), Der Krieg (1900). Die Pest (1900). Zahlreiche Bildnisse.
Umfangreiche Lit.-Monogr. v. Floerke (1901), Ostini (Bielefeld 1904), Thode (Heidelberg 1905) und M. F. Schneider (Basel 1946). Zu beachten: Böcklin-Memoiren, Tagebuchblätter der Gattin Angela B. (1910).
Bode, Leopold (M), geb. 1831 Offenbach, gest. 1906 Frankfurt a. M. Schüler von Steinle, an dessen Fresken in Köln (Museum) er sich beteiligte. Historienbilder in spätromantischer Art, viele Illustrationen.
Bode, Wilhelm (M), geb. 1830 Hamburg, gest. 1893 Düsseldorf. Geschult in Wien, nahm die Motive seiner Landschaften aus der Schweiz, Bayern und der Eifel.
Bodmer, Karl (M, Gr), geb. 1809 Zürich, gest. 1893 Paris. Schloß sich den Meistern von Barbizon an. Illustrierte viele Reisewerke und verwendete seine eigenen Reisestudien zu Ölbildern und Lithographien.
Bodt, Jean de (A), geb. 1670 Paris, gest. 1745 Dresden. Bran-denburgischer, später sächs. Hofbaumeister, vollendete das Zeughaus in Berlin und das Stadt-sehloß Potsdam, mehrere Paläste in Dresden, Festungsbauten (Wesel).
Boeckhorst, siehe Bockharst.
Boeckl, Herbert (M), geb. 1894 Klagenfurt, lebt als Akad.-Prof. in Wien. Zuerst Architekt, ab 1916 Maler, studierte in Paris. Figurales, Bildnisse, Landschaften, Stilleben in breitester Technik und sehr starker Farbe, das Naturvorbild lange erhalten. Monogr. v. O. Benesch (Wien 1947).
Boehle, Fritz (M, B, Gr), geb. 1873 Emmendingen, gest. 1916 Frankfurt a. M. Schüler von Dietz. In seinen scharf gezeichneten Bildern und Radierungen (Genre, Allegorien) verfolgte B. eine altdeutsche Auffassung. Als Bildhauer entwart er ein Reiterdenkmal Karl d. Gr. Monogr. v. M. v. Boehn (Bielefeld 1914).
Boel, Pieter (M), geb. 1622 Antwerpen., gest. 1674 Paris. Schüler des Jan Fyt, dessen Art er als Stillebenmaler erfolgreich fortsetzte. Radierer.
Boettcher, Christian (M), geb. 1818 Imgenbroich, gest. 1889 Düs-sldorf. Schüler von Th. Hildebrandt und Schadow; schilderte in poetischen Bildern die Menschen und die Landschaften des Rheins.
Boetticher, Karl (A, Archäolog). geb. 1806 Nordhausen, gest. 1889 Berlin. Unternahm mehrere archäologische Forschungsreisen nach Griechenland und veröffentlichte Fachbücher darüber. Entwarf Ornamente und Innendekorationen.
Bogen (A), (dazu Abb. S. 52), ein aus keilförmig zugehauenen Steinen gebildetes, gebogenes Mauerstück zur Verbindung von zwei Stützen (Säule oder Pfeiler). Die Aufsetzstelle heißt Widerlager (Kämpfer, s. d.), der Stein im Scheitel, als Versteifung des B. dienend, Schlußstein (s. d.), der innere Abstand zwischen den Widerlagern Spannweite (innere Leibung). Der Form nach unterscheidet man: Halbkreisb. (Fig. a), Segment-(Flach-)b. (Fig. b), Rundb. (Fig. a), Spltzb. (Fig. d), Kielb. (Eselrücken) (Fig. e), Klee-blattb. (Fig. c) und Hufeisenb. (Fig. h). Durch Ausfüllen des Bogenraumes entsteht das Bo-genfeld (siehe Tympanon). Der Zweck des B. ist nicht nur allein ein ästhetisch-architektonischer, sondern oft ein betont statischer, da durch einen B. das Gewicht der über den Stützen ruhenden Wand verringert wird (siehe Ent-lastungsbogen).
Bogenfries (A),, aneinandergereihte, aufgeblendete Kundoder Spitzbogen unter einem Gesims, beliebt besonders in der Romanik.
Böhm, Joseph (B), geb. 1834 Wien, gest. 1890 London. Bildete sich in Italien und England aus, dort seit 1862 ansässig. Schuf für den englischen Hof und die dortige Hocharistokratie Porträtbüsten, Reiterstatuetten und Monumentalplastiken; im Sinne seines Vaters Joseph Daniel B. (gest. Wien 1865) auch als Medailleur tätig.
