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Lexikon / Kunst / Kunstbuch / Kunstband / Bücher





Zerlacher, Ferdinand Mathias (M), geb. 1877 Graz, gest. 1923 Salzburg. Im wesentlichen Autodidakt; Porträte und Stilleben von eigenartiger koloristischer Wirkung.

Zerritseh, Fritz d. Ä. (B), geb. 1865 Wien, gest. 1938 ebda. Setzte in ausgezeichneten Bildnisbüsten die Art Tilgners fort. Von ihm das Brucknerdenkmal in Wien und das Hohmandenkmal in Leoben. Sein Sohn Fritz Z. d. J. (lebt in Wien),, malt Figurales und Landschaften in einer von Gauguin angeregten gemäßigten Moderne bei gelungener Stilisierung der Form.
Zetsche, Eduard (M), geb. 1844 Wien, gest. 1927. Landschaftsmaler (besonders in Aquarell), Illustrator.

Zettervall, Helgo (A), geb. 1831 Lidköping, gest. 1900 Upsala. A. der retrospektiven Stile (Allerheiligenkirche und Frederik-Oskar-Kirche in Gotenburg in Neugotik, ein Schulhaus in Stockholm in ital. Frührenaissance. „Purifizierte" den Dom zu Upsala).

Zeugdruck (Kg), das ein- bis mehrfarbige Bedrucken von
Stoffen mit Modeln aus Holz oder Metall. Diese Holzmodeln sind zugleich die Vorläufer des Holzschnittes (s. d.). Die Technik des Z. war bereits der Spätantike bekannt.

Zeuxls (M), geb. um 460 v. Chr., gest. 396 v. Chr. Vielleicht Schüler des Appolodoros, malte nach den alten Berichten realistische Szenen und schöne Frauen in sorgfältigster Ausführung. Seine Kunst ist nur durch Nachahmungen bekannt. Ottfried Zielke - PL, k Van Gestel, John Morra, Rolf Kuhrt, Tony Twigg, Thierry Alet, Tim Kubach, Oona Ratcliffe, Erwin Schott, John Neeson, Ramunas Ceponis, Theodoros Giannakis, Nikos Mantzios, Guillermo Martinez, Hu Jun, Xavier Corberó ES, Ramón Herreros, Jim Hett, Susan vanmpen, Robert Courtright, Annick b. Cuadrado, Paul Goede, Juan Kasari, Elaine Kurtz, Jaro Kysa, Li Xinping, Platon, Paul Rahilly, Sheila Ravnkilde, Ramana Reddy, Bill Scott, Valentino Menghi, Matt Schwede, Rachel Salomon, rnie Masterson, Samantha Simpson, Wu Wenbin, Davideforio, Marco Minotti, Tom Müllers, Marion Niessing, Jean-Claude Loubières, Ji-Young Park, Harry Mohr, Marischa Slusarski, Markku Piri, Pamela Richardson, Kevin Smith, Manfred Dörner, Loredana di Lillo, Zoltán Vansco, Dario Manco, Mauro Mencucci, Pasquale Giardino, Laura Lesser, Paola Levi Montalcini, itz Duda Ute Lechner, Hans Thurner, Kazumasa Noguchi JP, Kiyomi Kaneko, Michael Ellburg, Ralph Ueltzhoeffer, Andrea Hvistendahl, Max Pollak - CZ, Ingmar Bruhn, Ute Haarkötter, Anna Leader, Christina Speer, Astrid Schneider.

Zevio, siehe Stefano da Zevio.
Zewy, Karl (M), geb. 1855 Wien, Schüler von Canon; zu erwähnen seine Illustrationen und Zeichnungen aus dem Wiener Volksleben.
Zick, Januarius (M), geb. 1734 München, gest. 1812 Ehrenbreit-stein. Schüler seines Vaters Johann Z. und des R. Mengs. Tätig in Basel, Paris und als Hofmaler jn Ehrenbreitstein. Ferner noch in Koblenz, Mannheim, Trier und Würzburg. Maler des frühen Klassizismus mit romantischen Zügen in seinen Tafelbildern.