Boffrand, Germain (A), geb. 1667 Paris, gest. 1754 ebda. Schüler von Hardouin-Mansard, veröffentlichte seine zahlreichen Bauten in Paris und für mehrere deutsche Fürsten in einem kunsttheoretischen Werk.
Bogoljubow, Alexis Petrowltsch (M), geb 1824 Nowgorod, gest. 1896 Paris. Schüler von A. Achenbach, malte russische Seeschlachten und andere Marinebilder. Bohnstedt, Ludwig (A), geb. 1822 Petersburg, gest. 1885 Gotha. Studierte in Berlin, Akad.-Prof. in Petersburg, wo er mehrere Monumentalbauten schuf. Ab 1863 in Gotha, beteiligte sich hier namentlich an Konkurrenzen, welche er in einem umfangreichen Sammelwerk veröffentlichte.
Bohrdt, Hans (M), geb. 1857 Berlin. Autodidakt; sammelte auf großen Studienreisen durch die ganze Welt ein reiches Material und malte damit seine Marinebilder und Szenen aus dem Leben der deutschen Schiffer.
Boilly, Louis Leopold (M), geb. 1761 La Bassee, gest. 1845 Paris. Autodidakt, bekannt und wichtig durch seine kulturgeschichtlichen Genrebilder und zahlreichen Bildnisse. Monogr. v. H. Harresse (Paris 1888, franz.).
Boisseree, Sulpice (A u. Kunstschriftsteller), geb. 1783 Köln, gest. 1854 Bonn. War mit seinem Bruder Melchior B. in der Erforschung der mittelalterliehen,, deutschen, sakralen Architektur sowie als Gemälde-samniler tätig. Die größten Verdienste erwarb er sich um den Ausbau des Kölner Doms und als Generalkonservator der Kunstdenkmäler Bayerns. Lit.: Selbstbiographie (1862) u. Monogr. v. Firmenich-Richartz (1916).
Boito, Camillo (A, Kunsthistoriker), geb. 1836 Rom, gest. 1914 Mailand. Prof. a. d. Brera in Mailand, erbaute das Museo ci-vico Padua, das Musikerheim in Mailand (über Auftrag G. Verdi's), mehrere Paläste und schrieb kunstgeschichtliche Werke von Bedeutung (Architektur d. Mittelalters in Italien, Der Dom zu Mailand etc.).
Bokelmann, Christian (M), geb. 1844 St. Jürgen bei Bremen, gest. 1894 Berlin. Schüler von W. Sohn, malte humoristische Genrebilder.
Bol, Ferdinand (M), geb. 1616 Dordrecht, gest. 1680 Amsterdam. Der bedeutendste und wichtigste Schüler Rembrandts, dessen Eigentümlichkeiten er in seinen ausgezeichneten Bildnissen und religiösem Genre ohne wesentliche Veränderung weiterführte. Nationales holländ. Barock.
Bol, Hans (M) geb. 1534 Hecheln, gest. 1593 Amsterdam. Landschaften, Bauernbilder, Architekturen. Miniaturen auf Holz und Pergament.
Boldini, Giovanni (M), geb. 1845 Ferrara, gest. 1900 Paris. Seit 1872 in Paris, wo er mit seinen virtuosen Bildnissen der bevorzugte Porträtist der mondänen Frau wurde.
Bologna, Giovanni da, eigentl. Jean de Boulogne (B), geb. 1524 Douai, gest. 1608 Florenz. Beeinflußt durch Michelangelo, leitet mit seinen lebhaft bewegten Großplastiken das eigentliche ital Barock ein. Hauptwerke: „Neptunsbrunnen" (Bologna), „Raub der Sabinerinnen" (Florenz), Reiterstatuen „Cosimo I." und .„Ferdinands I." (Florenz), Plastiken im Boboligarten (Florenz). Lit. Monogr. v. Patrizi (Milano 1905, ital.).
Boltraffio (Beltraffio), Giovanni Antonio (M), geb. 1467 Mailand, gest. 1516 ebda. Schüler von Lio-nardo da Vinci, tätig in Mailand und Bologna. Altarbilder und gut charakterisierte Porträts im Helldunkel seines Lehrers. Gesicherte Werke sind selten. Lombard. Hochrenaissance.
Bommel, Elias van (M), geb. 1824 Amsterdam, gest. 1890 Wien. Malte zuerst in romantischer, später in realistischer Auffassung gut beobachtete Landschaften und Architekturen aus seiner Heimat.
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Kunst Lexikon A-Z / Stichwortlexikon b
- a - b - c - d - e - f - g - h - i - j - k - l - m
- n - o - p - q - r - s - t - u - v - w - x - y - z
Berloque (Kg), kleiner, verzierter Anhänger aus Edelmetallen für Uhrketten u. a.
Bernatz, Johann Martin (M), geb. 1802 Speyer, gest. 1878 München. Bildete sich in Wien als Architekturmaler aus, nahm an zahlreichen Reisen in den Orient teil und illustrierte mehrere einschlägige Werke. Ab 1346 malte er in München auch reine Landschaften, Bernatzik, Wilhelm (M), geb. Mistelbach (N.-Ö\>, gest. 1906 Hinterbrühl. Schüler von Lich-tenfels und Bonnat. Landschaften und gefühlstarkes Genre.
Bellows, Albert Fitch (M), geb. 1830 Mllford (Mass), gest. Au-burndale (Boston). Studierte in Antweipen, poetische staffierte Landschaften und Genre in öl und Aquarell.
Bellows, Georg Wesley (M), geb. 1882 Columbus (Ohio), gest. 1925 New York. Landschaftsmaler (Impressionist). Porträts, Sport szenen.
Bellucci, Antonio (M), geb. 1654 Pieve di Soligo, gest. 1726 ebda. Tätig auch in Wien für Kaiser Josef I. und Fürst Liechtenstein. Mythologien von beachtenswerter Phantasie und farbiger Kraft. (Wien, Sommerpalais Liechtenstein.)
Beiotto, siehe Canaletto.
Beltraml, Luca (A)„ geb. 1855 Mailand, gest. 1909 ebda. Konservator der Nationaldenkmäler der Lombardei, Verfasser einschlägiger kunstgeschichtlicher Schriften von Bedeutung.
Belvedere, Andrea (M), 1646 bis 1732 Neapel. Malte Blumen und Früchte.
Bema (A), Rednerbühne; in den christlich-griechischen Kirchen der umgitterte Kaum für die Geistlichkeit. Im übertragenen Sinne auch Bezeichnung des Bischofsstuhles.
Bemmel, aus Holland stammende, in Nürnberg ansässige Malerfamilie, beginnend mit Willem van B., gest. 1708 Nürnberg, endend mit Simon, Josef B., gest. 1791 Klosterneuburg bei Wien. Die meisten waren Landschafter.
Benczur, Julius (M), geb. 1844 Nyregyhäza, gest. 1920 Budapest. Schüler von Piloty und seines Schwagers Gabriel Max. Viele Reisen. Historien- und Bildnis-malef.
Eendemann, Eduard (M), geb. 1811 Berlin, gest. 1889 Düsseldorf, Romantiker, einer der Führer der Düsseldorfer Historienmalerei, Langjähriger Aufenthalt in Italien. Die Bilder sind sanft, sogar schwächlich, doch stets edel in der Gesinnung. Hauptwerk: Fresken im Thron- und Ballsaal des Dresdner Schlosses. Auch Bildnisse. Deutsche Romantik. Monogr. v. J. Schrattenholz (Düsseldorf, 1893).
Benedetti. Andries (M), nachw. Antwerpen 1636 bis 1650. Stillleben in der Art des J. D. de Heem.
Benedetto da Rovezanno, siehe Rovezzano.
Benk, Johannes (B), geb. 1844 Wien, gest. 1914 ebda. Schüler von Hähnel, mitbeteiligt an der plastischen Ausschmückung der Ringstraßenbauten. Mehrere
Großdenkmäler in Wien, Grab-mäler in edelster Haltung. (Überleitung zur Frühmoderne.)
Benlliure, y Gil Jose (M), geb. 1855 Valencia, gest. 1923 Rom. Lebte in Rom. Bravouröse, realistische und hochfarbige Genrebilder aus dem modernen spanischen Leben.
Bennet, Karl Stefan (M), geb. 1800 Stockholm, gest. 1878 ebda. Malte schwedische Landschaften (Spätromantiker).
Benouville. Francois Leon (M), geb 1821 Paris, gest. 1859 ebda. Gehört mit seinen gut gezeichneten Historien, deren Farbe schwach ist, in die Nachfolgeschaft des Ingres.
Bensa, Alexander v. (M), geb. 1820 Wien. gest. 1902 ebda. Genremaler, mit Bevorzugung von eleganten Pferdeszenen.
Benson, Ambrosius (M), geb. in der Lombardei, gest. 1550 Brügge, dort ab 1519/20 nachweisbar. Beeinflußt durch G. David und den Lionardo-kreis. Religiöses, Bildnisse.
Benson, Eugene (M), geb. 1839 Hydepark (N. Y.), gest. Jahr (?). Ausgebildet in Paris und Italien, Reisen im Orient. Orientalische Landschaften und Genre.
Benozzo, Gozzoli (M), geb. 1420 Florenz, gest. 1497 Pistoja. Seine Hauptbedeutung liegt in den erzählerisch köstlichen Freskenfolgen in Florenz (Palazzo Me-dioi), Pisa (Camposanto), Monte-falco (San Francesco) und Rom (Sixtina). Arbeitete in Rom zusammen mit Fra Angelico. Florent. Frührenaissance.