Fresken im Schloß Koblenz, in Bamberg (Dominikanerkirche), Würzburg (Nikolaikirche), Schloß Engers, Frankfurt a. Main (Schweizerisches Haus). Religiöse und mythologische Tafelbilder. Monogr. v. A. Feulner (München 1920).
Ziebland, Georg Friedrich (A>, geb. 1800 Regensburg, gest. 1873 München. Schüler von J. M. Quaglio und Gärtner; seine Bauten in München (Bonifaziusbasi-lika, Ausstellungsbau am Königsplatz), in Aibling (Denkmalkapelle) u. a. sind entweder im frühchristlichen oder im grae-zisierenden Klassizismus errichtet.

Ziegler, Johann (Gr), geb. 1749 Sachsen-Meiningen, gest. 1812 ebda. Schuf radierte und kolorierte Veduten von großem Reiz aus Wien und Umgebung.
Ziegler, Jules Claude (M, Gr, Kgw), geb. 1804 Langres, gest. 1856 Paris. Historienmaler von Cornelius beeinflußt, auch religiöse Fresken (Paris, La Madeleine), zahlreiche Entwürfe für Keramiken.

Ziesenis, Johann Georg (M), geb. 1716 Kopenhagen, gest. 1777 Hannover. Dort Hofmaler; tätig an verschiedenen deutschen Höfen. Gute, koloristisch feinabgestimmte Bildnisse des Rokoko.

Zille, Heinrich (Gr),, geb. 1864 Dresden. Treffliche, schlagkräftige Zeichnungen aus dem Leben der unteren Berliner Volksschichten. Monogr. v. A. Behm (Halle 1947).

Zimmermann, Albert (M), geb. 1808 Zwittau, gest. 1888 München. Landschaftsmaler d. Spätromantik. Ausgezeichnete Stimmungslandschaften von oft heroischem Aufbau. Staffierte gerne mit mytholog. Fabelwesen. Wichtiger Lehrer.

Zimmermann, Clemens v. (M), geb. 1788 Düsseldorf, gest. 1869 München. Schüler von Cornelius und dessen Mitarbeiter bei den Wandbildern in der Alten Pinakothek. In seinen eigenen Historien mehr romant.-realistisch.
Zimmermann, Ernst Karl (M), geb. 1852 München, gest. 1901 München. Schüler v. Diez. Historien, Genre, Bildnis.

Zlncke, Christian Friedrich (M), geb. um 1683 Dresden, gest. 1767 London. Miniaturbildnisse.

Zingg, Adrian (Gr), geb. 1734 St. Gallen, gest. 1816 Leipzig, stach Landschaften nach der Natur u. nach Vorlagen, Land-schaftszea'chnungen. Lehrer von L. Richter.

Zinngußwaren (Kg), aus Zinn und seinen Legierungen mit Blei und Antimon gegossene Krüge, Kannen, Schüsseln und Teller. Künstlerisch wertvolle Z. entstehen besonders im 16. und 17. Jahrh., namentlich in Süddeutschland.
Ziselieren (Kg), die feine Durcharbeitung von Metallgegenständen; auch das Herausarbeiten zarter Ornamente aus Metall-platten.
Zita, Heinrich (B), geb. 1882, lebt in Wien. Idealistische, straff zusammengehaltene Bildwerke; ausgezeichnete Kleinplastik. Stichworte: Zabelbrett, Zabelsteine, Zacharias, hl., Zahlensymbolik, Zahnfries, Zahnschmuck, Zahnschnitt, Zahntürkis, Zahnwehherrgott, Zangenfries, Zaponlack, Zapp, Zappler, Zarge, Zargenfassung, Zechine, Zehner, Zehntausend Christen, Zeichenkohle, Zeichenkreide, Zeichnung, Zeigegestus, Zeit, Zeitgenössische Kunst, Zellenemail, Zellengewölbe, Zellenschmelz, Zellentechnik, Zelluloid, Zementdraht. Zocchi, Giuseppe (M), geb. 1711 (?) bei Pistoja, gest. 1767 Florenz, Wandmalereien (Villa Ser-ristori, Florenz), Festdekorationen, radierte Landschaften aus der Florentiner Umgebung.