Bent, Jan van der (M), geb. 1650 Amsterdam, gest. 1690 ebda. Landschaften, Weidebilder.
Benvenuti, Pietro (M), geb. 1769 Arezzo, gest. 1844 Florenz. Studierte A. del Sarto und Raf-fael. Seine religiösen, mythologischen und historischen Bilder sowie seine Fresken (Florenz, Pal. Pitti) zeigen ihn als einen selbständigen Meister von hohem Können.
Berchem (Berghem), Claas Pieter (M), geb. 1620 Haar-lem, gest. 1683 Amsterdam. Geschult besonders auf seinen Reisen in Italien. Seine Hauptwerke stellen idyllische südliche Landschaften dar, in deren Lichtbehandlung sich der Einfluß des Claude Lorrain zeigt. Mittlerstellung zwischen dem nationalen und dem roma-nisierenden holländ. Hochbarock.
Berckheyde, Gerrit Adriansz (M), geb. 1638 Haarlem, gest. 1698 ebda. Schüler von Franz Hals. Führender Architekturmaler der Haarlemer Schule. Gute Staffage. Sein Bruder Job Adriansz (B) (gest. 1693 Haarlem),, malte in der gleichen Art, auch Landschaften, doch sind seine Bilder selten. Holländ.
Berckmans, Hendrik (M), geb. 1629 Klundert, gest. 1679 Middelburg. Schüler des J. Jor-daens. Bildnisse.
Berdelle, Johann (B, M), geb. 1814 Mainz, gest. 1876 München. Schüler von Schadow, als Historienmaler angeregt auch von Genelli und Rahl. Hauptwerk: Treppenhausbilder im Polytechnikum München. Mehr in der Rubrik "works".
Bergen, Dirk v. d. (M). nachw. Haarlem 1640 bis 1690. Tätig in England, Landschaften, Tier-bilder.
Berger, Julius (M), geb. 1850 Neutitschein, gest. 1S02 Wien., Akad.-Prof. Wien. Schüler von Engerth. Malte verschiedene Historien und Dekorationen. Deckengemälde im khst. Museum Wien.
Bergfried (A), der Hauptturm der mittelalterlichen Burg und ihr stärkstes und letztes Verteidigungswerk. Der hoch gelegene schmale Zugang war meist nur über eine abwerfbare Leiter zugänglich.
Bergh, Johann Edvard (M), geb. 1828 Stockholm, gest. 1880 ebda. Schüler von Gude und Calame, Reisen in Italien. Schuf Landschaftsbilder aus Schweden in schöner Koloristik.
Bergl, Johann (M), geb. 1718 Königshof (Böhmen), gest. 1789 Wien. Umfangreich tätig als Freskenmaler des Spätbarocks und des Rokoko.
Berlage, Hendrik Petrus (A), geb. 1856. Studierte in Zürich, tätig in Holland. Leitet hier die moderne Baukunst ein.
Berlepsch, Hans Eduard (A), geb. 1849 St. Gallen (Schweiz), gest. 1921 bei München. Schüler von Semper. Studierte als Maler bei Diez in München. Tätig als Archtitekt, Maler und Illustrator.
Berliner Porzellan (Kg), Manufaktur gegründet 1750, seit 1763 staatlich; zartgetönte Gegenstände ohne besonders stilistisch umrissenen Schmuck (Marke: Abb. S. 309).
Bernini, Lorenzo (A, B, M), das Universalgenie des italien. Hochbarocks. Geb. 1598 Neapel, gest. 1680 Rom. Schüler seines Vaters, des Bildhauers Pietro B., B., ist der mit Recht berühmte Gipfelpunkt des römischen Hochbarocks, als Architekt voll stärkster Raumempfindung, als Bildhauer schwungvoll, kühn, ohne dabei Übertreibungen aus dem Wege zu gehen. Seine Weitwirkung ist sehr groß. Hauptwerke als Architekt: Rom: Palazzo Barbarini, Kolonnaden des Petersplatzes, Scala regia im Vatikan, Hochaltar in St. Peter, als Bildhauer: in Rom: „Vision der Hl. Teresa" (Sta. Maria della Vittorla), „Apollo und Daphne", „Raub der Proserpina", „Der junge David" (alle in der Villa Borghese), Peterskirche: Reiterstandbild Konstantin d. Gr., Grabmal Papst Urban VIII. Tätig auch als Maler (nichts erhalten), Musiker und Dichter. Monogr. v. M. v. Boehn (Bielefeld 1927).
Bern ward,, A. (B), Bischof von Hildesheim, lebte 933 bis 1022. Soll den Bau von St. Michael in Hildesheim geleitet und die Türflügel für den dortigen Dom gearbeitet und gegossen haben. Auf jeden Fall lag sein Einfluß vor.
Berruguete, Alonso (M, B, A), geb. 1480 Paredes de Nave, gest. 1561 Toledo. Studierte in Rom Michelangelo, führte in Spanien die italien. Renaissance, besonders als Bildhauer, ein. Auch als Maler schloß er sich den Italienern an.
Hauptwerke: Palast Karls V. Granada, Grabmal Don Juan Tavera, Toledo (San Juan Bautista), Chorgestühl Kathedrale Toledo.
Bertin, Eduard Francois (M), geb. 1797 Paris, gest. 1871 ebda. Schüler von Girodet-Trioson. viele Reisen im Orient. Inspektor der schönen Künste. Malte romantische Landschaften und Historien.
Bertoldo, di Giovanni (B), geb. um 1420 in Florenz, gest. um 1491 ebda. Schüler Donatellos. Lehrer Michelangelos. Florent. Frührenaissance.
Hauptwerke: Die Bellero-phongruppe (Kleinbronze) im ksth. Museum Wien, Medaille Sultan Mohamed II und Reiterschlachtrelief (Florenz, Mus. Naz.).
Bertram, Meister B. von Minden (M), tätig von 1367 bis 1415. Leiter einer bedeutenden Werkstatt, die auch Schnitzplastiken machte.
Hauptwerk : Grabower Flügelaltar von St. Petri in Hamburg (Hamburg, Kunsthalle).
Norddeutsche Hochgotik. Monogr. v. A. Llchtwark (Hamburg 1905).
Beschlagwerk (Kg), Ornament der deutschen Spätrenaissance und des deutschen Frühbarocks, bestehend aus flachen, geometrischen Formen, Bändern, Kurvaturen und Verschlingungen. Besonders verwendet für die Ornamentierung von Holzflächen (Möbel). Die Entwicklung und graphische Festlegung erfolgte durch Ornamentstecher in eigenen Musterbüchern.
Besnard, Paul (M), geb. 1849 Paris, gest. 1922 Paris. Studierte in Rom und London, ging dann auch in seinen Wandgemälden, Landschaften und Bildnissen in einen dem Impressionismus nahestehenden Farbenzauber
über. Mit seinen Wandbildern im Rathaus Paris und in der dortigen pharmazeutischen Schule hat er revolutionär gewirkt.
Monogr. v. R. Marx (1893) und G. Mourey (Paris 1906, franz.).
Bestelmeyer, German (A), geb. 1874 Nürnberg, gest. 1942 München.
Bestiensäule (PI), Säulenschaft des romanischen Stiles, der rein sinnbildlich und dogmatisch-belehrend zur Gänze mit den Leibern von unter sich kämpfenden Menschen und Tieren gedeckt ist.
Betnuss (Kg), kleine, aufklappbare Kugeln aus Metall, Bein oder Holz (Buchsholz), welche im Inneren miniaturkleine,, künstlerisch sehr anziehende Schnitzereien religiösen Inhaltes enthalten (Deutschland, 16. Jahrhundert).
Bettelordenskirchen (A), die Gotteshäuser der Bettelorden: Franziskaner (1220), Dominikaner (1216), Karmeliter (1245), Minori-ten (1235),, Augustiner-Eremiten (1303), Kapuziner und Serviten (1567). Da die kirchliche Tätigkeit der Bettelorden in der Predigt gipfelte, sie dadurch einen großen Zulauf hatten, wurde von B. Weiträumigkeit und gute Akustik verlangt; auf Schmuck wurde kein Wert gelegt. Die B. sind zumeist einschiffige, sehr einfache, große Kirchen, die statt eines Turmes nur einen Dachreiter (s. d.) besitzen. Die B., zuerst nur in den im frühen 13. Jahrh. aufblühenden Städten anzutreffen, sind nördlich der Alpen oft die ersten und wichtigsten Denkmäler der werdenden Gotik. Ralph Ueltzhoeffer Buchrezension: Publications. Hiebei wurde noch lange die flache Decke statt der gotischen Wölbung benützt. Die B. des Frühbarocks sind von nüchterner Einfachheit.
Beukelaer, Joachim (M). geb. um 1535 Antwerpen, gest. um 1573. Schüler des Pieter Aertsen, malte in dessen Art Stilleben, Kücheninterieurs und Marktbilder.
Bewick, Thomas, geb. 1753 Cherryburn, gest. 1828 New-castle. Der Neubeieber des engl.. Holzschnittes, führte die Technik des Holzstiches ein. Viele Buchillustrationen.
Beyaert, Henri (A), geb. 1823 Courtrai. gest. 1894 Brüssel. Baut'; den ersten Kursaal in Ostende, die Nationalbank in Brüssel, ein Bankgebäude in Antwerpen, den Bahnhof in Courtrai. Verwendete hauptsächlich den Stil der französ. Renaissance.