Zoff, Alfred (M), geb. 1852 Graz, gest. 1927 ebda. Malte gut beobachtete impressionistische Bilder von der Adria.
Zoffanl, siehe Zauffelly.

Zoller, Anton Josef (M), geb. 1731 Klagenfurt, gest. 1791 Hall i. Tirol. Fresken (Schloß Tra-buschgen. Neustift im Stubal u. a.), sowie Altarbilder in einem noch barock beeinflußten Klassizismus.

Zopfstil (K), der das Rokoko unmittelbar ablösende antikisierende, steife Bau- und Dekorationsstil von ungef. 1760 bis 1780. Der Z. ist zugleich die erste Phase des Klassizismus (s. d.).

Zoppo, Marco (M), geb. vor 1455 Bologna,, gest. nach 1498 ebda. (?) Schüler des Squarcione, beeinflußt durch Turä. Streng gezeichnete religiöse Bilder der Oberitalien. Frührenaissance.

Zorn, Anders (M u. Gr), geb. 1860 Mora, gest. 1920 ebda. Ausgebildet in Stockholm und Paris. Der Hauptmeister des formen- und farbenstarken schwedischen Realismus auf impressionistischer Grundlage. Unmittelbar u. frisch gesehene Genrebilder aus Schweden, vornehme Bildnisse und impressionistische Radierungen in malerischer Auffassung.

Zucca (Zucchi), Jacopo del (M), geb. um 1541 Florenz, gest. vor 1620 Rom, Schüler und Mitarbeiter d. Vasari. Religiöses, Genre, Festdekorationen.

Zuccali (Zugalli) Enrico (A), geb. um 1643 in- Graubünden, gest. als Hofbaumeister 1724 in München. Baute in Salzburg die KajetanerMrche. Im Innviertel Schloß Aurolzmünster. Mehreres in München und Umgebung.
Zuccarelli. Francesco (M), geb. 1702 Pitigliano, gest. 1788 Florenz. Tätig in Florenz, Venedig, London (Theaterdekorationen) u. an verschieden. Orten Deutschlands. Staffierte Landschaften in einem idyllischen Rokokogeschmack.
Zuccaro, Federigo (M), geb. 1543 St. Agnolo in vado (Urbino), gest. 1609 Ancona. Schüler seines Bruders Taddeo Z. in Rom. Bildnisse und theatralische figu-rale Kompositionen in einem stark von Michelangelo beeinflußten Manierismus.

Zuccaro, Taddeo (M), geb. 1529 S. Agnolo in vado bei Urbino, gest. 1566 Born. Fresken (Schloß Caprarola) und Tafelbilder in der gleichen Art wie sein obiger Bruder.

Zucchi, Antonio (M), geb. 1726 Venedig, gest. 1795 Rom. tätig in Italien und England. Dekorative Malereien, Architekturen. Gatte der Angelika Kauffmann (s. d.). Mitglied einer venezianischen Künstlerfamille, von der noch zu nennen ist: Z. Carlo (1682 bis 1767., M, Theoretiker, Lehrer des Piranesi) und Z. Andrea (M, Gr), gest. 1740 Dresden, wo er seit 1724 als Reformator der dortigen Hofbühnen wirkte. Vedutenmaler, Stecher v. Ruinenbildern.