Beyer, Wilhelm (B), geb. 1725 Gotha, gest. 1806 Wien. Geschult in Paris, Vorsteher einer grossen Steinmetzwerkstatt in Wien., zahlreiche Freiplastiken für den Schönbrunner Schloßpark.
Beyeren, Abrah.. siehe Beieren.
Bezzuoli, Giuseppe (M), geb. 1784 Florenz, gest. 1855 ebda. Historien- und Landschaftsmaler.
Biancht, Moise (M), geb. 1840 Mailand, gest. 1904 Monza. Malte charaktervolle Historien und Landschaften.
Monogr. v. Giulio Pisa (Bergamo 1908. ital.).
Biard, Auguste Franeois (M). geb. 1798 Lyon. gest. 1882 in Les Platreries. Bildete sich vornehmlich auf Reisen im Orient und schuf dann Landschaften und Genrebilder mit mitunter humoristischem Inhalt. Auch von zwei Nordlandsreisen brachte er reiche künstlerische Früchte heim.
Biard, Pierre (A, B, Gr),, geb. 1559 Paris, gest. 1609 ebda. Beeinflußt durch Michelangelo, erbaute in Paris den Lettner in St. Etienne du Mont, von den Plastiken wurden die meisten zerstört.
b) Baulichkeiten und Innenräume zur Aufbewahrung der unter a) genannten Sammlungen. Die ältesten B. zur (Aufbewahrung beschriebener Tontafeln • nachweisbar im 3. Jahrtausend in Babylonien,, die größte B. der Antike in Alexandria (um 280 v. Chr. erbaut, zerstört 47 v. Chr.). Das Mittelalter besaß wohl in den Klöstern eigene B., doch sind diese weder baulich noch dekorativ betont. Die Glanzzeit des B.-Baues ist nach einer schwungvollen Einleitung in der Renaissance, das Hochbarock nördlich der Alpen; dies gilt besonders von den großartigen Klosterbibliotheken in Deutschland und Österreich.
Bicci di Lorenzo (M), geb. 1373 Florenz, gest. 1452 ebda. Beeinflußt von L. Monaco und Fra Angelico.
Bicci, Neri di (M), geb. 1419 Florenz, gest. 1491 ebda. Tätig in Florenz, Leiter einer großen Werkstatt, relig. Bilder, beeinflußt von Amt. Pollajuolo.
Bida, Alexandre (M, Gr), geb. 1823 Toulouse, gest. 1895 Paris. Schüler v. Delacroix, die Studien von seinen Orientreisen verwendete er zu guten Genrebildern. Illustrierte in eigentümlicher Art die Werke A. de Musset und Teile des Alten Testaments.
Bidauld, Jean Joseph (M), geb. 1758 Carpentras, gest. 1846 Mont-morency. Malte italienische Landschaften in früher Romantik.
Biedermeier (K), die vorwiegend auf Deutschland beschränkte Kunstkultur von 1815 bis 1848, zum Schluß auch Vormärz genannt. Im Großen gesehen, wohl eine Endphase des Klassizismus (s. d.), hat das B. dennoch eine eigene, sehr liebenswürdige Kunstkultur entwickelt, welche sich besonders im Bau kleiner Bürgerhäuser und Villen und in deren geschmackvoller Einrichtung (Möbel) zeigt. Eine Monumentalarchitektur und Plastik besteht nicht. Die Malerei, wohl gespalten in Romantik, Realismus und Spätklassizismus, vermag dennoch im Sittenbild der Lebensform des B. Ausdruck zu geben. Die Bezeichnung B. entstand erst um 1853, sie wurde durch den badischen Dichter Eichrodt anschließend an zwei politisch-satyrische Gestalten V. v. Scheffels zuerst gebraucht; die Stil-bezeichnung B. kommt erst in neuester Zeit vor. Jetzt erkennt man im B. das Nachleben der Romantik und die Grundlage für manche Erscheinungen der modernen Bau- und Ausstattungskunst. Die Blütestätten des B. waren Wien, Berlin, München und die westdeutschen Städte. Das B. reichte ferner, von Wien aus übertragen, bis nach Ungarn, ist jedoch in den anstos-senden romanischen Ländern wenig anzutreffen. Wichtigste Literatur: J. A. Lux, „Von der Empire- zur Biedermeierzeit", G. Hermann, „Das B. im Spiegel seiner Zeit", M. v. Boehn, „B.", P. F. Schmidt, ,,B.-Malerei", A. T. Leitich, „Verklungenes Wien"., E. Schaff-ran, „Vormärzliches Wien".
Biefve, Edouard de (M), geb. 1809 Brüssel, gest. 1882 ebda. Studierte in Paris. War mit seinen großen Historienbildern („Kompromiß des niederländischen Adels von 1566", „Karl I. von England und Rubens", ,.,Grä-fin Egmont nach der Verhaftung ihres Gatten") der vielbewunderte Führer einer ausdrucksstarken, wenn auch im Grunde retrospektiven belgischen Historienmalerei und hatte mit seinen Werken einen ungeheuren Einfluß.
Biermann, Karl Eduard (M), geb. 1803 Berlin, gest. 1892 ebda. Begann als Porzellanmaler, ging dann als Ergebnis seiner Reisen in die Alpen und nach dem Süden zu einer poetischromantischen Landschaftsmalerei über.
Bierstadt. Albert (M), geb. 1830 Solingen, gest. 1902 New York. Schüler von Lessing und A. Achenbach. Seine sehr bedeutenden Landschaften malte er fast zur Gänze in Nordamerika.
Biese, Karl (M, Gr), geb. 1863 Hamburg. Schüler von Schönleber. Gute Landschaftslithographien.
Bilderbibel (M), die mit Malereien (Miniaturen, Holzschnitten, Kupferstichen) versehene Bibel.
Bilderrahmen (Kg), der ein Gemälde, Zeichnung oder Graphik umschließende glatte oder verzierte Rahmen aus Holz oder Metall. Bedeutende Künstler haben oft Entwürfe für B. geliefert, auch kommt es vor, daß der Maler für sein Werk einen eigenen B. komponierte (Dürer, Klinger). Der Zweck des B. ist ein ästhetischer (gefälliger Abschluß eines Bildes) und ein praktischer (Schutz vor Beschädigung). B. waren bereits in der Antike bekannt, doch haben sich keine Beispiele erhalten. Der B. im modernen Sinne entwickelte sich erst im 13. Jahrh. mit der Tafelmalerei (s. d.). Vom 16. Jahrh. an wird er zu einem Betätigungsgebiet der Schnitzer und Kunsttischler.
Bildende Kunst (K), die Gesamtheit von Architektur, Plastik, Malerei und Graphik.
Bildhauerkunst (PI), die räumliche, also dreidimensionale Darstellung eines künstlerischen Themas in verschiedenen, dafür geeigneten Werkstoffen, wie Stein, Holz, Bronze, Erz, Gips, Ton, Wachs, Cartapesta u. a. m. Der äußeren Form nach unterscheidet man Vollplastik (s. d.) und Relief (s. d.), wobei zahlreiche Unterteilungen möglich sind. Die Bildhauerkunst arbeitet ihre Werke entweder zum Selbstzweck, als isoliertes Werk, oder in Verbindung mit einem Bau (siehe Bauplastik); das Werk entsteht über Auftrag oder aus dem Willen des Meisters zur Gestaltung einer Idee. Arbeltsvorgang nach heutiger Art: Zeichnerische Vorbereitung in Form einer Skizze (Bildhauerzeichnung) und Durchführung von Studien, plastische Skizze in Ton, darauf originalgroßes Modell in Ton, von dem ein Gipsabguß hergestellt wird, nach welchem dann mit eigenen Meßwerkzeugen die Übertragung auf den Stein erfolgt. Modelle sind bereits in der antiken Plastik nachgewiesen, Bildhauerzeichnungen aus dem hohen Mittelalter. Das Bildwerk, auch das für sich geschaffene, bedarf einer sinngemäßen und abgestimmten Aufstellung. Das gilt umso mehr für die Bauplastik, die von Anfang an für einen bestimmten Platz komponiert ist. Von diesem entfernt, kann das Werk nicht nur seinen Sinn, sondern auch seine Wirkung verlieren.
Das Hauptthema der B. ist seit der Antike der Mensch, besonders der nackte Mensch, als Einzelgestalt oder in kompo-sitioneller Verbindung mit anderen Figuren. Während die Vollplastik darin sparsam ist. hat das Relief oft sehr figurenreiche Szenen modelliert. Den Werkstoff, soweit nicht ein Wunsch des Auftraggebers vorliegt, bestimmt der Bildhauer zumeist nach der Art und der beabsichtigten Wirkung des geplanten Werkes.
Bilders, Johannes Warnardus (M), geb. 1811 Utrecht, gest. 1890 Den Haag. Malte mit schöner poetischer Empfindung Stimmungslandschaften aus den Niederlanden. Sein Sohn Albert Gerard B. (1838 Utrecht — 1865 Amsterdam) malte Landschaften mit Tieren und ländliches Genre.
Bildnis (K), die zum Zweck der Erkennung angefertigte Darstellung des Kopfes eines Menschen, wobei der übrige Körper ganz oder teilweise mitdargestellt werden kann. Wenn also ein Bildnis im allgemeinen die naturgetreue Wiedergabe eines menschlichen Antlitzes nach dem Leben ist, so können auch Verstorbene auf Grund von Angaben über ihr Aussehen und (oder) über ihre geistigen Eigenschaften und ihrer Bedeutung gemalt werden, woraus dann das Idealbildnis entsteht. Im allgemeinen kann man daher den Begriff B. so formulieren: Bildkünstlerische Wiedergabe eines Menschen, die eine bestimmte Persönlichkeit darstellen soll.