Zügel, Heinrich Johann (M), geb. 1850 Murhardt, gest. 1941 München. Schüler von Hodler. Einer der vorzüglichsten deutschen Tiermaler. Impressionist, vehemente Technik, glänzende Beobachtung von Rindern und Schafen.
Monogr. v. G. Biermann (Bielefeld 1910) und E. Th. Rohnert (Berlin 1942).
Zuloaga, Ignacio (M), geb. 1870 Eibar (Spanien), gest. 1945. Lebensgroße, farbenstarke u. fast flächige Darstellungen aus dem spanischen Volksleben von bedeutender, an Velasquez erinnernder dekorativer Wirkung. Rassige Bildnisse, die späteren Werke schon manieriert.

Zumbusch, Kaspar v. (B). geb. 1830 Herzebrock (Westfalen), gest. 1915 Prien am Chiemsee, kam 1871 nach Wien, und nahm hier einen großen Anteil an der Ausschmückung der Stadt mit Großdenkmälern in einem realistischen Neubarock. Werke in Wien: Denkmäler für Erzh. Albrecht, Kaiserin Maria Theresia und Radetzky. Monogr. v. M. Kolisko (Zürich 1926).

Zumbusch, Ludwig (M). geb. 1861 München, gest. 1942 ebda. Malte bevorzugt Kinderszenen u. Kinderköpfe.

Zurbaran, Francisco de (M), geb. 1598 Fuente de Cantos, gest. 1662 Madrid. Schüler des Roelas, beeinflußt durch Caravaggio. Hofmaler in Madrid; herb-asketische Bilder von großem Ernst und voll Ekstase. Scharfer Beobachter, dem Weltlichen abgewandt.
















Kunst Lexikon A-Z / Stichwortlexikon Alphabetisch: z
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Zacchia, Paolo, il vecchio (M), nachweisbar 1520 bis 1530 In Lucca und Florenz. Beeinflußt von Fra Bartolomeo. Bildnisse, Keliglöses.

Zadig, Karl Ludwig, auch Zanth genannt (A u. M>, geb. 1796 Breslau, gest. 1857; studierte in Stuttgart. Mitarbeiter von Hittorf. Tätig in Stuttgart, wo er kunsthistorische Bücher veröffentlichte. Baute im maurischen und normannischen Stil (Villa Wilhelma bei Cannstatt).

Zahnschnitt (A), ein unter dem Gesims angebrachtes Streifenornament, bestehend aus kleinen, plastischen Würfeln, welche durch negative Zwischenräume getrennt sind. Der Z. tritt zuerst im jonischen Stil auf (siehe Säulenordnungen) und wurde später von allen anderen Stilen gebraucht.

Zahrtmann, Christian (M), geb. 1848 Rönne, gest. 1917; studierte in Italien und Griechenland. Historien, mystische, kirchliche u. sittenbildliche Darstellungen, realistisch, stark farbig, auch sinnige Genrebilder aus Italien.
Zals, Giuseppe (M), geb. 1708 Agordo, gest. 1784 Venedig (oder Treviso). Schüler d. Marco Ricci; malte mit guter Charakteristik und satten Farben das italien. Landleben in einer oft heroisch wirkenden Landschaft.

Zampieri, Domenico, gen. Dome-nlchino (M), geb. Bologna 1581, gest. 1641 Neapel. Schüler von Caelvaert und der Carracci. Tätig in Bologna, Rom und Neapel. Hauptmeister des bolognesisch-römischen Hochbarocks. Ein Maler von hohem Schönheitssinn, starker Begabung für das Formale u. ausgezeichneter Durchführung; arbeitete einem leeren Idealismus durch Streben nach
Wahrheit und Treue entgegen. Hauptwerke (Fresken):

Grottaferrata; In Rom: S. Luigi de' francesi und S. Andrea della valle; Tafelbilder: „Hl. Nilus u. Kaiser Otto der m."; „Kommunion des Hl. Hieronymus" (Rom, Vatikan .-Pinakothek);

„Ermordung des Petrus Martyr" (Bologna, Pinak.); „Triumph der Diana" (Rom, Villa Borghese). Beachtenswert ist bei Z. stets auch die Landschaft. Monogr. v. L. Serra (Roma 1909, ital.). Künstler: Ralph Ueltzhoeffer, Torbjörn Damm, Andrea Di Marco, anz Engler, ngt Jacobsson, Pat Manon, Tobias Stengel, Marcella Adago, Pernille Bach, Effie Gibson, James Gill, James Powers, Jérôme Sans, Rodrigo Barria, Zanchi, Antonio (M), geb. 1639 Este, gest. 1722 Venedig (?). Später Nachahmer des Caravaggio, gebildet nach d. venezian. Großmeister i. Religiöse Bilder in caravaggiesker Beleuchtung.