Das B. ist in allen Techniken der bildenden Künste möglich, es gibt deshalb B. in Malerei (Bildnismalerei), in der Plastik (Bildnisbüsten bei Vollräumlichkeit, Bildnisreliefs bei Reliefform), in der Graphik (B. in der Radierung, im Holzschnitt, in der Lithographie) und schließlich können B. auch in Stein, Metall oder in andere Materialien geritzt, gepunzt oder geäzt sein, auch gestickte B. kommen vor, ebenso gewebte. Nach der Art der Darstellung unterscheidet man: a) der Kopf allein, b) das Brustbild, c) das Kniestück, d) die ganze Figur, ferner ob der Dargestellte steht, sitzt, liegt (z. B. auf einer Grabplatte), zu Pferde sitzt (Reiter-bildnis), ob er sich in Ruhe oder in einer bestimmten Tätigkeit befindet. Eine weitere Unterscheidung entsteht, wenn der Kopf von vorne gesehen ist (en face) oder von der Seite (Profil),, wobei zwischen beiden Stellungen sich mittlere Lagen ergeben (z. B. Zweidrittelprofil).
Ferner unterscheidet man das Einzel-, Doppel- und Gruppen-bildnis und nach dem Inhalt das Herrscher-(Kaiser-, König-, Für-stenb.), Standes- oder Berufsb. und das Gesellschaftsbildnis (Mann, Frau, Kind, Familie). Von diesen B. mit deutlich naturalistischem Zweck trennen sich scharf die Idealb. (siehe v.). Dem Format nach unterscheidet man das B. in Naturgröße (oder dieser angenähert) und das kleinformatige Miniaturb. (siehe Miniatur).
Der alte Streit um das B. dreht sich stets um die Frage: Genügt die ,,porträt-(photographie-)ähn-liehe" Wiedergabe des Äußeren des Kopfes oder sollen zusätzlich auch jene inneren Eigenschaften des Dargestellten erfaßt werden, die sich in den Gesichtszügen bei schärfstem Zusehen erkennen lassen. Diese zweite Forderung ist sicher ein Maximum, aber erst bei ihrer Erfüllung entsteht ein künstlerisch wirklich bedeutendes B. Dagegen wäre es wieder ver-feblt. seherartig innere Eigenschaften zu erfassen (oder glauben, sie erfaßt zu haben) und dabei auf die naturgebundene Ähnlichkeit zu verzichten. Die ältesten Beispiele einer B.Kunst finden sich in Ägypten in der Form höfischer B. Bei den Griechen zeigt sich eine wirklich individualisierende B.-Kunst (Malerei und Plastik) erst im Hellenismus (s. d.), und die Römer haben dem realistischen B. (Büsten, Reliefs) den ersten Höhepunkt gegeben.
Das Mittelalter ist seiner ganzen weltanschaulichen Einstellung halber dem realistischen B. abgeneigt; die damals entstehenden B. sind zumeist entweder stilisiert oder Idealb., man suchte weniger den Einzelfall, als den Typus darzustellen. Erst mit dem Erwachen des neuzeitlichen Individualismus (in der Mitte des 14. Jahrh.) entstehen langsam realistische B. Sie entwickeln sich dann in der Renaissance zu der noch heute üblichen Gestaltungsart; die größten Bildnismaler und -plastiker aller Zeiten gehören dann dem 16. und 17. Jahrh. an (Raf-fael, Tizian, Dürer. Holbein, Tintoretto, Fr. Hals, Rembrandt, Bernini), und auch das 18. und 19. Jahrh. hat viele und bedeutende B.-Maler und B.-Plastiker hervorgebracht (Houdon, die französ. Pastellisten, David, Füger, Waldmüller, Krüger u. v. a m.). Die Moderne hat die B.Kunst mehr in die Breite als in die Tiefe entwickelt.
Bomplani, Augusto (M), geb. 1852 Rom, gest. 1908 Rom. Genremaler im realistischen Stil.
Bompiani, Roberto (M), Vater des Vorigen, geb. 1821 Rom, gest. 1888 ebda. Bildnismaler, Religiöses und Allegorisches, als Bildhauer Mythologien.
Bonacolsi. siehe Antico.
Boniteur, Rosa (M), geb. 1822 Bordeaux, gest. 1899 By bei Fontainebleau. Autodidaktin. Frankreichs beste Tiermalerin; ihre einst sehr geschätzten Bilder sind gut beobachtet, doch ohne Tiefe der Empfindung. Monogr. v. Anna Klumpke (Paris 1909, franz.).
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