Zandomenlghi, Luigi (B), geb. 1779 Venedig, gest. 1850, Schüler von Canova, zahlreiche Denkmäler, Bildnisbüsten.
Zangenfries (A), Fries aus nebeneinandergestellten, scherenartigen Figuren gebildet; der Z. kommt vor im Vorderen Orient und 1. d. ostgotischen Kunst. Die reichen Formen des Z. zeigen die Scheren durch Voluten an den Enden verknüpft.

Zanusi, Jakob (M), geb. um 1700 in Tirol, gest. 1755 als erzbisch. Hofmaler in Salzburg. Religiöse Tafelbilder (Altarblätter) des Spätbarocks.

Zarcillo y Alcaraz, Francisco (B), geb. 1707 Murcia, gest. 1781 ebda. Der letzte große Meister eines üppigen und echt volkstümlichen spanischen Barocks; seine Plastiken sind leidenschaftlich realistisch, farbig, oft mit echten Gewändern bekleidet, gut studiert und dabei von hohem Schönheitsgefühl. Hauptwerke: Passionsgruppen in Murcia (Ermlta de Je sus), ölberggruppe (ebda.) und andere religiöse Statuen, die alle voll psychologischer Kraft sind.
Zarge (Kg>, die oft mit Schnitzereien versehene, rahmenartige Verbindung der Tischbeine.

Zasinger, Martin (Gr>, oberdeutscher Kupferstecher um 1500. Technisch tüchtig; von Dürer beeinflußt.

Zaulelly, Johann, gen. Zoffany John (M), geb. 1733 Regensburg, gest. 1810 London. Ausgebildet in Rom. Tätig In Regensburg, Koblenz, London, Wien, Italien und Indien. Bildnismaler; arbeitete für die Höfe in Wien und London.

Zauner, Franz v. (B), geb. 1746 Kauns (Tirol),, gest. 1822 Wien. Schüler von Schletterer, der größte Bildhauer des österreichischen Klassizismus. Ein Künstler von sehr bedeutendem Können und hohem Schönheitsgefühl.
Hauptwerke: Brunnengruppen im Schönbrunner Schloßpark, Kariatyden am Palais Fries, Wien; Grabmal Kaiser Leopold I. in Wien, Augustinerkirche; Reiterstandb. Kaiser Josef II. Wien. In Vöslau Grabmal Graf Fries. Monogr. v. H. Burg (Wien 1915). Stichwortverzeichnis: Ralph Ueltzhoeffer, Textportrait, Zementlahn, Zenotaph, Zentaur, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Zentralperspektive, Zephir, Zepter, Zerberus, Zeremonialkamm, Zero, Zerrbild, Zethos und Amphion, Zeugdruck, Zeughaus, Zeus, Ziborium, Zielgabel, Zierbuchstabe, Ziergewölbe, Ziergiebel, Ziffernsysteme, Zikkurat, Zimarra, Zimelie, Zimier, Zimmerbrunnen, Zindelbinden, Zink, Zinkätzung, Zinkdruck, Zinkographie, Zinn, Zinne, Zinnenfries, Zinnfiguren, Zinnfolie, Zinnfraß, Zinnkraut, Zinnober, Zinnpest, Zinnsoldaten, Zirkel, Zirkon, Zischägge, Ziselierstich, Ziselierung, Zista, Zitadelle, Zitrin, Zitterbrosche, Zittergelenk, Zitternadel, Zizenhausener Figuren, Zodiak, Zolotnik, Zoodochos Pege, Zoomorphes Motiv, Zopf. Zeemann, Reimer (M), geb. 1623 Amsterdam, gest. 1668 ebda. Marinen.

Zeghers (Seghers). Gerard (M), geb. 1591 Antwerpen, gest. 1651 ebda. Schüler des H. v. Bahn, Bruder des Daniel Seghers. Bildete sich in Italien Im Caravaggio-Krels, später mehr durch Rubens angeregt. Realistische Historien und religiöse Bilder.

Zeichnerische Darstellung (K), nicht nur allein die Wiedergabe eines bildkünstlerischen Vorwurfes mit zeichnerischen Mitteln (Bleistift, Kreide, Kohle, Rötel etc.), sondern auch jede bildkünstlerische Darstellung mit Betonung der zeichnerischen Elemente, wie des Umrisses und der Innenzeichnung. Der Gegensatz zur z. D. Ist die malerische Darstellung; beide sind also Ergebnisse einer Anschauung und nicht nur des Materiales.

Zeiler, Franz Anton (M), geb. 1716, gest. 1794, aus Breitenwang in Tirol; studierte in Venedig 1. Kreis des Piazzetta. Maler des schon klassizistisch „ beruhigten Spätbarocks.

Fresken (Matrei in Osttirol, Pfarrkirchen Stams, Steinach a. Brenner, Zell am Ziller) und viele Altarbilder.

Zeller, Johann Jakob (M), geb. 1710 Reutte, gest. 1783, studierte u. a. bei Solimena. Fresken In Tirol (Reutte) und Bayern (Füssen, Ettel u. a.).
Zeitblom, Bartholomäus (M), geb. nach 1450 Nähermemmingen (?), gest. um 1520 Ulm. Tätig ab 1483 in Ulm. Ruhige, lyrisch und einfach empfundene Altarbilder.

Hauptwerke: Altarflügel aus Eschach (Berlin und Stuttgart), Altar aus Heersberg (Stuttgart); „Legende des Hl. Valentinian" (Augsburg); „Beweinung Christi" (Nürnberg). Dramatische Begabung fehlt; das Kolorit ist mild-harmonisch.
Zeitz, Ludwig Hofmann (M), geb. 1832 Zeitz, gest. 1895 Heidelberg. Genrebilder in süßlicher Nachromantik.

Zelezny, Franz (B), geb. 1866 Wien., gest. 1932 ebda, Holzbildhauer, Bildnisbüsten und besonders hervorzuheben seine köstlichen Reliefs aus dem bäuerlichen Leben. Polygon konstruierte Architektur. In der kirchlichen Baukunst ist der Z." der Gegensatz zur Basilika (s. d.). Während die Basilika ihre Wirkung auf einen am Ende des Baues gelegenen Punkt konzentriert, erfolgt dies beim Z. auf den geometrischen Mittelpunkt. Das Hauptkennzeichen des Z. ist die Wölbung;, besonders die Kuppel.

Der Z. entwickelte sich aus den frühgriechischen Grabbauten in Rundform (siehe Tholos) schließlich in der römischen Kunst zu mächtigen Bauten. Die Vollendung erfolgte zuerst durch die byzantinische Kunst, dann durch die italienische Renaissance und endlich im Hochbarock, wo der Zentralbau wahre Triumphe feierte (Paris, Kirche der Sorbonne, London, St. Paulskathedrale, Turin, La Superga, Wien, Peters- und Karlskirche). Der Profanbau hat selten auf den Z. gegriffen. Stichworte: Zopfpanzer, Zopfstil, Zuchtperle, Zündkraut, Zündkrautflasche, Zündnadelgewehr, Zugwerk, Zunft, Zunfthumpen, Zungenband, Zungenspielwerk, Zungensteine, Zusatzmetall, Zuschreibung, Zustandsdrucke, Zwanzig, Gruppe der, Zwecke, Zweihandschwert, Zweispänner, Zweispitz, Zweite Zeit, Zweites ..., Zweites Empire, Zweites Rokoko, Zweitfassung, Zweiwege-Bild, Zwerge, Zwickel, Zwiebeldach, Zwiebelmuster, Zwinger, Zwischengoldglas, Zwischgold, Zwitterprägung, Zwölf kleine Propheten, Zwölfjähriger Jesus imTempel, Zyklop, Zyklopenmauer, Zylinder, Zylinderbureau, Zylindersiegel. Monogr. v. H. Kehrer (München 1918).
Zürn, Martin und Michael, Brüder (B), nachweisbar um 1639 in Burghausen a. d. Salzach. Arbeiteten auch für das Innviertel. Bedeutende B. des Frühba-rocks. Monogr. v. R. Guby (Wien 1922).

Zwengauer, Anton (M), geb. 1810 München, gest. 1884 ebda. Stimmungslandschaften aus der Münchner Umgebung.

Zwerggalerie (A), Arkadenreihen an den romanischen Kirchen der Lombardei und des Rheinlandes, meist unter dem Dachansatz angebracht, wo sie geschickt die Masse des Mauerwerkes auflockern und gliedern. Die Z. sind nachweisbar zwischen 900 bis gegen 1200.

Zwickel (A). sphärisches Dreieck, welches aus der Durchdringung einer Wand mit einer Bogensehale entsteht. Z. entstehen z. B. beim Ansatz einer Kreiskupel über quadratischem Grundriß.

Zwiebeldach (A), ein bis zwei überetnandergestellte. mitunter durch senkrechte Stücke getrennte, kugelige Dachformen., die Zwiebel heißen. Das Z. ist überaus typisch für das süddeutsche und österreichische Barock. Eine besondere Ausbildung erfuhr es unter orientalischer Anregung in der russischen Baukunst.

Zwiebelmuster (Kg), Im ostasiatischen Porzellan beheimatetes Ornament aus Blüten, Blättern und derben Knollen. Das Meißner Porzellan (s. d.) hat in blauer Farbe aus der Blüte der Aster ein ähnliches Muster entwickelt.

Zwinger (A), kleines Befestigungswerk vor den Haupttoren. Sie dienten als Flankierungsanlagen. Z. heißen auch die breiten Umgänge zwischen der inneren und äußeren Wehrmauer.

Zwlntscher, Oskar (M), geb. 1870 Leipzig, gest. 1916 Loschwitz. Tätig in Meißen und Dresden. Sehr eigenartige, traumhafte Landschaften und Bildnisse von großer Einprägsamkeit u. Stimmung. Streng in den Formen, stark in der Farbe.
Zwirner. Ernst Friedrich (A), geb. 1802 Jakobswalde, gest. 1861 Köln. Schüler von Schinckel. Dombaumeister in Köln.

Zyklopenmauer (A), ein Mauerwerk aus überdimensionierten, unregelmäßigen und dicht gefügten Quadern und Steinen, im allgemeinen jedes aus mächtigen Werkstücken gefügte Mauerwerk. Z. sind häufig bei Etrus-kern, Phönikern, Azteken und Inkas. Hauptwerke : Bilder aus dem Leben des Petrus Nolascus (Sevilla, Dom); „Der Hl. Bonaventura und Thomas von Aqui-no" (Berlin, K.-Fr.-Mus.); „Die Papstwahl" (Dresden); Apotheose des Th. v. Aquino (Sevilla, Mus., wo sich überhaupt viele Werke des Z. befinden); „Immaculata" (Sevilla, Dom); „Die Purissima" (Madrid, privat und Budapest, Nat. Mus.); „Einzelbilder von Helligen" (Prado,, Louvre u. a. a. O.); „Der hl. Franz v. lAssisi" (London. Nat. Gall. und München, Alte Pinak.); „Christus nach der Geißelung" (Breslau).